Bose QuietComfort 35 – Der Ruhestifter im Test

Bose QuietComfort 35 QC35-ranked

Niemand mag Kabel! Das weiß auch Bose und setzt bei ihren beliebten Active Noise Cancelling Kopfhörern QuietComfort 35 (QC 35) erstmals auf Bluetooth. Dabei leidet im Vergleich zu den Vorgängern QC 25 weder der Komfort, noch der Sound oder eben die aktiven Geräuschunterdrückung. Unser Test-Fazit nach drei Wochen mit den Bose QuietComfort 35.

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Bose QuietComfort 35 QC35

Hier zu unserem Test-Video der Bose QuietComfort 35:

Optisches Understatement

Bose ist der Meister des klassischen Designs – man könnte es auch Understatement nennen. An den Bose QuietComfort 35 finden sich keine auffälligen optischen Merkmale. Und das ist auch gut so. Denn dadurch sind die Bose QuietComfort 35 optisch für Manager genauso interessant wie für Studenten, Hausfrauen und viele mehr.

Auch sind die Bose QuietComfort 35 nicht an die aktuelle Mode (oder das aktuelle Outfit des Trägers) gebunden, sondern wirken fast schon zeitlos.

Kein anderer Kopfhörer beherrscht die Magie des Noise Cancelling wie die Bose QuietComfort 35.

Trotzdem eignen sich die Bose QuietComfort 35 kaum als modisches Accessoire. Einige könnten ihr Design auch als bieder bezeichnen. Gut möglich, dass Bose in naher Zukunft Modelle mit poppigeren Farben auf dem Markt bringt.

Leichtgewicht

Die Bose QuietComfort 35 bestehen zum größten Teil aus glasfaserverstärktem Nylon. Klingt extravagant, fühlt sich aber eher an wie schnödes Polycarbonat. Der Vorteil gegenüber einer Metalllegierung liegt in dessen geringem Gewicht von gut 300 Gramm.

So ganz wollte Bose dann aber doch nicht auf Metall verzichten. So besteht – neben einigen tragenden Teilen – auch die Abdeckung der Ohrenteile aus mattem, fingerabdruckabweisendem Metall mit darauf gefrästem Bose-Logo.

Die äußere Abdeckung der Bose QuietComfort 35 besteht aus Metall.

Die äußere Abdeckung der Bose QuietComfort 35 besteht aus Metall.

Die Ohrmuscheln lassen sich nicht nur schwenken, sondern auch nach innen abknicken. So passen die Bose QuietComfort 35 perfekt in die Hartschalenschutzhülle für den Transport.

Bose QuietComfort 35 QC35-20

Meister des Komforts

Dank des geringen Gewichts und einer sehr weichen, wechselbaren Polsterung liegen die Bose QuietComfort 35 perfekt um die Ohren. Auch nach stundenlangem Tragen waren sie zu keinem Zeitpunkt unangenehm. Selbst mit Sonnenbrille fühlten sich die Kopfhörer noch gut an.

Die Polsterung des Bose QC35 kann gewechselt werden.

Die Polsterung des Bose QC35 kann gewechselt werden.

Weg mit dem Kabel

Kabel sind unpraktisch – das ist nun wirklich kein Geheimnis. Da war es nur konsequent, dass Bose eben dieses Kabel beim Nachfolger der sehr beliebten QC 25 kappt. Die Verbindung zum Smartphone erfolgt nun über Bluetooth. Dank NFC funktioniert das auch ohne groß in Menüs zu wüten.

In den drei Wochen des Testen gab es nicht einen Verbindungsabbruch. Bose gibt die maximale Entfernung zur Musikquelle mit zehn Metern an. Im Test ging auch deutlich mehr – so lange sich keine dicken Wände in den Weg stellten.

Über diesen Schiebeschaltzer werden die QC35 ein-, beziehungsweise ausgeschaltet.

Über diesen Schiebeschaltzer werden die QC35 ein-, beziehungsweise ausgeschaltet.

Sprich mit mir!

Die Bose QuietComfort 35 werden über vier Knöpfe bedient, die allesamt gut zu erfühlen sind. Neben der Lautstärke und Play / Pause kann hier auch zwischen den Songs navigiert werden. Beim Anschalten sagt eine holzige Frauenstimme den Akkustand und den Namen des verbundenen Gerätes an.

Drei Tasten reichen dem QuietComfort 35 völlig aus.

Drei Tasten reichen dem QuietComfort 35 völlig aus.

Praktisch: Die Bose QuietComfort 35 sind natürlich auch als Headset nutzbar und sagen bei eingehenden Anrufen den Namen des Kontaktes.

Leisetreter

Im Grunde ist es kaum viel mehr als Marketing-Blabla, wenn Bose zum wiederholten Mal betont, sie seien die Erfinder des Active Noise Cancelling, also der aktiven Umgebungsgeräuschunterdrückung. Denn wen interessiert es schon, wer eine Technologie angestoßen hat? Viel wichtiger ist doch, wer aktuell die beste Lösung anbietet.

Die aktive Umgebungsgeräuschunterdrückung fühlt sich teilweise an wie Magie.

Die aktive Umgebungsgeräuschunterdrückung fühlt sich teilweise an wie Magie.

Wir hatten in den letzten Monaten und Jahren schon viele Noise-Cancelling-Kopfhörer auf den Löffeln. Gefühlt schirmte keiner die störenden, tieffrequenten Geräusche derart effizient ab wie die Bose QuietComfort 35.

Bose selbst behauptet, das Noise Cancelling der QC35 sei sogar nochmal besser als bei ihrem Vorgänger QC25. Den Eindruck hatten wir nicht, das Noise Cancelling ist in etwa auf dem gleichen hohen Niveau.

Ausgeglichener Klang

Ebenfalls kaum verbessert im Vergleich zum Vorgänger wurde der Klang. Er wirkt zwar ausgeglichen und klar, wenn auch einige sich vielleicht mehr Bass gewünscht hätten. Dennoch gibt es in der Preiskategorie von unter 400 Euro deutlich bessere Kandidaten.

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Zu den Bose QuietComfort 35 gehört die App „Bose Connect“. Leider enthält die App kaum relevante Funktionen. Besonders vermissen wir einen Equalizer.

Byebye Batterie

Ein dickes Plus gegenüber dem Vorgänger: Bose verbaut diesmal einen Akku, welcher über einen microUSB-Port geladen werden kann. Dieser soll die Bose QuietComfort 35 über Bluetooth bei mittlerer Lautstärke 20 Stunden mit Saft versorgen. Das können wir so bestätigen.

Bose QuietComfort 35 QC35-18

Nutzt ihr statt Bluetooth das mitgelieferte Kabel, soll sich die Akkulaufzeit sogar verdoppeln. Sollte der Akku doch mal leer sein und kein Ladegerät ist in der Nähe, geben die Bose QuietComfort 35 trotzdem noch Musik aus.

(Bild: Übergizmo)

Bose QuietComfort 35 Fazit

Die Bose QuietComfort 35 sind mit 379 Euro kein Schnäppchen. Allerdings bietet Bose dafür ein wirklich stimmiges Gesamtpaket.

Auch nach längerem Tragen sitzen sie noch bequem, kein Kabel stört, der Akku hält überdurchschnittlich lang und die Verarbeitungsqualität scheint hoch. Einen Design-Award werden die Bose QuietComfort 35 jedoch nicht gewinnen. Auch klingen so zwar gut, aber es gibt durchaus bessere in der Preiskategorie.

Empfehlen können wir die Bose QuietComfort 35 ganz besonders Vielreisenden, die den Umgebungslärm des Zuges oder des Flugzeuges aussperren wollen. Aber auch wer eine Oase der Ruhe inmitten des hektischen Treibens der Stadt sucht, wird hier fündig. Kein anderer Kopfhörer beherrscht die Magie des Noise Cancelling wie die Bose QuietComfort 35.

Pro / Con

(Bild: Übergizmo)Bestes Noise Cancelling

(Bild: Übergizmo)Sehr bequem

(Bild: Übergizmo)Lange Akkulaufzeit

(Bild: Übergizmo)Optisch etwaszu bieder

(Bild: Übergizmo)Recht teuer

Hier zu unserem Test-Video der Bose QuietComfort 35:

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  1. Subjektiv betrachtet klingt Bose für die meisten Tester gut.
    Aber warum rückt Bose keine technischen Daten wie Frequenzgang, Klirrfaktor, uws. raus?

    1. Hat jemand inzwischen den Frequenzbereich für den Bose Quiet Comfort 35 herausgefunden?

      Ich hatte bisher den Sony MDR XB500. Hier war der Frequenzbereich 4-24.000 Herz. Leider etwas basslastig und damals noch kein noise cancelling, aber trotzdem super zufrieden. QC 35 ist bestellt :-)

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