Siri soll Amazon Echo fertigmachen

(Bild: ubergizmo.de)

Apple soll angeblich Entwicklern Zugriff auf Siri geben und selbst eine Hardware als Gegenstück zu Amazons sprachgesteuertem Heimassistenten Echo bauen.

Nach einem Bericht von The Information will Apple auf seiner Wordwide Developers Conference (WWDC) 2016 ein SDK für Siri veröffentlicht, damit auch App-Programmierer die Spracherkennung nutzen können.

Zudem soll Apple ein Gegenstück zu Amazons sprachgesteuertem Heimassistenten Echo bauen, der einfache Fragen beantworten und simple Aufgaben erfüllen kann.

Die bisher strikte Kontrolle des Siri-Ökosystems durch Apple sorgte zwar 2011 für einen gelungenen Start des Sprachassistenten, schränkte aber auch dessen Weiterentwicklung und Nutzwert ein. Denn nicht jeder Anwender will die Services nutzen, mit denen Apple einen Vertrag über die Verwendung von Siri geschlossen hat.

Mit einem Siri SDK würde Apple den Sprachassistenten für alle Entwickler öffnen, wenn auch wahrscheinlich mit gewohnt strikten Einschränkungen. Daraus ergäben sich neue Anwendungsmöglichkeiten. Denkbar wäre beispielsweise, dass der Nutzer Siri unterwegs nach einem Taxi fragt und der Assistent über eine installierte App einen Wagen zum aktuellen Standort bestellt.

Ein weitgehend offenes Ökosystem ist ebenfalls ein zentraler Bestandteil des kürzlich von den ursprünglichen Siri-Entwicklern vorgestellten Sprachassistenten Viv. Dieser kann auch komplexere Fragen beantworten, wie vor zwei Wochen eine Vorführung auf der Konferenz TechCrunch Disrupt NY in New York zeigte.

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An einem Amazon-Echo-Konkurrenten arbeitet Apple The Information zufolge schon länger. Die Entwicklung soll bereits vor der Markteinführung des durch die Alexa Voice Services (AVS) angetriebenen Heimassistenten des Onlinehändlers Mitte letzten Jahres begonnen haben. Das Apple-Gerät werde ebenfalls über Lautsprecher und Webanbindung verfügen sowie über eine tiefe Integration mit HomeKit zur Steuerung von Smart-Home-Geräten. Mittels AirPlay könnte sich darüber zudem Musik streamen lassen. Die Integration von Siri würde darüber hinaus sprachgesteuerten Zugang zu iCloud-Services wie Kalender, Kontakte, iMessage oder Mail erlauben.

Wann Apples Heimassistent auf den Markt kommen wird, ist noch offen. Außer mit Amazon müsste das Unternehmen aus Cupertino in dem Bereich auch mit Google konkurrieren. Der Internetkonzern hatte erst vergangenen Woche auf seiner Entwicklerkonferenz I/O Google Home vorgestellt. Das unter dem Codenamen Chirp entwickelte Gerät, dessen Form an eine Blumenvase erinnert, basiert auf dem neuen Google-Assistent, der Nutzer im Alltag unterstützen soll. Er nutzt maschinelles Lernen und Künstliche Intelligenz, um sich mit der Zeit auf die Gewohnheiten und Verhaltensmuster des Anwenders einzustellen und somit Aufgaben wunschgemäß zu erledigen.

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Tags :Quellen:Mit Material von Björn Greif, ZDNet.de

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