LG-Mobilgeräte lassen sich remote angreifen

(Screenshot: ZDNet.de)

Die Android-Geräte von LG sollen eine kritische Sicherheitslücke enthalten, die den Fernzugriff auf die Geräte und Datendiebstahl ermöglichen soll, verrieten Sicherheitsforscher von Check Point auf der Konferenz LayerOne 2016 in Los Angeles enthüllt.

Dabei ist nicht etwa Android betroffen sondern Software, die nur auf den LG-Geräten vorhanden ist. Die Schwachstellen ermöglichen es, „Berechtigungen auf LG-Geräten zu erhöhen, um sie aus der Ferne anzugreifen“.

Die Schwachstelle CVE-2016-3117 wurde in LGATCMDService entdeckt, einem nicht hinreichend durch Berechtigungen gesicherten Dienst. Das bedeutet laut Adam Donenfeld von Check Point, dass jegliche Anwendung, welcher Herkunft auch immer, mit ihr kommunizieren kann.

„Durch die Verbindung mit diesem Dienst könnte ein Angreifer atd adressieren, einen hoch privilegierten User-Mode-Daemon und ein Eingangstor für Kommunikation mit der Firmware“, erläuterte der Sicherheitsforscher. Eine Ausnutzung könnte zu ausgeweiteten Berechtigungen und einer Übernahme des Geräts führen. Ermöglicht würden so erneutes Booten, das Kappen von USB-Verbindungen, Datenlöschung und die Identifizierung von Kennungen wie der MAC-Adresse des Geräts. Letztlich sei sogar möglich, das Gerät vollständig funktionsunfähig zu machen.

CVE-2016-2035 als zweite Sicherheitslücke ist in LGs Ausführung des WAP-Push-Protokolls begründet. Dieses Protokoll dient zum Senden von URLs mit Textnachrichten an mobile Geräte. Durch die LG-Implementation schlich sich jedoch eine SQL-Lücke ein. Ein Angreifer könnte daher eine SMS schicken und in der Folge auf dem Gerät gespeicherte Nachrichten betrachten, verändern oder löschen. Nach Kompromittierung des Geräts auf diese Weise wären außerdem Phishing-Angriffe auf weitere lukrative Ziele möglich.

Die Sicherheitsfirma Check Point hat LG vor der öffentlichen Enthüllung vertraulich über die Schwachstellen informiert. Patches sind inzwischen verfügbar, um ihre Ausnutzung zu verhindern.

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Tags :Quellen:ZDNet.comVia:Mit Material von Bernd Kling, ZDNet.de

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