BMW will ausrangierte i3-Autobatterien als Heim-Stromspeicher wiederverwenden

Bild: BMW Beck-Heimspeicher

Elektrisch betriebene Autos kommen mit großen Lithium-Ion-Batterien mit hohen Speicherkapazitäten, um die Fahrzeuge auch über längere Strecken mit Strom zu versorgen. Die Akkus haben allerdings nur eine begrenzte Lebensdauer und müssen irgendwann ausgetauscht werden. Das heißt aber nicht, dass sie sofort recycelt werden müssen, sobald sie nicht mehr für den Einsatz im Elektrofahrzeug geeignet sind. BMW hat nun angekündigt, ausrangierte Autobatterien des i3 zu Heim-Stromspeicher für seine Kunden umzufunktionieren.

Sein Vorhaben hat BMW auf der Konferenz Electric Vehicle Symposium & Exhibition in Montreal angekündigt. Die ausgedienten i3-Batterien will der Autobauer für die Heim- sowie kommerzielle Nutzung umrüsten.

Dazu kooperiert das Unternehmen mit Beck Automation. Diese entwickeln ein Lademodul, in das die Autobatterie nach dem Austausch gesteckt werden kann, um als Stromspeicher zu dienen. Änderungen an der Batterie seien dafür nicht nötig.

Die Batterien könnten dann etwa dazu verwendet werden, um gewonnene Solarenergie zu speichern, sofern eine Anlage vorhanden ist, oder Strom stets zu günstigen Zeiten zu beziehen, um Geld zu sparen.

Aktuell ist der BMW i3 aber noch nicht lange genug auf dem Markt, dass Akkus bereits jetzt ausgetauscht werden müssten. Die Zeit wird aber kommen. BMW will im Jahr 2017 eine erste Testphase in den USA starten und das Programm später auf weitere Märkte ausweiten.

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Tags :Quellen:MashableVia:Ubergizmo
  1. Das fahren mit E-Auto ist immer noch viel teurer als mit einem Benziner-Auto. (Trotz nicht anfallenden Sprit- Steuern und weniger Wartung)
    Der immer noch extrem teuren Akkus machen es so teuer!
    Viele der E-Auto Akkus haben nur ca. 500 bis 800 Ladezyklen.
    Danach werden die in der Regel erneuert.
    Das was bei Verbrennungsmotor eingespart wird, frisst der Akku- Verschleiß auf!

    Kalkulations- Beispiel:
    Neuer Akku kostet 20 000 €, geteilt durch 700 Ladezyklen, ergibt 28 € pro Ladezyklus.
    Wenn ein Ladezyklus Energie für ca. 200 km weit zu fahren liefert, sind es 14 € pro 100 km. (Teurer als mit Benzin!!!)
    Auch der Wiederverkaufswert der E- Autos ist schlechter gegenüber Benziner.

    Damit E-Auto wirtschaftlich interessant wird, müssen die Akkupreise wesentlich günstiger werden, oder die Akkus müssen mehrere Tausend Ladezyklen liefern!
    Bis dahin bleibt es Spielzeug für Öko- Fanatiker, die Geld verbrennen.

    1. Die Rechnung passt ja vorne und hinten nicht.
      Einige Beispiele:
      . zumindest BMW garantiert ja auch nach 7 Jahren noch eine Mindest-Kapazität. Bei Renault wird der Speicher gemietet…
      – der Austausch der Batterie eines BMW I3 kostetet 7-8t€ (bereits der neue Speicher mit 94Ah-Zellen)
      – KFZ-Steuern und Versicherung fehlen
      – der Stromverbrauch fehlt
      – Wartungskosten fehlen (Vorteil BWVM: kein Ölwechsel, kein Zündkerzenwechsel, kein Zahnriemenwechsel, kein Luftfilter)
      – Reperaturkosten fehlen: Verbrennermotoren sind anfällig, Diesel mittlerweile auch und dazu auf Dauer auch noch teuer. Der BEV hat kaum Bremsenverschleiß
      – der Wiederverkaufswert is aktuell tatsächlich besser und nicht schlechter als bei klassichen Verbrennern. Das mag aber auch daran liegen, dass das Angebot an gebrauchten recht dünn ist.

      Meine Rechnung ergibt daher eine Armotisationszeit von 5-8 Jahren und das ohne staatliche Förderung.

      Richtig ist aber, dass diese Zeit nur stimmt, wenn man genügend fährt, aber nicht dauernd lange Strecken überwinden muss. Wer nur 8km zur Arbeit fährt, der wird durch die Einsparungen die Mehrkosten nicht bezahlen können.

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