Android 7.0 Nougat: HTC 10, One M9 und A9 erhalten das Update

(Bild: HTC)

HTC hat via Twitter bestätigt, dass es sein aktuelles Flaggschiff HTC 10 sowie die im Jahr 2015 auf den Markt gebrachten Smartphones One M9 und A9 auf Googles kommende Betriebssystemversion Android 7.0 Nougat aktualisieren wird.

Nach einer ersten Ankündigung Mitte Mai hat HTC die ersten drei Kandidaten für das Update auf Android 7.0 Nougat, dessen Beinamen Google gestern offiziell bekannt gegeben hat, bestätigt. Eine Aktualisierung werden das aktuelle Flaggschiff HTC 10, das letztjährige Spitzenmodell One M9 sowie das in der oberen Mittelklasse angesiedelte One A9 erhalten.

Einen Zeitplan für die Auslieferung der Updates will HTC später im Jahr bekannt geben, wenn Google Android 7.0 an seine Partner ausliefert. Zugleich will es dann auch weitere Smartphone-Modelle nennen, die das Nougat-Upgrade erhalten werden.

Wie Dave Burk, Vice President of Engineering bei Google, auf der I/O erklärte, liegt der Fokus bei der Entwicklung des neuen Mobilbetriebssystem auf Performance, Sicherheit und Produktivität. Mit Daydream bringt es außerdem einen Virtual-Reality-Modus mit.

Die Produktivität von Android 7.0 Nougat will Google mithilfe neuer Multitasking-Funktionen steigern. Ein Doppelklick auf den Button für die kürzlich benutzten Apps startet eine Quick Switch genannte Funktion, die einen schnellen Wechsel zwischen geöffneten Apps erlaubt. Dank der schon mit der ersten Preview eingeführten Multi-Window-Funktion lassen sich zwei Fenster neben- oder übereinander anordnen. Nutzer können direkt auf Benachrichtigungen antworten, ohne die zugehörige App zu öffnen. Benachrichtigungen einer App, beispielsweise über den Eingang mehrerer E-Mails, lassen sich gruppieren. Eine Zwei-Finger-Geste hebt die Gruppierung wieder auf, um alle Nachrichten erneut einzeln anzuzeigen.

Google hat auch die mit Android 6.0 Marshmallow eingeführte Energiesparfunktion Doze überarbeitet. Sie soll den Stromverbrauch weiter senken, sobald der Bildschirm ausgeschaltet wird. Der Speicherverbrauch wurde ebenfalls optimiert. Für Apps lassen sich neuerdings drei bis fünf Verknüpfungen für einzelne Funktionen definieren, die im Launcher abgelegt werden. Sie sollen schnelleren Zugriff auf diese Funktionen erlauben.

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Zugleich markiert Nougat den Wechsel von Apache Harmony zu Oracles Java Development Kit (JDK). Entwicklern stehen dadurch verschiedene Funktionen von Java 8 zur Verfügung. Der neue Jack-Compiler erlaubt es, die Features auch für ältere Android-Versionen zu nutzen, bis hin zu Android 2.3.x Gingerbread. Die neue 3D Rendering API Vulkan gibt als Nachfolger der Grafikschnittstelle OpenGL Entwicklern Low-Level-Zugriff auf Grafik- und CPU-Hardware, wodurch sie die Leistung ihrer Anwendungen optimieren können.

Für mehr Sicherheit soll ein neuer Update-Prozess sorgen. Aktualisierungen werden künftig wie bei Chrome OS automatisch im Hintergrund installiert. Neu ist auch eine dateibasierte Verschlüsselung und eine optimierte Medienverarbeitung. Das modulare Konzept des Mediastack soll einen besseren Schutz vor Angriffen gewährleisten, wie sie durch die verbreiteten Stagefright-Lücken möglich wurden

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