Acer Switch Alpha 12 Test: Günstigere Surface-Pro-Alternative mit viel Power

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2-in-1-Geräte wie das Surface Pro 4 haben die Power eines Notebooks, sind aber in der Regel leichter, flexibler einsetzbar und für viele dadurch die besseren Begleiter für unterwegs. Microsofts Notebook-Tablet-Hybrid ist der Klassenprimus und dementsprechend teuer. Viele Hersteller haben das Konzept aber übernommen und bieten günstigere Alternativen an. Wir haben das  Acer Aspire Switch Alpha 12 mit Windows 10 getestet.

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Acer Switch Alpha 12

Hier unser ausführliches Test-Video zum Acer Switch Alpha 12

Preis – Deutlich günstiger als das Surface Pro 4

Das Acer Aspire Switch Alpha 12 wurde Ende April 2016 vorgestellt. Das 2-in-1-Gerät kann dank einer magnetischen Anstecktastatur wie Microsofts Surface sowohl als Tablet als auch als Notebook genutzt werden. Der Preis fällt aber deutlich günstiger aus.

Die Basiskonfiguration mit Core i5, 4 GByte RAM und 128 GByte Speicher ist bereits für 799 Euro erhältlich. Bei Microsoft starten die Preise erst ab 929 Euro. Eine entsprechend ähnlich ausgestattete Version des Surface Pro 4 mit i5 kostet bereits 1029 Euro.

Auch das Top-Modell von Acer mit Core-i7, 8 GByte RAM und 512 GByte SSD ist mit 1299 Euro deutlich günstiger. Wer sich einen leistungsstarken Core i7 wünscht, der muss im Falle eines Surface Pro 4 mindestens 1549 Euro in die Hand nehmen. Große SSDs gibt es erst in teuren Konfigurationen ab 2299 Euro. Außerdem kostet die Tastatur bei Microsoft nochmals extra. Ein Type-Cover schlägt in Kombination mit rund 120 Euro zu Buche.

Design – Schick, funktional und leicht

Die Hardware des Alpha Switch 12 ist in einem schicken Gehäuse aus gebürstetem Aluminium verpackt. Dieses macht einen soliden Eindruck und fasst sich gut an. Abgesehen von kleineren Spaltmaßen rund um das Display und auf der Rückseite, in denen sich womöglich Schmutz ansammeln könnte, ist die Verarbeitung hochwertig.

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Das Gehäuse misst 29,2 mal 20,1 mal 0,95 Zentimeter und kommt damit auf ähnlich schlanke Maße wie das Surface Pro 4. Das Gerät ist im Vergleich zu den meisten Notebooks ein leichtgewicht.

Die Metallbauweise schlägt sich aber im direkten Vergleich mit der Konkurrenz etwas im Gewicht nieder. Das Tablet allein wiegt rund 905 Gram. Das Magnesium-Gehäuse des Pro 4 bringt mit 786 Gramm zum Vergleich weniger auf die Waage.

Ähnliches gilt für die magnetische und hintergrundbeleuchtete Tastatur: Sie ist wie das Type-Cover von Microsoft sehr solide sowie verwindungssteif und bietet Tasten mit einem ausreichenden Hub für ein angenehmes Schreibgefühl. Auch längere Texte lassen sich auf dem Keyboard ohne Mühe abtippen.

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Die Tastatur ist aber ebenfalls etwas schwerer und kommt auf rund 365 Gramm (Microsoft: 292g). In Kombination wiegt das Alpha Switch 12 knapp 1270 Gramm, womit es nicht mehr weniger auf die Waage bringt, als leichte Notebooks. Das Lenovo Yoga 900 kommt bei einem größeren 13,3 Zoll Display beispielsweise auch nur auf rund 1290 Gramm und ist ebenfalls mit Core-i-Prozessoren ausgestattet.

Aufstellen lässt sich das Tablet mit einem Kickstand. Er erlaubt Bildschirmwinkel von bis zu 165 Grad. Dadurch lässt sich das Display in jeder Lage passend neigen – egal ob in steiler Position auf dem Schreibtisch oder im flachen Winkel bei der Nutzung auf dem Schoß, auch wenn die Positionierung nicht so leicht wie bei einem Notebook fällt, und der Standfuß aufgrund nur kleiner Schlitze zum Reingreifen zum Teil etwas schwer auszuklappen ist.

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Der ebenfalls aus Aluminium gefertigte Kickstand ist zum Großteil mit einem rutschfesten Gummi überzogen, der auf einem Holztisch sehr guten Halt bietet. Auf Kunststoffoberflächen rutscht er leicht, hat aber auch hier noch genügend Grip, sodass das Tablet bei der Toucheingabe nicht störend verrutscht. Auch auf dem Schoß lässt sich das Tablet-Tastatur-Gespann aufstellen. Die Konstruktion ist aber deutlich wackeliger als bei einem Notebook.

Ausstattung – Wenige Anschlüsse

Wie bei dieser Geräteklasse üblich, muss man mit wenigen Anschlüssen auskommen. Das Acer Aspire Switch Alpha 12 bringt nur einen USB-3.0-Port und einen USB-Typ-C-Port mit, die beide auf der rechten Seite sitzen. Mit Steckern in normaler Größe kommt man sich nicht in die Quere. Größere USB-Sticks können aber den USB-Typ-C-Port schwer zugänglich machen. Ein HDMI-Ausgang ist beispielsweise nicht an Bord.

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An der rechten Seite ist weiterhin ein microSD-Kartenslot sowie eine Kopfhörerbuchse verbaut. Auf der linken Seite befinden sich der Ein-/Ausschalter, die Lautstärkewippe und eine Windows-Taste.

Display – Scharf, aber spiegelnd

Das 12 Zoll große Display des Switch Alpha 12 bietet mit 2160 mal 1440 Bildpunkten zwar eine etwas niedrigere Auflösung als das Surface Pro 4, die Darstellung ist aber auch hier scharf. Das Seitenverhältnis beträgt ebenfalls 3:2. Der Screen ist für den Betrieb als Tablet touchfähig und hat im Test stets präzise reagiert.

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Das Panel ist nicht entspiegelt, womit man mit Reflexionen in hellen Umgebungen rechnen muss. Die Helligkeit der Anzeige ist, auch wenn sie nicht an das teurere Microsoft-Gerät herankommt, aber ordentlich und auf maximaler Stufe ausreichend, sodass Spiegelungen nur selten beim Arbeiten stören.  Dank IPS-Technologie bietet der Bildschirm auch gute Blickwinkel.

Hardware – Viel Power, aber trotzdem leise

Anders als beim Switch Alpha 12S und vielen noch leichteren Geräten kommen hier vollwertige Intel-Core-i-Prozessoren der sechsten Generation Skylake zum Einsatz, die für viel Power sorgen. Dennoch ist das Gerät so leise wie mit einem Core-M-Chip. Denn auch im Alpha 12 kommen keine Lüfter zum Einsatz. Zur Abfuhr der Wärme kommt Acers spezielle LiquidLoop-Technik zum Einsatz.

Dabei handelt es sich um eine Art passive Flüssigkühlung. Sie schützt die Komponenten vor Überhitzung durch Verdampfung von Kühlflüssigkeit, die in einem geschlossenen System zirkuliert und so die Abwärme großflächig verteilt. Das sorgt dafür, dass auch das Switch Alpha 12 absolut geräuschlos ist. Ein weiterer Vorteil: Das Gehäuse ist verschlossen und es kommt kein Schmutz ins Innere.

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Käufern stehen wie bereits erwähnt Varianten mit Core i5 und Core i7 zur Auswahl. Bei unserem Testgerät handelt es sich um das Top-Model mit einem i7 des Typs 6500U mit 2,5 GHz Takt und integrierter Intel HD Graphics 520. An Arbeitsspeicher verbaut Acer in unserem Fall 8 GByte RAM. Betriebssystem, Anwendungen und Daten finden auf einer 512 GByte großen SSD Platz.

Unsere Core-i7-Variante bietet genügend Power für alle alltäglichen Aufgaben wie Surfen, Streaming, Textverarbeitung oder Videochats sowie aufwendigeren Anwendungen wie Videobearbeitung. Aufgrund der integrierten HD-Grafik ist das Switch Alpha 12 zwar nicht für Hardcore-Gamer geeignet, dennoch lassen sich auch aufwendigere Spiele in reduzierter Auflösung und mit etwas herunterschraubten Settings vernünftig zocken.

Unter Vollbelastung wird die rechte Hälfte des Gehäuses allerdings extrem heiß, sodass es bei der Nutzung auf dem Schoß unangenehm wird und man das Gehäuse besser nicht lange anfasst. Im Standmodus auf dem Tisch stört dies aber weniger. Bei nicht so intensiven Anwendungen wie dem Surfen oder Anschauen von Youtube-Videos bleibt die Temperatur auch stets im Normalbereich.

Abstriche bei der Akkulaufzeit

Die kompakte Bauweise und hohe Leistung des Alpha 12 geht mit Abstrichen bei der Akkulaufzeit einher. Acer verbaut im dem Tablet einen Akku mit 37 Wh, der beispielsweise im Vergleich zum Surface etwas schwächer . Die Akkulaufzeit gibt der Hersteller mit bis zu acht Stunden an. Diese haben wir in unserem Test nicht erreicht.

Trotz reduzierter Helligkeit hat eine volle Ladung beim Surfen und Anschauen von Youtube-Videos über WLAN nur gut 5 Stunden ausgereicht. Bei Office-Arbeiten hält der Akku zwar länger, einen kompletten Arbeitstag mit 8 Stunden zu überstehen, wird aber dennoch schwierig. Aufgrund der spiegelnden Anzeige muss man auch häufig mit höherer Helligkeit arbeiten. Nur wer lediglich offline Texte schreibt, kommt wahrscheinlich an diese Zeit heran.

Sound mit Stereo-Klang

Der Sound der zwei nach vorne gerichteten Lautsprecher klingt für ein Tablet in Ordnung. Dank der Stereo-Speaker entsteht sogar ein leicht immersiver Sound, zu viel sollte man aber nicht erwarten. Die Lautstärke ist ebenfalls vollkommen ausreichend, wenn man das Gerät beispielsweise auf dem Schoß liegen hat.

(Bild: Übergizmo)

Fazit

Das Acer Aspire Switch Alpha 12 ist eine schicke und leistungsstarke Alternative zu einem Surface Pro 4, die zu deutlich günstigeren Preisen erhältlich ist. Toll: Sogar die Anstecktastatur ist schon im Preis enthalten.

Dank Core-i-Prozessoren bietet das 2-in-1-Gerät genügend Power, um ein Notebook zu ersetzen. Die getestete Core-i7-Variante ist für alle aufwendigeren Arbeiten und auch eingeschränkt fürs Spielen geeignet. Dank scharfem Display und Stereo-Sound macht es auch beim Anschauen von Videos und Filmen eine gute Figur.

Abstriche muss man aufgrund der hohen Leistung und des kompakten Formfaktors bei der Akkulaufzeit hinnehmen. Zu den ausdauernden Arbeitstieren zählt sich das Alpha 12 nicht. Zudem gibt es auch noch leichtere Alternativen für unterwegs. Das 2-in-1-Gerät wird außerdem unter Vollbelastung extrem warm.

Für gelegentliche mobile Arbeiten, die eine hohe Leistung erfordern, den Medienkonsum zu Hause oder das ein oder andere Spiel ist das Gerät aber dennoch eine gute Wahl, wenn man sich einen Kompromiss zwischen Tablet und Notebook wünscht, den man auch mal zum Arbeiten unterwegs mitnehmen kann.

Pro / Con

(Bild: Übergizmo)günstig

(Bild: Übergizmo)hochwertiges Design

(Bild: Übergizmo)

scharfes QHD-Display

(Bild: Übergizmo)hohe Leistung

(Bild: Übergizmo)

Stereo-Sound

(Bild: Übergizmo)etwas schwerer als die Konkurrenz

(Bild: Übergizmo)wird unter Vollast heiß

(Bild: Übergizmo)keine allzu lange Akkulaufzeit

Hier unser ausführliches Test-Video zum Acer Switch Alpha 12

Tags :
  1. Tolle Alternative zum Surface Pro 4! Und vor allem etwas günstiger… Leider ist das mit dem Heißwerden unter Convertibles keine Seltenheit . Dennoch sollte man sich das Switch Alpha 12 genauer anschauen, wenn man sich ein Convertible kaufen möchte.

  2. Hallo,

    welche Spiele habt Ihr denn getestet und mit welchen Einstellungen (oder zumindest mit welcher Auflösung)?
    Läuft zb FFXIV, Command & Conquer, GTA, Heroes of Might & Magic?

    Danke

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