Zu langsames Internet: Grüne wollen Provider bestrafen

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Das Internet wird immer schneller. Das zumindest behaupten die Netzanbieter und versprechen immer höhere Übertragungsgeschwindigkeiten. In der Realität aber werden die kaum erreicht. Dagegen will die Politik nun vorgehen.

Die Grünen fordern in einem Antrag, den sie in den nächsten Tagen in den Bundestag einbringen wollen, dass Provider Bußgelder zahlen müssen, wenn sie die versprochene Leistung nicht liefern. Das Problem sei, dass sich die Anbieter in ihren Verträgen dadurch absichern würden, dass sie immer nur Maximalgeschwindigkeiten angeben. Diese würden im Alltag aber nur selten erreicht.

„Die derzeitigen Verträge sind Mogelpackungen, beworben werden sie mit hohen Zahlen wie 50 Megabit in der Sekunde, daneben steht aber kleiner ‚bis zu'“, so Grünen-Bundestagsabgeordnete Tabea Rößner in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. „Wenn ich aber für 50 Megabit in der Sekunde zahle, will ich das auch bekommen. Wie würde wohl der Anbieter reagieren, wenn ich im Gegenzug nur ‚bis zu‘ 100 Prozent meiner Telefonrechnung bezahle?“

Die Grünen fordern nun eine Mindestgeschwindigkeit, die 90 Prozent der versprochenen Maximalgeschwindigkeit erreicht.

Tags :Quellen:Spiegel Online

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