Skandal: Alte Android-Smartwatches werden von Android Wear 2.0 ausgeschlossen

(Bild: Gizmodo)

Alt ist das Thema Smartwatches ja nicht gerade, erst recht nicht, wenn es um Android-Wehr geht. Doch schon setzt die Fragmentierung ein: Die Moto 360 und die LG G Watch werden kein Android Wear 2.0 mehr bekommen. Die Hersteller lassen die Kunden im Stich.

Moto 360

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Das Armband aus Leder

Wer die Smartwatch Moto 360 oder LG G Watch besitzt, muss sie jetzt zwar nicht wegwerfen, aber von Updates ist keine Rede mehr. Android Wear 2.0 gibt es nicht für diese Uhren, auch wenn Google nie Hardwareanforderungen öffentlich kommuniziert hat, die die Smartwatches für das Update mitbringen müssen.

Daher dürften viele Käufer der ersten Smartwatch-Generation hinsichtlich eines Updates auf Android Wear 2.0 leer ausgehen, das im vierten Quartal verfügbar werden soll. LG hatte bereits Ende Mai via Twitter angekündigt, dass man kein Update für die originale G Watch plane. Motorola erklärte vergangenen Freitag auf gleichem Wege: „Leider wird die Moto 360 der ersten Generation das neue Update 2.0 nicht erhalten.“ Dringende Sicherheitspatches will es aber weiter ausliefern.

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Angesichts Samsungs offensichtlichem Desinteresse an Android Wear sieht es auch für Besitzer einer Samsung Gear Live hinsichtlich eines Updates auf Android Wear 2.0 schlecht aus. Zwar hat Samsung kürzlich einen Bericht dementiert, es wende sich von Googles Android Wear ab, und weitere Unterstützung zugesagt. Doch außer der auf der Google I/O 2014 vorgestellten Gear Live bietet es bisher nur Smartwatches mit seinem hauseigenen Tizen OS an.

Aufgrund der relativ leistungsschwachen Hardware der ersten Moto 360 erscheint es logisch, dass dieses Modell kein Update auf die neue Android-Wear-Version erhalten wird. In der originalen LG G Watch kommt mit dem Snapdragon 400 jedoch derselbe Qualcomm-Chip zum Einsatz, der auch in neueren Wear-Uhren verbaut ist. Daher wäre die nötige Leistung in diesem Fall theoretisch vorhanden. Allerdings bringt Android Wear 2.0 auch viele Funktionen mit, die in der ersten Smartwatch-Generation noch nicht vorhandene Hardware-Komponenten wie ein WLAN- oder LTE-Modul erfordern.

Google hatte die kommende Version des Wearable-Betriebssystems vergangenen Monat auf seiner Entwicklerkonferenz I/O vorgestellt. Sie bringt unter anderem eine neue Benutzeroberfläche, eigenständige Anwendungen, sogenannte Komplikationen oder Widgets für Ziffernblätter, eine für Messaging optimierte Tastatur sowie Verbesserungen für Google Fit. Die Standalone-Apps können via Bluetooth, WLAN oder Mobilfunk direkt auf das Internet zugreifen und machen Wear-Smartwatches so unabhängiger von Smartphones. Tastatur- und Handschrifteingabe ergänzen die Spracherkennung.

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Tags :Quellen:Mit Material von Björn Greif, ZDNet.de

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