HTC-Smartphones: Vodafone muss Verkauf einstellen

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Wer sich fragt, warum keine Smartphones von HTC mehr auf der Webseite oder in Ladengeschäften von Vodafone zu finden sind, der sollte sich nicht wundern. Denn aufgrund eines Rechtsstreits darf der deutsche Mobilfunkprovider diese nicht mehr verkaufen oder bewerben. 

Für HTC ist dies natürlich kein glückliches Los, wollte es doch gerade mit dem neuen HTC 10 wieder zurück in die Gewinnspur steuern.  Auch das One A9 aus dem letzten Jahr, das Desire 626 oder das One M8s sind beispielsweise von dem Verkaufsverbot betroffen. Im Shop von Vodafone sind aktuell keine Telefone der Taiwaner gelistet.

Der Grund für den Verkaufsstopp ist ein Rechtsstreit mit Saint Lawrence Communications. HTC soll eine patentierte Technologie des Unternehmens in seinen Smartphones einsetzen, aber keine Lizenz für diese besitzen. Dabei handelt es sich um Adaptive Multi-Rate Wideband beziehungsweise HD Voice, das eine höhere Sprachqualität beim Telefonieren ermöglicht. ZTE und TCT wird übrigens das gleiche vorgeworfen.

Wie schnell der taiwanische Hersteller die Situation klären kann, ist aktuell noch nicht klar.  Welches Gericht die Verfügung ausgestellt hat, ist ebenfalls nicht bekannt. Bei Missachtung müsste Vodafone aber mit einem hohen Ordnungsgeld rechnen.

Ende November letzten Jahres hatte das Landgericht Mannheim eine ähnliche Verfügung auf Antrag des US-Patentverwerters Acacia Research gewährt. Damals ging es um nicht näher genannte standardrelevante Patente für die Sprachverschlüsselung, die HTC einsetzt. Hierzulande betroffen war damals die Deutsche Telekom.

Tags :Via:Mit Material von Björn Greif, ZDNet.de

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