Was Donald Trump mit einem Emoji zu tun hat

Donald Trump

Wie am 17. Juni bekannt wurde, verhinderten vor allem Apple und Microsoft die Aufnahme eines Gewehr-Emojis in die Unicode-Sammlung. Fast jeder verwendet täglich irgendein Emoji. Spätestens mit der Aufnahme in die weltweit einheitliche Kodierung 2010 haben sich die kleinen Bildchen durchgesetzt und sind mittlerweile fester Bestandteil der digitalen Popkultur.

Demnächst wird die neunte Version des Unicode-Zeichensatzes veröffentlicht, und eigentlich sollte das sogenannte Rifle Emoji Teil davon werden. Im Unicode-Konsortium sitzen jedoch mächtige Internet-Konzerne. Und die waren vor allem in den letzten Jahren gezwungen, politischer zu werden, als ihnen eigentlich lieb ist. Neben Apple und Microsoft sitzen u. a. auch Google, Facebook und Yahoo im Konsortium.

Und nicht nur der aufgeklärte Teil der Menschheit hat ein Problem mit dem designierten republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump. Apple ist mittlerweile zu einer Speerspitze gegen staatliche Überwachung geworden – sicherlich nicht nur aus ethischen Gründen. Trump hingegen forderte schon zum Apple-Boykott auf, um den Mega-Konzern bei der Entschlüsselung des iPhones eines Attentäters unter Druck zu setzen. Und erst gestern wurde z. B. bekannt, dass Apple nicht wie üblich den Parteitag der Republikaner mit Equipment versorgen wird.

So ist es kaum verwunderlich, dass sich bei der vierteljährlichen Unicode-Versammlung insbesondere Apple vehement für die Streichung des Gewehr Emojis eingesetzt haben soll. Ein Grund soll gewesen sein, dass es sich bei dem abgebildeten Gewehr um ein M-16 handelt, mit dem erst kürzlich in Orlando 49 Menschen erschossen wurden. Trump hatte für das Ereignis kaum mehr als ein „Hab ichs euch doch gesagt“ übrig und behauptete, die Club-Besucher hätten selbst bewaffnet sein müssen.

 

Tags :Quellen:Buzzfeed

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