OnePlus 3 im Hands-On: Unser erster Eindruck des günstigen Top-Smartphones

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Das OnePlus 3 kostet gerade einmal 399 Euro und bietet für diesen Preis eine Ausstattung, die man bei anderen Herstellern mit der Lupe suchen kann. Wir haben das Gerät in die Hände bekommen und verraten euch unseren ersten Eindruck.

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Hier unser Hands-On-Video zum OnePlus 3:

Display

Das OnePlus 3 verfügt über ein großes AMOLED-Display mit einer Diagonale von 5,5 Zoll. Die Auflösung beträgt Full-HD – sprich 1920 mal 1080 Pixel. Das entspricht einer Pixeldichte von 401 ppi, die für den Alltag vollkommen ausreichend ist.

Wer sich aber zu der Gruppe von Hardcore-Nutzern zählt, die gerne Games oder Videos in Virtual-Reality konsumieren möchten, für die könnte die Auflösung dennoch etwas zu gering und das OnePlus 3 nicht so gut geeignet wie Smartphones der Konkurrenz sein.

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Das Samsung Galaxy S7, LG G5 und HTC 10 kommen zum Beispiel allesamt mit einer QHD-Auflösung von 2560 mal 1440 Pixel. Und auch bei dieser Auflösung sieht man bei der Nutzung der Geräte als Display für Virtual-Reality-Brillen noch die Pixel.

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Abgesehen davon, macht der Bildschirm des OnePlus 3 aber einen guten ersten Eindruck. Er hat dank OLED-Technolgie sehr gute Schwarzwerte und macht auch sonst in Sachen Blickwinkelstabilität, Farben und Helligkeit eine sehr gut Figur. Die Anzeige ist auch mit Gorilla Glass 4 vor Kratzern geschützt und bietet eine polarisierende Doppelschicht, die die Ablesbarkeit bei strahlendem Sonnenschein verbessern soll.

Hardware

Eine Besonderheit des OnePlus 3 ist für diesen Preis, dass es wie die deutlich teureren Flaggschiffe von LG oder HTC mit Qualcomms aktuellem High-End-Prozessor Snapdragon 820 bestückt ist und sogar noch einen größeren Arbeitsspeicher bietet als die Konkurrenten.

Die Entwickler haben dem Gerät satte 6 GByte LPDDR4-RAM spendiert. Uns ist bisher nur ein weiteres Gerät von Asus, das ZenFone 3 Deluxe, mit einem derartigen großen RAM bekannt. Dank dieser Top-Hardware ist das OnePlus 3 in Sachen Performance absolute Spitze.

Ein Nachteil ist dafür allerdings, dass es keinen microSD-Kartenslot bietet. Immerhin hat OnePlus dem Smartphone einen 64 GByte großen internen Speicher verpasst, der euch zumindest für eine längere Zeit für Fotos, Videos, Spiele und Apps ausreichen dürfte.

Akku

Die Stromversorgung übernimmt beim OnePlus 3 ein 3.000-mAh-Akku, der laut Herstellerangaben mindestens einen ganzen Tag lang durchhalten soll. Zur Akkulaufzeit können wir euch leider erst genaueres sagen, wenn wir das Gerät länger getestet haben.

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Geladen wird via USB-Type-C. Das hat den Vorteil, dass ihr keine Fummelei mit dem Kabel habt und für die Zukunft gerüstet seid. Außerdem ermöglicht der Anschluss in Kombination mit der Dash-Charge-Technologie von OnePlus (5V, 4A) ein sehr schnelles Laden des Akkus. Er soll innerhalb von 30 Minuten zu 63 Prozent befüllt sein.

Kamera

Für Fotos und Videos steht in der Rückseite eine 16-Megapixel-Kamera mit einem Sony-IMX-298-Sensor, einer F2.0-Blende und einem schnellen Phasenautofokus zur Verfügung. Die ersten Testaufnahmen konnten überzeugen, aber die Blende ist hier leider nicht so lichtstark wie bei einem Galaxy S7 oder LG G5. Wir hatten bislang keine Möglichkeit für einen direkten Vergleich, aber bei schlechteren Lichtbedingungen wird das OnePlus 3 ziemlich sicher schlechter abschneiden.

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Für scharfe Aufnahmen ist aber gesorgt. Das OnePlus 3 kommt mit einer Kombination aus optischer und elektronischer Bildstabilisierung. Die Kamera unterstützt weiterhin die Aufnahme von 4K-Videos mit 30 Frames pro Sekunde sowie Zeitlupe mit 720p.

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Über die Kamera-App lassen sich erfreulicherweise Einstellungen wie ISO, Belichtungszeit oder Schärfe manuell anpassen und Bilder auf Wunsch auch im RAW-Format abspeichern. Erste Tests haben beeindruckt, aber keine so großartigen Ergebnisse geliefert, wie ihr sie mit einem LG G5 erzielen könnt.

Für Selfies und Videochats ist eine 8-Megapixel-Front-Kamera mit einem Sony-IMX179-Sensor, ebenfalls F2.0-Blende und elektronischen Bildstabilisator vorhanden. Die Bildqualität der Knipse ist okay, sie kommt aber beispielsweise nicht mit einem Weitwinkelobjektiv.

Fingerabdruckscanner & Co.

Zur weiteren Ausstattung zählt sich ein Fingerabdrucksensor im Home-Button, der das OnePlus 3 in unter 0,2 Sekunden aus dem Ruhemodus entsperren soll. Der aus Keramik gefertigte Sensor lernt aktiv dazu und verbessert seine Performance dynamisch weiter, sodass er euren Fingerabdruck mit der Zeit immer präziser erfasst.

Die Tasten zur Navigation sitzen direkt daneben. Es handelt sich hier also nicht um Soft-Keys die Platz auf dem Bildschirm beanspruchen.

Zur Kommunikation bietet das OnePlus 3 LTE Cat. 6, WLAN 802.11 a/b/g/n/ac, Bluetooth 4.2 und nun auch NFC. Zur Positionsbestimmung ist GPS und Glonass an Bord. Außerdem bietet es Dual-Nano-SIM-Support.

Als Betriebssystem kommt OxygenOS auf Basis von Android 6.0 Marshmallow zum Einsatz. Der OnePlus Launcher unterstützt Funktionen wie Double-Tap-to-Wake sowie Gesten zum Schnellstart der Kamera oder der Taschenlampe. Zudem könnt ihr zwischen Hardware- und On-Screen-Tasten zur Navigation wählen.

Design

Die zweite große Besonderheit des OnePlus 3 ist für seinen Preis das Design. Es verfügt nämlich nicht nur über eine Spitzenhardware, sondern auch ein hochwertiges Metall-Gehäuse. Die Optik erinnert an ein HTC One M9 oder M8 oder Huawei Mate S. Wir finden dies aber überhaupt nicht schlimm, denn die Geräte der beiden Hersteller sind wunderschön – wenn nicht sogar die schönsten am Markt.

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Das Gehäuse des OnePlus 3 wird auch ähnlich wie bei HTC aus einem Aluminiumblock gefräst und bietet daher auch eine sehr hohe Verarbeitungsqualität. Mit einer Bauhöhe von 7,35 Millimetern ist es auch äußerst dünn – deutlich dünner als das HTC 10. Das Gewicht ist mit 158 Gramm aufgrund des Unibody-Metall-Gehäuses im Normalbereich. In der Höhe und Breite misst das Gerät 152,7 mal 74,7 Millimeter.

Ein besonderes Feature ist der Alert Slider, der an der rechten Seite des Smartphones über den Lautstärketasten sitzt. Über den Schieberegler lassen sich die Einstellungen für die Benachrichtigungen anpassen, ohne den Bildschirm einschalten zu müssen. Ihr könnt die Optionen „alle Benachrichtigungen“, „nur priorisierte Benachrichtigungen“ oder „stumm auswählen“.

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Der Lautsprecher befindet sich wie inzwischen bei den meisten Smartphone-Flaggschiffen an der unteren Kante. Die Positionierung finden wir zwar nicht ganz optimal, weil man den Speaker gerne mal zuhält und natürlich auch kein echtes Stereo-Sound-Feeling aufkommt, aber man hat sich mittlerweile daran gewöhnt. An der unteren Seite findet sich außerdem noch ein Kopfhöreranschluss, den es ja beim iPhone 7 beispielsweise nicht mehr geben soll.

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Neben Graphit, das ihr auch in unserem Video seht, hat OnePlus mit Gold übrigens auch eine zweite Farbe angekündigt. Diese wird aber erst zu einem späteren Zeitpunkt erhältlich sein.

Fazit

Für einen Preis von 399 Euro ist das OnePlus eigentlich fast ausnahmslos zu empfehlen, wenn ihr euch nicht gerade zu den VR-Enthusiasten zählt und mit einer Full-HD-Auflösung bei 5,5 Zoll zufrieden seid. Auch auf einen microSD-Kartenslot, ein wasserfestes Gehäuse oder einen auswechselbaren Akku solltet ihr verzichten können. Abgesehen davon bietet das Gerät aber eine Ausstattung, die die der Flaggschiffe von Samsung, LG & Co. teilweise sogar noch übertrifft.

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  1. Hi,

    ich habe das handy erworben und finde , es hätte wie beim oneplus x , ruhig auch ein Radio haben können. Ansonsten bin ich noch am testen .

    oder gibt es eine UKW radio app??? die offline läuft?? danke hb

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