Icaros – Die VR-Flugmaschine (nochmal) ausprobiert

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Stell dir vor, du schwebst mit VR über den Wolken, fliegst nur durch Gewichtsverlagerung wilde Manöver und trainierst dabei noch deinen Körper. Das ist Icaros. Bereits vor über einem Jahr wagten wir uns auf den Icaros-Prototypen. Seit dem hat sich viel getan.

Icaros - Die VR-Flugmaschine ausprobiert

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Icaros - Der VR-Traum vom Fliegen

Unser Besuch vor einem Jahr bei Icaros in München öffnete uns die Augen: Durch die geschickte Kombination von VR und einer auf Achsen gelagerten Maschine, auf die man sich horizontal platziert, entsteht eine Illusion vom Fliegen, die vorher kaum denkbar war. Im Falle von Icaros sogar noch mit Trainingseffekt!

Lest für mehr Infos am besten unseren Artikel „ICAROS: WIR HABEN UNS AUF DIE FLUGMASCHINE GEWAGT“ und / oder schaut euch das dort entstandene Video an:

Icaros kostet 7.500 Euro

An dieser Stelle möchten wir in erster Linie auf die Neuerungen eingehen. Das wichtigste Vorweg: Diesmal lagen wir auf keinen Prototypen, sondern auf der finalen Version, die auch seit kurzem ausgeliefert wird.

Für einen Preis von 7.500 Euro erhält der Kunde das komplett montierte Gerät, die Steuerungseinheit und eine Gear VR. Hier kommen dann nochmal etwa 500 Euro für das Samsung Galaxy S6 / S7 hinzu.

Für 8.000 Euro werden sich wohl nur die allerwenigsten Icaros in den Keller stellen. Zumal momentan die damit nutzbaren VR-Games sehr limitiert sind. Icaros zielt auf Business-Lösungen. So steht Icaros bereits in vereinzelten Fitnessstudios. Aber für Events oder Show-Cases sind Einsätze nicht nur vorstellbar, sondern werden bereits aktiv umgesetzt.

Laut Icaros ist die Nachfrage hoch und wird derzeit nur von Fertigungstempo – gefertigt wird übrigens in Deutschland – limitiert.

Icaros „lite“ soll deutlich günstiger werden

Die gute Nachricht: Es soll auch eine deutlich günstigere Version für Privatpersonen kommen. Bis es allerdings soweit ist, muss noch viel Wasser die Isar runterfließen. Denn nicht nur die Fertigung und die verwendeten Materialien müssen deutlich günstiger werden. Auch das Software-Angebot wirkt noch etwas limitiert.

Dabei ist so gut wie alles möglich, Hauptsache man bewegt sich im dreidimensionalen Raum. Denkbar sind klassische Dock-Fight, gerne auch im Weltall, Unterwasser-Games, Superhelden-Stories, Feuerwehrflugzeuge im Einsatz gegen einen Waldbrand und so unendlich viel mehr. Richtig schön wären hier auch Multiplayer-Games.

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Gear VR statt Oculus Rift

Technisch hat sich seit unserem letzten Besuch einiges getan. So wurde das Gestell noch feiner austariert und es ist nun einfacher möglich, durch Gummibänder und einer Stellschraube sowohl das Neigen nach links und rechts, als auch das Kippen nach vorn und hinten zu begrenzen. Dadurch fühlt es sich auf Wunsch deutlich weniger gefährlich an als noch vor einem Jahr. So oder so: Laut Icaros ist noch nie jemand real abgestürzt – also vom Gerät gefallen.

Zweite technische Neuerung: Icaros setzt nun auf Samsungs Gear VR, statt vorher noch Oculus Rift. Das hat viele Vorteile, aber auch einen Nachteil. So kommt die Gear VR ohne externe Stromquelle, ohne Kabelsalat und ohne Hochleistungsrechner aus. Außerdem ist sie deutlich günstiger. Nachteil: Die VR-Games müssen entsprechend der limitierten Performance eines Samsung Galaxy S6 / S7 programmiert werden, fallen also weniger opulent als auf einer Oculus Rift aus.

Lagesensoren im Handteil

Beim Icaros-Prototypen sorgten die Lagesensoren eines am Gerät befestigten Smartphones für die Bestimmung im virtuellen Raum. Nun wird ein kleines Peripheriegerät am Handgriff befestigt. Dort befinden sich neben den nötigen Sensoren auch vier Knöpfe, um zum Beispiel die Geschwindigkeit zu regeln und zu schießen.

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Ja, schießen. In einem VR Game fliegen zwölf Drohnen über ein Gebirge und müssen ab geschossen werden. In einem zweiten Game müssen Ringe durchflogen werden, um Bestzeiten zu knacken. Beides funktioniert diesmal deutlich einfacher, als noch vor einem Jahr.

Von „Simulation“ zu „Arcade“

Man kann es sich in etwa so vorstellen, als ob man in einem Autorennspiel von „Simulation“ auf „Arcade“ gestellt hat. Auf Physikschnickschnack wie Schwerkraft oder Fliehkraft wurde konsequent verzichtet.

Verringert man die Geschwindigkeit auf Null, schwebt man im Raum. Das Gefühl, tatsächlich zu fliegen, leidet etwas darunter. Allerdings gelingt der Einstieg so deutlich einfacher und auch die Angst abzustürzen verschwindet schnell.

Icaros Fazit

Der zweite Eindruck bestätigt den ersten: Icaros ist toll! Es vermittelt ein so noch nie dagewesenes VR-Gefühl vom Fliegen und trainiert gleichzeitig den Körper. Dabei ist es sowohl einfacher, als auch sicherer geworden.

Wenn ihr die Gelegenheit habt, solltet ihr Icaros unbedingt mal ausprobieren. Die Gamescom wäre so eine Gelegenheit, dort sind die Macher von Icaros mit ihrer Flugmaschine vertreten.

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  1. Die Muskel- Belastung durch die Mechanik, müsste einstellbar sein.
    Dann wäre es vielleicht etwas für Fitnessstudios.
    Damit Training Spaß macht, und zum trainieren motiviert….

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