5G-Standard im Krankenhaus? Tattoo könnte Vitalfunktionen übertragen

(Bild: University of Wisconsin-Madison)

Eine Art hauchdünnes, elektrisches Tattoo kann die Vitalfunktionen von Menschen messen und sie drahtlos weiterleiten. So könnten in Krankenhäuser künftig Patienten überwacht werden, ohne einen Kabelsalat produzieren zu müssen.

Unter Wearables kann man weitaus mehr fassen, als nur Smartwatches und Fitness-Tracker. Jedes technische Gerät, das dauerhaft oder langfristig am Körper getragen wird, fällt unter die genannte Bezeichnung. Dass es sich bei einem elektrischen Tattoo um ein Wearable handelt, steht also außer Frage.

Im Gegensatz zu klobigen Smartwatches ist ein solches elektrisches Tattoo auch weitaus diskreter. An der University of Wisconsin-Madison haben Wissenschaftler nun ein besonders dünnes und leistungsfähiges Wearable entwickelt. Zhenqjang Ma, Forschungsleiter, spricht sogar vom „weltweit dehnbarsten, tragbaren, integrierten Schaltkreis.“ In Krankenhäuser könnte dadurch theoretisch auf Kabel und Clips verzichtet werden.

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Bei dem Wearable handelt es sich schließlich um eine dünne Folie, gerade einmal 25 Mikrometer dick. Sie könnte an der Haut von Patienten angebracht werden, um deren Vitalfunktion zu überwachen. Mithilfe der schlangenförmigen Leiter im Wearable werden Frequenzen von 0,3 bis 300 Gigahertz unterstützt, um die Daten drahtlos zu übermitteln. Diese Bandbreite entspräche dem 5G-Mobilfunkstandard, der es Mobilgeräten wie Smartphones erlauben soll, Daten schneller zu übertragen und mehr Fläche abzudecken.

Dieser Ansatz ist zwar nicht neu, allerdings sind die integrierten Schaltkreise von Ma uns dessen Team kleiner als die bisherigen Entwicklungen. Früher maßen solche Wearables noch 640 Mikrometer. Das us-amerikanische Air Force Office of Scientific Research unterstützt deshalb ebenfalls die Forschungen von Ma. Man geht davon aus, mit den Wearables irgendwann auch Piloten ausstatten zu können.

Tags :Quellen:(Bild: University of Wisconsin-Madison)Via:Matt Brian, Engadget.com

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