Google Street View: Indien verbietet Aufnahmen wegen Sicherheitsbedenken

Indien verbietet Google das Anfertigen von Aufnahmen für Street View (Bild: Google Maps)

Aufgrund von Sicherheitsbedenken untersagt die indische Regierung Google, Straßenbilder für den Dienst Street View anzufertigen. Indien befürchtet, die Bilder könnten zur Planung von Terroranschlägen genutzt werden und führt den Anschlag auf das Luxushotel Taj Mahal Palace in Mumbai von 2008 als Beispiel an. Damals seien die Täter mithilfe ähnlichen Datenmaterials vorgegangen.

Bereits 2011 hatte Google versucht, Street-View-Aufnahmen im südindischen Bangalore zu fotografieren. Die Polizei hatte das Auto gestoppt, woraufhin sich Google mit seinen Bemühungen zurückzog. Nach dem Beschluss der indischen Regierung vom vergangenen Freitag, wird Google in naher Zukunft auch über den offiziellen Weg keine Genehmigung für 360-Grad-Aufnahmen bekommen.

Im Nachbarland Bangladesh und auf der im Süden von Indien liegenden Insel Sri Lanka hatte Google bisher keine Probleme mit Street View. Andere Länder kritisieren, der Dienst verletze Persönlichkeitsrechte und erhöhe die Gefahr von Einbrüchen. In Deutschland gilt eine Kompromisslösung: Hierzulande darf Google Street-View-Aufnahmen anfertigen, muss Häuser jedoch auf Anfrage von Bewohnern verschleiern.

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Tags :Quellen:HandelsblattVia:Engadget

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