Volkswagen erwägt Uber-Konkurrent mit Luxus-Fahrzeugen

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Ein Grund für den schnellen Erfolg von Uber war, dass quasi jeder der einen Führerschein und ein Auto besitzt, ein Uber-Fahrer sein kann.  Im Gegensatz zum Taxi gab es damit aber auch keinen Standard dafür, was für ein Fahrzeug man als Kunde bekommt. Mit Glück wurde man mit einem neuen Wagen kutschiert, wer Pech hatte, musste in eine Rostlaube einsteigen.

Volkswagen sieht darin offenbar ein neues Geschäftsmodell. Es soll überlegen, einen Uber-Konkurrent mit Luxus-Karossen zu starten. Der Dienst wäre dann natürlich etwas teurer, aber man würde dafür wohl auch garantiert mit neueren Audis oder einem Porsche von A nach B befördert.

Volkswagen hatte erst kürzlich bekannt gegeben, 300 Millionen in das israelische Start-up Gett zu investieren, das eine App anbietet, über die Kunden Taxis zum Festpreis buchen können. In einer Pressemitteilung dazu heißt es auch, das Unternehmen habe „Pläne für einen besonderen Chauffeur-Service“, was danach klingt, als arbeite es an einem High-End-Uber-Konkurrenten.

“The Volkswagen Group plans to offer attractive terms on Volkswagen automobiles for Gett drivers. Special package offers will conveniently pool various costs such as purchase or finance as well as the necessary insurance and servicing. Alongside brands such as Volkswagen, ŠKODA and SEAT, a special chauffeur service featuring premium brands, such as Audi and Porsche, is also being considered.”

Die EU-Kommission hat sich erst kürzlich gegen ein vollständiges Verbot von Sharing-Diensten wie Uber oder auch Airbnb ausgesprochen. Von Mitgliedsstaaten veranlasste Einschränkungen sollen demnach angemessen sein und dem öffentlichen Interesse entsprechen.

Unternehmen der Sharing-Economy sehen sich in europäischen Städten einschränkenden Maßnahmen bis hin zu vollständigen Verboten ausgesetzt, nachdem die Vertreter etablierter Branchen sich lautstark über unfairen Wettbewerb beschwerten. So trat in Berlin beispielsweise ein Zweckentfremdungsgesetz in Kraft, das die kurzfristige Vermietung von Ferienwohnungen an Touristen untersagt und damit insbesondere Anbieter trifft, die ihre Wohnungen über Airbnb anbieten.

Schon im letzten Jahr trat Uber den Rückzug aus Deutschland an und stellte seinen Dienst in mehreren Großstädten offiziell ein. „Wir mussten erkennen, wie aufwendig es unter den gegenwärtigen Rahmenbedingungen in manchen Städten ist, ein Produkt zu entwickeln, das unserem Anspruch gerecht wird“, erklärte Deutschlandchef Christian Freese dazu. „Insbesondere die Unsicherheiten und Ermessensspielräume auf lokaler Ebene haben wir unterschätzt.“

Tags :Quellen:Bild: Sabuhi Novruzov/Shutterstock.com, Quelle: Volkswagen, Mit Material von Bernd Kling, ZDNet.deVia:Ubergizmo

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