Project Abacus: Google will das Passwort töten

Passwort (Bild: James Martin / CNET)

Passwörter sind so blöd: Man kann sie vergessen und andere können sie erraten. Was liegt also näher, als sich eine Alternative zu suchen? Mit Project Abacus ist Google hier ganz weit vorn.

Google will biometrische Daten und andere Informationen verwenden, um Passwörtern und PINs den Garaus zu machen. Bei Project Abacus machen schon mehrere Banken mit, hat Google verraten. Noch ist die Technik aber noch nicht soweit, der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt zu werden, zumal ein Smartphone dafür zwingende Voraussetzung ist.

„Wir haben ein Telefon, und diese Telefone haben diese ganzen Sensoren. Warum kann es nicht einfach wissen, wer ich bin, damit ich kein Passwort brauche?“, sagte Dan Kaufman, Head of Advanced Technology and Projects bei Google, auf der Entwicklerkonferenz I/O.

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Im Mittelpunkt des Projekts steht eine Trust genannte Programmierschnittstelle (Application Programming Interface, API), die Daten wie Standort, Gesichtserkennung und Tastatureingaben verwendet, um die Identität des aktuellen Benutzers zu überprüfen. Erfüllen diese Daten vorgegebene Kriterien beziehungsweise einen bestimmten Trust Score, erhält der Nutzer Zugriff auf die gewünschten Anwendungen.

Dafür muss das Trust API allerdings ständig im Hintergrund ausgeführt werden. Das Konzept sieht ebenfalls vor, dass besonders sensible Anwendungen wie Banking-Apps einen höheren Trust Score benötigen als andere Apps, um den Nutzer ohne Eingabe eines Passworts anzumelden.

Kaufman zufolge kann das System auch die heute als zusätzliche Sicherheitsebene gedachte Authentifizierung in zwei Schritten ersetzen. Dieses Verfahren ist ihm zufolge vielen Nutzern zu aufwendig, da sie zwei Passwörter beziehungsweise PINs eingeben müssen.

Derzeit laufen Tests mit „mehreren großen Finanzinstituten“, so Kaufman weiter. Sollten die Tests positiv verlaufen, erwartet Kaufman, dass das System noch in diesem Jahr jedem Android-Entwickler zur Verfügung gestellt wird.

Tags :Quellen:ZDNet.comVia:Mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de

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