Eye-Plug soll Smartphone-Kameras 3D-fähig machen

(Screenshot: NetMediaEurope)

Mit dem Gadget Eye-Plug sollen auch mit Smartphones 3D-Aufnahmen möglich sein. Teuer ist das nicht, aber leider nur mit neueren Mobilgeräten möglich.

Für 3D-Aufnahmen braucht man zwei Kameras, die knapp sieben Zentimeter voneinander entfernt sind. Das ist in etwa der durchschnittliche Augenabstand beim Menschen. Smartphones werden diesen Anforderungen nicht gerecht. Mithilfe eines Gadgets könnte es aber trotzdem möglich sein, 3D-Aufnahmen mit dem Smartphone zu erstellen.

Der sogenannte Eye-Plug scheint ein solches Gadget zu sein. Die Bezeichnung des Smartphone-Zubehörs verrät bereits das Funktionsprinzip: Ein Kameramodul, das als zweites Auge dem Mobilgerät dient, wird in einen Anschluss des Smartphones gesteckt. Leider funktioniert das nicht mit einem beliebigen Anschluss, sondern ausschließlich mit dem neuen USB-C. Den Standard unterstützen leider nur neuere Smartphones.

Wer ein entsprechendes Android-Gerät hat, kann mit dem Eye-Plug also stereoskopische Aufnahmen erstellen, die dann beispielsweise mit einer Google Cardboard betrachtet werden können. Da es bei USB-C egal ist, wie herum man das Gerät ansteckt, können übrigens auch 3D-Selfies gemacht werden. Bei einem Kostenpunkt von lediglich 35 Dollar (rund 32 Euro) stellt sich aber grundsätzlich die Frage, ob das wirklich wie vorgesehen klappt.

Offenbar schon. Bei Engadget heißt es, nachdem man den Eye-Plug auf der Computex ausprobierte, das Ergebnis sei „absolut akzeptabel“ für einen 3D-Blick mit Googles Cardboard. Dabei muss aber auch erwähnt werden, dass die Bildauflösung des Eye-Plugs womöglich nicht derjenigen entspricht, die eigentlich mit der Hauptkamera des jeweiligen Smartphones möglich ist. Zur Auflösung des Eye-Plugs wurden bislang keine näheren Angaben gemacht.

Neben 3D-Aufnahmen sind mit der zweiten Kamera auch andere Funktionen möglich. So kann mitunter der Fokus nachträglich verändert werden. Bislang handelt es sich bei dem Eye-Plug aber ohnehin nur um einen Prototypen. Eine größere Produktion wird im Laufe des Jahres erwartet.

Tags :Via:Tyler Lee, Übergizmo.com
  1. Ist ja eine nette Idee, aber die Farbwerte (& die anderen Bildwerte) der beiden Kameras stimmen nicht überein. Der Endkunde wird hier sicherlich nicht Stundenlang die einzelnen Bilder vergleichen und identische Bilder bekommen…

    Kopfschmerzen – wir kommen.
    Augenarzt – Ich glaub ich seh unterschiedlich, muss ich evtl sogar zum Neurologen?
    3D – ist ohnehin kein Trend mehr…

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