Bolivien will Bill Gates‘ Hühner nicht

(Foto: Shutterstock)

Microsoft-Gründer Bill Gates ist nicht nur der reichste Menschen dieses Planeten, er ist auch ein großzügiger Philanthrop. Doch nicht immer kommen seine Wohltätigkeitsaktionen auch gut an. So will Bolivien tausende Hühner, die Gates dem südamerikanischen Land schenken will, nicht haben.

Im Rahmen einer Aktion, die verarmte Länder unterstützen soll, wollte Gates mit seiner Stiftung rund 100.000 Hühner verteilen. Auch Bolivien sollte davon profitieren. Die linke Regierung des Landes hat das Angebot jedoch abgelehnt – und als „beleidigend“ bezeichnet.

Gates kenne die Realitäten im Land nicht, ereiferte sich der bolivianische Landwirtschaftsminister César Cocarico. Vielmehr glaube der Milliardär offenbar, Bolivien wisse nicht, wie es Lebensmittel produzieren könne. Das Land produziere selbst jährlich allerdings rund 200 Millionen Hühner und sei in der Lage, 36 Millionen Tiere zu exportieren. „Wir haben noch unsere Würde“, so der Minister.

Gates hatte sein Programm „Coop Dreams“ Anfang dieses Monats verkündet und sich dafür mit Heifer International zusammengetan, einer Wohltätigkeitsorganisation, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Nutztiere zu verteilen und Menschen in der Landwirtschaft auszubilden.

Foto: Frederic Legrand – COMEO / Shutterstock.com

Tags :Via:ubergizmo.com
  1. Zu spät, Bolivien. Ein kostenloses Microsoft-Angebot kann man nicht einfach so ablehnen. Mittlerweile wurden die Hühner schon vom Frachtflugzeug Wingdows10Fed.exe in eurem Frachtterminal runtergeladen. Da hilft jetzt nur noch ein Eingriff in die Registry. Dazu muss der Registry-Schlüssel DisableAVESUpgrade in HKEY_LOCAL_LANDMACHINE \ EGGWARE \ Policies \ Microsoft \ Chickens \ ChickensUpdate angelegt und auf 1 gesetzt werden.

    1. Aber wozu runterladen?
      Die Hühner könnte man in niedriger Flughöhe aus dem Flieger auswerfen, und fliegen lassen…
      Unbeachtet der Zoll-veterinärischen Vorschriften.

      Rechnen kann Gates gut.
      Den Hühnerzucht ist die lukrativste Tierzucht, bei minimalen Kapitalbedarf.
      Aber diese gute Idee von Gates lässt sich noch übertreffen: mit Insektenzucht!
      https://www.google.de/search?site=imghp&tbm=isch&source=hp&biw=1193&bih=704&q=insektenzucht

      Das könnte aber die Würde der Wurmspenden- Empfänger noch stärker beleidigen…

  2. PS: Bolivien ist vielleicht in der Lage 36 Millionen Hühner zu exportieren (um $$$ Devisen zu erhalten), aber in Bolivien gibt es bestimmt arme, ggf. hungernde Bauern, die für sich keine Zuchthühner kaufen können! Die wären über Hühner Sachspenden dankbar.
    Auch u.a. in der DDR war es ähnlich: Besten Produkte der exDDR, z.B.: (Braune Ware = „Bruns“ oder Weiße Ware = „Privileg“ oder Textilien gingen meistens an die Versandhäuser in Westdeutschland, gegen DM & $ Devisen. Die DDR Bevölkerung kam an solche Waren kaum dran…

    1. Hab mir auch gedacht, dass von den Millionen hühnern Boliviens ein Teil der Bevölkerung nichts sieht bzw. hat und froh wäre über die Aktion von Gates. Solche Politiker wünscht man keinem Land…

      1. Die Reaktion der bolivianischen Politiker darf man aber nicht verteufeln, den es ist viel kompliziert:
        Bolivien und fast alle südamerikanische Statten wurden durch USA viele Jahrzehnte ausgebeutet, unterdrückt, und durch CIA wurden dort Bürgerkriege generiert, um nicht USA willige Regierungen zu stürzen. USA hat also auch in südamerikanische Statten viel Leid und Nachteile verursacht. Das führt dazu das man auch dort, der USA nicht gutes nachsagt. Und das zu Recht!
        Und das müssen südamerikanische Politiker dem einfachen (oft nicht gebildeten) Volk plausibel zu vermitteln.
        Wenn südamerikanische Politiker jetzt von einen Amerikaner (Gates) Almosen- Geschenke (Hühner) annehmen würde, würde es die offizielle Staatslinie unglaubwürdig machen, und es untergraben.
        Daher müssen südamerikanische Politiker genau abwägen, ob Hühner in Gegenwert von vielleicht 3000 $, die Regierungslinie untergraben dürfen.
        Es stehen also höhere politische Werte auf dem Spiel, auch wenn Gates es gut meint, und einige arme Bolivianer die Hühner brauchen könnten.
        Würde die Hühner- Spende von China oder Russland angeboten, dürfte es anders bewertet werden.

        1. Wenn B.G. etwas gut meinen würde, hätte er Windows nicht auf die Menschheit losgelassen ;-)
          PS. Als das Imperium den Wirbelsturm Katrina in New Orleans zur Katastrophe mit nationalem Notstand hat werden lassen, hat Fidel C. aus C. eine Kuh angeboten. Wurde damals von der us-Regierung abgelehnt.

  3. Bolivien hat aber bei Lithium- Erz Gewinnung großes Potential.
    Besonders wenn Bolivien es schafft nicht nur den Erz zu exportieren, sondern es selbst zu veredeln, oder noch besser fertige Produkte wie Auto- Akkus herzustellen zu exportieren.
    Lithium ist für Akkus von Elektrofahrzeugen alles Art zu Zeit unersetzlich.

    USA hat aber viel dagegen, und bedrängt Bolivien an diesen Ziel.
    USA hätte gerne, das USA Firmen in Bolivien die Lithiumvorkommen ausbeuten, und fast den gesamten Profit dem bolivianischen Volk stehenden können. USA hat eben nuch koloniale Imperialisten Mentalität…

  4. Sehr interessanter Artikel. Hoffe Sie veröffentlichen in regelmäßigen Abständen solche Artikel dann haben Sie eine Stammleserin gewonnen. Bill Gates ist und bleibt ein erfolgreicher Geschäftsmann. Vielen Dank für die tollen Informationen.

    Gruß Anna

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