Test HP Deskjet 3720 – Der kleinste Multifunktionsdrucker

HP Deskjet 3720-14

Der HP Deskjet 3720 ist ein Multifunktionsdrucker - kann also drucken, scannen und kopieren. Trotzdem sind seine Maße extrem kompakt. Ob der HP Deskjet dennoch seine Leistung bringt, soll dieser Kurztest klären.

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HP Deskjet 3720 All-in-One Tintenstrahldrucker

Zugegeben: Ich bin kein Experte für Drucker. Und eigentlich wollte ich auch privat nie einen Drucker. Schließlich habe ich einen in der Arbeit, das muss reichen. Aber der HP Deskjet 3720 minimiert einen in meinen Augen entscheidenden Nachteil von Multifunktionsdruckern: Ihre Größe.

HP Deskjet 3720 – Der kleinste MFP

Der Deskjet 3720 von HP ist gerade einmal 40,3 x 17,5 x 14,1 Zentimeter groß. Das ist immer noch nicht wirklich „winzig“, aber irgendwo muss schließlich noch das DIN A4 Papier eingezogen, bedruckt und wieder ausgespuckt werden. HP selbst behauptet, mit dem Deskjet 3720 den kleinsten Multifunktionsdrucker (MFP) auf dem Markt zu haben.

Optisch passt der Deskjet 3720 dank seiner weiß-blauen Farbkombination eher ins Kinderzimmer, als ins Büro und unterstreicht so seinen vorgesehenes Einsatzgebiet als Consumer-Drucker. Weitere Farben sollen folgen. Die Verarbeitung macht auf dem ersten Blick einen guten Eindruck.

Beim ersten Start schaltet der Deskjet 3720 in den WiFi-Direct-Modus, baut also ein eigenes WLAN auf, in welches man sich einloggen kann, um den Drucker anzusteuern. Das funktionierte auf Anhieb. Trotzdem ist es wesentlich komfortabler, den Deskjet 3720 in das hauseigene WLAN einzubinden. Daraufhin können alle Geräte, die ebenfalls im WLAN sind, den Drucker nutzen.

Um den Drucker in das WLAN einzubinden, braucht man einen Windows- oder MacOS-Rechner und die entsprechende Software von der HP-Seite. Das ebenfalls nötige USB-Druckerkabel liegt dem Deskjet 3720 bei. Insgesamt ging die Installation schnell von der Hand, nach nur 10 Minuten war das Gerät im WLAN.

HP All-in-One Remote

Für mobile Endgeräte steht ein App zur Verfügung. Einmal installiert ist es mit der „HP All-in-One Remote“-App möglich, Dateien aus der Galerie auszudrucken. Außerdem können mit der Kamera Dokumente erfasst und nach automatischer Trapezkorrektur zum Drucker geschickt werden.

Aber auch außerhalb der App lassen sich Inhalte über die Exportieren-Schnittstelle drucken. Das funktionierte sowohl mit dem Web-Browser Chrome, als auch mit Google Drive und einigen weiteren Apps. Sowohl unter Android, als auch unter iOS gab es hier keine Probleme, alles wurde sofort erkannt.

Tatsächlich war dies ein Punkt, der mich sehr positiv überraschte. Schließlich hörte ich aus mehreren Lagern, dass Drucken von mobilen Endgeräten eher schlecht als recht funktioniere.

Weitere Apps

Wer Fotos direkt aus Facebook, Instagram und Flickr auf dem eigens dafür von HP bereit gestellten, selbstklebenden Fotopapier ausdrucken will, kann dafür die App HP Social Media Snapshots nutzen. Ein Dienst namens HP Printbot soll es Nutzern des Facebook Messengers im Zusammenspiel mit dem Deskjet 3720 ermöglichen, Inhalte direkt aus einer dort erfolgten Unterhaltung zu drucken. Der Printbot liefert außerdem Funktionen zum Installieren weiterer Drucker, zum erneuten Ausdrucken von Dokumenten aus der Druckhistorie, sowie zum Bestellen von Ersatzpatronen.

Kopieren kann der Deskjet 3720 natürlich auch.

Kopieren kann der Deskjet 3720 natürlich auch.

Die Druckqualität gibt HP mit 1.200 ppi an. Der Deskjet 3720 soll acht Seiten pro Minute in Schwarzweiß ausdrucken, in Farbe druckt er maximal 5,5 Seiten in der Minute. Kopiert werden können bis zu 4 Schwarzweiß- und 2,5 Farbseiten pro Minute. Die maximale Scanauflösung beträgt 600 mal 300 dpi.

Tinte vs. Laser

Bei den Deskjet 3720 handelt es sich um einen Tintenstrahldrucker. Das heißt, er ist mit seinen 79,99 Euro UVP deutlich günstiger als ein Farblaserdrucker. Dafür können die Patronen nach ein paar Wochen Untätigkeit eintrocknen und müssten im schlimmsten Fall gegen Neue gewechselt werden. Tintenstrahldrucker lohnen sich vor allem für Kunden, die regelmäßig wenig ausdrucken. Mehr Infos zu den Unterschieden zwischen Tintenstrahl- und Farblaserdrucker findest du zum Beispiel hier.

HP Instant Ink

Das All-in-One-Gerät unterstützt den Tintenlieferdienst HP Instant Ink. Dahinter steht das Konzept, dass Nutzer nicht mehr im Handel Patronen nachkaufen müssen. Stattdessen werden diese von den jeweiligen Druckern automatisch nachbestellt und von HP rechtzeitig geliefert.

Die Tintenpatronen des HP Deskjet 3720.

Die Tintenpatronen des HP Deskjet 3720.

Der Dienst kalkuliert mit einem bestimmten, zuvor festgelegten Druckvolumen pro Monat und nicht mit der Menge der verbrauchten Tinte. Daher ist er für Nutzer finanziell umso attraktiver, je mehr Fotos oder Farbseiten sie ausdrucken. Entsprechend ihres Druckvolumens können HP-Kunden zwischen drei Paketen mit 50, 100 oder 300 Seiten wählen. Pro Monat kosten diese pauschal 2,99, 4,99 oder 9,99 Euro.

HP Deskjet 3720 – Erster Eindruck

Wie bereits oben erwähnt: Ich bin kein Experte für Drucker und will es auch gar nicht sein. Drucker sind für mich kein Gadget, in das man sich verlieben kann. Für mich sollen sie möglichst unsichtbar ihren Dienst verrichten. Und genau das tut der Multifunktionsfarbtintenstrahldrucker (was für ein Wort!) HP Deskjet 3720.

Besonders beim Punkt „unsichtbar“ erhält er auf Grund seiner geringen Größe ein Extra-Sternchen. Die Installation war einfach und er versteht sich auch mit mobilen Android- und iOS-Geräten. Die Druckqualität und-geschwindigkeit ist für meine Bedürfnisse ausreichend. Wer einen kleinen Tintenstrahldrucker mit App-Anbindung sucht, sollte dem HP Deskjet 3720 eine Change geben.

 

 

 

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