3 Euro teures Android-Smartphone kommt in den Handel

Bild: ZDNet bei Youtube

Überschrift gelesen? 3 Euro? Smartphone? Ja. Da ist kein Scherz. In Indien verkauft das Unternehmen Ringing Bells ab kommender Woche ein solches Gerät. 200.000 Exemplare des Freedom 251 werden ab 6. Juli an Vorbesteller verschickt.

Nach einem Bericht des Indian Express wird das 3-Euro-Handy Freedom 251 für 251 Rupien oder umgerechnet 3,34 Euro verkauft. Es handelt sich um ein Gerät mit einem 4-Zoll-Bildschirm mit 960 x 540 Pixeln Auflösung. Der Prozessor arbeitet mit 1,3 GHz, das RAM ist 1 GByte groß und wird um 8 GByte Speicherplatz ergänzt. Gar nicht so schlecht.

Die Akkukapazität wird mit 1.800 mAh beziffert. Die rückseitige Kamera liefert Bilder mit 3,2 Megapixeln Auflösung. Das Freedom läuft unter Android 5.1 Lollipop. Die üblichen Google-Apps sind vorinstalliert.

Zum genannten Preis wird sich kaum ein Anwender über diese Ausstattung beschweren. Der Hersteller schreibt nach eigenen Angaben 140 bis 150 Rupien (2 Euro) Verlust pro Gerät. Der Preis liegt knapp unter dem von Trading Economics für Indien genannten durchschnittlichen Tagesverdienst von 272,19 Rupien.

Ringing Bells sieht das subventionierte Smartphone laut Gründer und CEO Mohit Goel als Chance, sich einen Namen zu machen und auch teurere Smartphones sowie einen 32-Zoll-Fernseher mit Gewinn zu verkaufen. Zudem drückt der CEO die Hoffnung aus, mit Premierminister Narendra Modi über das Gerät zu sprechen und die Regierung um Subventionen zu bitten. Schließlich sei es doch ein perfektes Beispiel für die Regierungsinitiative Make in India. Dann könnte man vielleicht auch die Komponentenproduktion nach Indien holen.

Schätzungen zufolge verfügen erst rund 30 Prozent der indischen Milliardenbevölkerung über ein Smartphone. Führend ist derzeit Samsung mit einem Anteil von 26,8 Prozent. 80 Prozent der in Indien verkauften Smartphones kosten umgerechnet unter 135 Euro. Als billigstes Modell galt bisher eines zum Preis von 14 Euro. Ein Antrag Apples, dort Gebrauchtgeräte zu verkaufen, um die Preise im Rahmen zu halten, aber die Marke nicht zu beschädigen, wurde nicht genehmigt.

Tipp: Bist Du ein Android-Kenner? Überprüfe Dein Wissen – mit 15 Fragen auf silicon.de

Tags :Quellen:ZDNet.comVia:Mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising