Test: Coolpad Torino S – 200 Euro-Smartphone mit Fingerprintsensor

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Der chinesische Hersteller Coolpad ist neu auf dem europäischen Markt. Er startet hier mit einem Mittelklasse-Smartphone, dem Coolpad Torino S für rund 200 Euro. Etablieren soll sich das neue Smartphone durch Oberklasse-Hardware zum kleinen Preis. Wie wir das Coolpad Torino S finden, erfahrt ihr in unserem ausführlichen Test.

Das Coolpad Torino S von allen Seiten

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Coolpad Torino S (Bild: Übergizmo)

Das auf Android Lollipop basierende Smartphone startet direkt mit einer Wiederherstellungsfunktion. So werden auf Wunsch alle Apps und Anwendungen des vorher genutzten Gerätes automatisch geladen. Dadurch wird der Smartphone-Wechsel stressfreier und nach der Wiederherstellung ist das Torino S sofort einsatzbereit. Zwar gibt es diese Funktion auch bei zahlreichen anderen Smartphones, dennoch ist es ein schönes Feature, was Coolpad in seinem Mittelklasse-Smartphone integriert. Also schon einmal ein guter Start.

Coolpad Torino S (Bild: Übergizmo)

Das Coolpad Torino S (Bild: Übergizmo)

Design und Verarbeitung des Coolpad Torino S

Das Coolpad Torino S hat einen im Vergleich zu anderen Smartphones recht kleines Display. Mit nur 4,7-Zoll ist es ideal für kleine Hände geeignet und erntet damit bei mir schon mal einen Pluspunkt. Die Größe sorgt außerdem dafür, dass der auf der Rückseite unter der Kamera liegende, Fingerabdruckscanner leicht zu erreichen ist. Dank 2,5D-Glas-Display mit abgerundeten Kanten liegt das sonst aus Kunststoff bestehende Torino S gut in der Hand. Eine Hülle scheint hier jedoch angebracht, um Kratzer auf dem Gehäuse zu vermeiden.

Coolpad Torino S (Bild: Übergizmo)

Gut in des Hand liegt das Coolpad Torino S (Bild: Übergizmo)

Auf der rechten Seite des Smartphones befindet sich der On/Off-Knopf, sowie die Lautstärkewippe. Beide haben recht angenehme Druckpunkte, wobei die Lautstärkewippe für meinen Geschmack etwas schneller reagieren könnte. Gerade beim Öffnen einer App und einer möglicherweise entstehenden Geräuschkulisse in der Öffentlichkeit, kann es von Vorteil sein, wenn sich die Lautstärke schnell minimieren lässt. Auf der linken Seite befindet sich der SIM-Karten-Slot, der sich wahlweise für Dual-SIM oder SIM-Karte und microSD-Karte eignet.

Coolpad Torino S (Bild: Übergizmo)

Der SIM-Karten-Slot des Coolpad Torino S (Bild: Übergizmo)

An der Oberseite ist die 3,5 Millimeter Kopfhörerbüchse zu finden und ein Infrarotsensor, der per App weitere Geräte steuern soll. An der Unterseite habt ihr den microUSB-Anschluss zum Laden und zur Datenübertragung. Die Rückseite des Torino S ist mit einer Kamera, einem LED-Blitzlich, einem Fingerabdruckscanner und dem Mono-Lautsprecher bestückt. Legt ihr das Smartphone also mit dem Rücken auf den Tisch, kommt nicht mehr viel Musik bei euch an – Schade.

Coolpad Torino S (Bild: Übergizmo)

Kopfhörerbuchse und Infraratsensor des Coolpad Torino S (Bild: Übergizmo)

Insgesamt ist die Verarbeitung des Coolpad Torino S wertig und nahtlos. Gerade die Größe, die Position des Fingerprintsensors und die abgerundeten Displaykanten können bei mir punkten. Der Lautsprecher hingegen ist für meinen Geschmack nicht ideal positioniert.

Fingerprintsensor – Ungewöhnliches Highlight für diese Preisklasse

Selten findeen wir bei Smartphone im Preisbereich unter 300 Euro einen Fingerabdruckscanner. Dieser ist beim Coolpad Torino S auch mein absolutes Highlight. Er erkennt den Fingerabdruck in rund einer Sekunde und arbeitet präzise. Bis zu fünf verschiedene Finger lassen sich programmieren, um den Bildschirm zu entsperren oder auch Apps zu starten und Telefonate zu beenden.

Coolpad Torino S (Bild: Übergizmo)

Der Fingerprintsensor des Coolpad Torino S (Bild: Übergizmo)

Allerdings dauert das Einspeichern des Fingerabdrucks relativ lange. Dafür funktioniert der Fingerprintsensor im Coolpad sogar mit leicht feuchten Fingern, also selbst wenn ihr draußen im Regen steht, könnt ihr eure Smartphone so entsperren. Definitiv ein gelungenes Oberklasse-Feature in dem Mittelklasse-Smartphone von Coolpad.

Display

Wie schon erwähnt, ist das Display des Coolpad Torino S 4,7-Zoll groß und löst in HD-Qualität auf. Die Auflösung mit 1.280 x 720 Pixeln ist gut aber nicht überragend. Die abgerundeten Kanten an den Displayrändern peppen das Ganze optisch auf, haben aber keine Funktion wie zum Beispiel beim Samsung Galaxy S7 Edge. Das Display hat super Helligkeitseinstellungen, so dass auch bei praller Sonne noch etwas zu erkennen ist und die Touch-Funktionen reagieren schnell und präzise.

Coolpad Torino S (Bild: Übergizmo)

Strahlend
hell das Display des Coolpad Torino S (Bild: Übergizmo)

Coolpad verzichtet auf einen Homebutton, daher werden alle Funktionen über die Navigationsleiste im Display gesteuert. Das Display ist insgesamt gut, aber nicht überragend. Doch da es sich hier um ein knapp 200 Euro teures Smartphone handelt, ist das Preis-/Leistungsverhältnis in Sachen Display ganz ordentlich.

Leistung und Software des Torino S

Im Inneren des Coolpad Torino S werkelt ein typischer Mittelklasse-Prozessor. Der Qualcomms Quad-Core-Prozessor Snapdragon 410 arbeitet mit einer Taktrate von bis zu 1,2 GHz und liegt damit deutlich unter der Leistung von Oberklasse-Prozessoren. Dennoch reagiert das Torino S recht schnell, präzise und fängt bei mehreren geöffneten Apps nicht an zu stocken. Das liegt unteranderem daran, dass 2 GByte RAM den Prozessor unterstützen. Der interne Speicher mit 16 GByte lässt sich mittels microSD-Karte erweitern, allerdings müsst ihr dann auf eine zweite SIM-Karte verzichten.

Coolpad Torino S (Bild: Übergizmo)

Das Coolpad Torino S (Bild: Übergizmo)

Als Betriebssystem ist das nicht mehr ganz aktuelle Android 5 Lollipop vorinstalliert. Viele Mittelklasse-Smartphone laufen noch mit dieser Android-Version, so dass es kein wirklicher Nachteil ist, denn allgemein gilt Lollipop als zuverlässiges Betriebssystem. Ein Update auf Android Marshmallow scheint auch nicht vorgesehen zu sein. In Sachen Hardware und Software kommt hier also nicht das Beste vom Besten zum Einsatz, doch beim Coolpad Torino S handelt es sich ja auch um ein Mittelklasse Smartphone und dafür verbaut der Hersteller hier schon ordentliches.

Akku

Um den niedrigen Preis des Coolpad Torino S zu gewährleisten, scheint der Hersteller gerade beim Akku einzusparen. Der verbaute Lithium-Ionen-Akku verfügt über einen Kapazität von 1.800 mAh. Im Vergleich dazu hat das rund 100 Euro teurer Huawei P9 Lite Mittelklasse-Smartphone einen Akkukapazität von 3.000 mAh. Damit fällt die Akkuleistung beim Coolpad Torino S ziemlich gering aus und gerade Dauernutzern kann schnell der Saft ausgehen. Wer also permanent am Smartphone hängt, sollte sich zusätzlich zum Torino S eine Powerbank für unterwegs zu legen.

Kamera

(Foto: Übergizmo)

Die Übergizmo-Blume (Foto: Übergizmo)

Die rückseitige Kamera kommt mit nur 8 Megapixeln, einer f/2.2-Blende und einem LED-Blitzlicht daher. Bei guten Lichtverhältnissen lassen sich super Bilder schießen, desto schlechter das Licht jedoch wird, desto weniger schafft die Kamera es schöne Bilder aufzunehmen.

(Foto: Übergizmo)

Hier wirkt sich der kleine Schatten schon extrem auf das Bild aus. (Foto: Übergizmo)

Doch sowohl die hintere wie auch Frontkamera mit 5 Megapixeln sind ausreichend gut für Posting in den Sozialen Netzwerken, wie Facebook, Twitter oder Instagram. Hier folgen für euch noch ein paar Beispielbilder aufgenommen mit der rückseitigen Kamera des Coolpad Torino S.

(Foto: Übergizmo)

Heiter bis wolkig. (Foto: Übergizmo)

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Fazit

Insgesamt bietet das Cooldpad Torino S einiges an, für den sehr günstigen Preis von rund 200 Euro. Vor allem der wirklich gute Fingerabdruckscanner hat mich begeistert. Hinzu kommen die kleine Größe, der HD-Display und die Leistung des Prozessors. Doch gerade im Niedrigpreissegment müssen natürlich auch Abstriche gemacht werden. Den größten Negativpunkt beim Coolpad Torino S sehe ich dem recht kleinen Akku. Ein Smartphone sollte meiner Ansicht nach, so mobil wie möglich sein. Außerdem ist der Lautsprecher nicht ideal positioniert. Dennoch spricht gerade der Preis für das Coolpad Torino S, denn im Preis-/Leistungsverhältnis kann das Smartphone punkten.

Pro/Con

(Bild: Übergizmo) Fingerabdruckscanner

(Bild: Übergizmo) gute Verarbeitung

(Bild: Übergizmo) gutes Display

(Bild: Übergizmo)Super Preis

(Bild: Übergizmo) Akkulaufzeit

(Bild: Übergizmo) Kunststoffgehäuse

(Bild: Übergizmo) nicht so gute Kameras

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