Google-Gründer Larry Page treibt Entwicklung fliegender Autos voran

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Vor sechs Jahren wurde das Start-up Zee.Aero gegründet, das an fliegenden Autos arbeitet. Seinen Sitz hat das Unternehmen seit drei Jahren direkt neben Googles Hauptquartier. Eine Zugehörigkeit zum Internetkonzern wurde aber stets bestritten, was allerdings seltsam erschien, da Google den größten Teil des Landes in der Region kontrolliert. 

Wie sich nun herausstellte, hat das Start-up tatsächlich nichts mit Google am Hut, sondern ist eine private Investition des Google-Gründers Larry Page. Er soll es seit den Anfängen finanziert haben. Laut Quellen, die mit der Sache vertraut sind, soll Page inzwischen gut 100 Millionen Dollar in die Entwicklung der fliegenden Autos gesteckt haben. Das berichtet Bloomberg.

Anfangs soll Page in dem 30.000 Quadratmeter großen, zweistöckigen, weißen Büro-Gebäude von Zee.Aero selbst noch einen kompletten Stock für sich beansprucht haben. Dieser war mit Schlafzimmer, Bad, teuren Gemälden, einem Laufband, einer Kletterwand und einer der ersten Motoren der SpaceX-Rakten ausgestattet. Um das Ganze geheim zu halten, wurde Page namentlich nie erwähnt. Es wurde stets der Deckname „GUS“, der für „guy upstairs“ stehen soll, verwendet.

Ein Patentantrag von Zee-Aero aus dem Jahr 2012 zeigt das Konzept hinter den fliegenden Autos. Es zeigt zwei Reihen nach unten weisender Propeller. Die Prototypen verfügen über nur einen Sitzplatz. Getestet werden sie auf einem Flugplatz, der etwa eine Fahrstunde von Googles Zentrale in Mountain View entfernt ist. Bei dem Unternehmen arbeiten frühere Angestellte von Boeing, NASA und SpaceX.

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2015 hat Page noch in ein weiters Unternehmen namens Kitty Hawk investiert, das an fliegenden Autos arbeitet. Über Kitty Hawk heißt es, sein Luftfahrzeug erinnere an „eine riesige Quadropter-Drohne“. Als Firma sei es aber kleiner als das 130 Mann starke Zee-Aero. Ein Teil der Belegschaft sei zuvor bei AeroVelo beschäftigt gewesen, das einen von Menschenkraft angetriebenen Hubschrauber entwickelte, der über eine Minute in der Luft blieb. Das Unternehmen wird geleitet von Sebastian Thrun, der das Forschungslabor Google X gründete und dort Googles Programm für selbstlenkende Autos anstieß.

Offen bleibt, ob Page in solche Techniken investiert, weil er sich hohen Return on Investment verspricht, oder aus persönlichem Interesse an dieser Fortbewegungsart. Pages geschätztes Privatvermögen beläuft sich auf etwa 30 Milliarden Dollar.

Bloomberg zitiert zu den Zukunftschancen fliegender Autos Mark Moore, einen Aeronautikspezialisten der NASA: „In den letzten fünf Jahren gab es gewaltige Fortschritte der zugrunde liegenden Technik. Was in den nächsten fünf bis zehn Jahren erscheint, wird unglaublich sein.“ Bedenken müsse man auch, dass selbstlenkende Luftfahrzeuge wesentlich leichter zu konzipieren seien als selbstlenkende Straßenfahrzeuge.

Tags :Quellen:Bloomberg, Bild: Zee-AeroVia:Mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de

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