Google nennt Android 7.0 „Nougat“

(Bild: Google)

Google hat sich für einen Namen für sein kommendes Betriebssystem Android 7.0 entschieden. Android N wird "Nougat" heißen. Das hat der Internetkonzern über Twitter bekannt gegeben.

Google hatte in diesem Jahr erstmals seine Community aufgefordert, Vorschläge für den Beinamen seiner Mitte Mai vorgestellten Android-Version mit dem Buchstaben N einzureichen. 

Die in Sozialen Netzen bevorzugte Süßigkeit Nutella ist es am Ende zwar nicht geworden, Nougat ist aber nahe dran. Vermutlich hat der Suchmaschinenbetreiber diesen Name gewählt, da es für Nutella die entsprechenden Rechte benötigt hätte.

In den Kommentaren auf Twitter löste die Ankündigung direkt die Spekulationen über die nächste Android-Version mit dem Buchstaben „O“ aus. Für Android 8.0 scheint aktuell Oreo, der Markenname der beliebten Kekssorte aus den USA, der Favorit zu sein.

Auf der I/O hatte Google eine erste Beta von Android 7.0 Nougat veröffentlicht. Zuvor hatte es zwei Preview-Versionen herausgegeben. Inzwischen sind zwei weitere Vorschauversionen erschienen. Die aktuelle Developer Preview 4 liegt für die Nexus-Geräte 5X, 6, 6P, 9 sowie Nexus Player, Pixel C, General Mobile 4G (Android One) und das Sony Xperia Z3 vor. Die Final von Nougat soll diesen Sommer erscheinen.

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Wie Dave Burk, Vice President of Engineering bei Google, auf der I/O erklärte, liegt der Fokus bei der Entwicklung des neuen Mobilbetriebssystem auf Performance, Sicherheit und Produktivität. Mit Daydream bringt es außerdem einen Virtual-Reality-Modus mit.

Die Produktivität von Android 7.0 Nougat will Google mithilfe neuer Multitasking-Funktionen steigern. Ein Doppelklick auf den Button für die kürzlich benutzten Apps startet eine Quick Switch genannte Funktion, die einen schnellen Wechsel zwischen geöffneten Apps erlaubt. Dank der schon mit der ersten Preview eingeführten Multi-Window-Funktion lassen sich zwei Fenster neben- oder übereinander anordnen. Nutzer können direkt auf Benachrichtigungen antworten, ohne die zugehörige App zu öffnen. Benachrichtigungen einer App, beispielsweise über den Eingang mehrerer E-Mails, lassen sich gruppieren. Eine Zwei-Finger-Geste hebt die Gruppierung wieder auf, um alle Nachrichten erneut einzeln anzuzeigen.

Google hat auch die mit Android 6.0 Marshmallow eingeführte Energiesparfunktion Doze überarbeitet. Sie soll den Stromverbrauch weiter senken, sobald der Bildschirm ausgeschaltet wird. Der Speicherverbrauch wurde ebenfalls optimiert. Für Apps lassen sich neuerdings drei bis fünf Verknüpfungen für einzelne Funktionen definieren, die im Launcher abgelegt werden. Sie sollen schnelleren Zugriff auf diese Funktionen erlauben.

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Zugleich markiert Nougat den Wechsel von Apache Harmony zu Oracles Java Development Kit (JDK). Entwicklern stehen dadurch verschiedene Funktionen von Java 8 zur Verfügung. Der neue Jack-Compiler erlaubt es, die Features auch für ältere Android-Versionen zu nutzen, bis hin zu Android 2.3.x Gingerbread. Die neue 3D Rendering API Vulkan gibt als Nachfolger der Grafikschnittstelle OpenGL Entwicklern Low-Level-Zugriff auf Grafik- und CPU-Hardware, wodurch sie die Leistung ihrer Anwendungen optimieren können.

Für mehr Sicherheit soll ein neuer Update-Prozess sorgen. Aktualisierungen werden künftig wie bei Chrome OS automatisch im Hintergrund installiert. Neu ist auch eine dateibasierte Verschlüsselung und eine optimierte Medienverarbeitung. Das modulare Konzept des Mediastack soll einen besseren Schutz vor Angriffen gewährleisten, wie sie durch die verbreiteten Stagefright-Lücken möglich wurden.

Tags :Quellen:GoogleVia:Mit Material von Björn Greif, ZDNet.de

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