iPhone-Patentklage in China: Kläger ist kaputt

iPhone 6 (Bild: Übergizmo)

Aufatmen bei Apple. Das Unternehmen Shenzhen Baili Marketing Service, das hatte Apple in China erfolgreich wegen angeblicher Patentverstöße verklagt hat, ist pleite.

Apple iPhone 6S und iPhone 6S Plus - Die besten Bilder

Bild 1 von 24

APPLE iPhone 6S und 6S Plus (Bild: Übergizmo)

Nach einem Bericht des Wall Street Journal überwiegen die Schulden des Unternehmens sowie des Mutterunternehmens Digione die vorhandenen Vermögenswerte. Ein Insolvenzgrund erster Güte.

In Peking verhängte trotzdem ein Gericht ein Verkaufsverbot gegen Apples iPhone 6. Die Umsetzung ist aufgrund einer Beschwerde von Apple derzeit ausgesetzt und wie es aussieht, wird das Verfahren bald gegenstandslos sein.

Lies auch: Apple will angeblich in China lieb Kind machen

Dem Bericht zufolge wirft Baili Apple vor, das Design des iPhone 6 von seinem Smartphone 100C kopiert zu haben. Seine Patentklage reichte es im Dezember 2014 ein. Zu dem Zeitpunkt gehörte unter anderem der chinesische Internetkonzern Baidu zu den Geldgebern von Baili.

Die Mutter Digione habe noch vor Bekanntwerden des Urteils ihren Geschäftsbetrieb eingestellt. Ehemalige Mitarbeiter und Investoren hätten schlechte Produkte, Missmanagement und den harten Wettbewerb als Gründe für den Zusammenbruch genannt. Baidu werfe Digione inzwischen vor, die zur Verfügung gestellten Gelder verschleudert zu haben.

Laut den Recherchen des WSJ sind weder Baili noch Digione telefonisch zu erreichen. Auch die Website von Baili ist offline. An insgesamt drei registrierten Adressen fanden sich zudem keine Spuren der beiden Unternehmen.

Andy Yang, Anwalt von Baili, erklärte auf Nachfrage des WSJ, das Unternehmen sei weiterhin aktiv und werde seinen Kampf gegen Apple fortsetzen. Man denke sogar darüber nach, die Klage auf die aktuellen Modelle iPhone 6S und iPhone 6S Plus auszuweiten.

Das fragliche Patent wurde Baili im März 2014 gewährt. Es beschreibt ein Smartphone mit abgerundeten Kanten und einer rückwärtigen Kamera in der linken oberen Ecke. Das WSJ weist darauf hin, dass zu dem Zeitpunkt bereits Bilder im Umlauf waren, die das Design des zu dem Zeitpunkt unveröffentlichten iPhone 6 zeigen sollten. In Sozialen Medien sei Digione Ende 2014 sogar vorgeworfen worden, es habe Apple kopiert, was Mitarbeiter des Unternehmens und auch dessen CEO dementierten.

Tipp: Wie gut kennst Du Apple? Überprüfe Dein Wissen – mit 15 Fragen auf silicon.de.

Tags :Quellen:News.comVia:Mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de
  1. Der Konkursverwalter könnte jederzeit die Patentansprüche gegen Apple selbst weiter verfolgen.
    Oder, der Konkursverwalter könnte jederzeit die Patentansprüche gegen Apple, an Firmen sie sich auf Verwertung von Patentrechten spezialisiert haben verkaufen…
    Gute Konkursverwalter machen so etwas, um mehr Geld für die Gläubiger herauszuholen…

    Vorausgesetzt die Patentansprüche haben eine gewisse Aussicht auf Erfolg.
    Aber auch wenn dadurch nur der iPhone- Vertrieb in China gebremst / verzögert werden könnte, ist es Basis für einen lukrativen Vergleich…

    China sollte aber im eigenen Interesse, alle USA Produkte mit NSA- Backdoors im eigenen Land verbieten.
    Auch alle USA Produkte die sich bei Update mit NSA- Backdoors erweitern lassen.
    Das gilt auch für Europa, Russland, und weitere Staaten.

    1. Migga kann wohl den Inhalten hier nicht folgen…
      Wenn der was etwas beanstanden will, dann soll er es auch begründen (können)!
      Aber dafür fehlt dem wohl Intellekt…
      Wohl zu lange sein iPhone gequält und Mainstream- Medien geglotzt?
      Dem Schreib- Stil nach, könnte es unser Apfel- Marco sein?

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising