Microsoft behebt wieder einmal Windows-Sicherheitslücken

(Bild: Microsoft)

Aufgepasst - der Juli-Patchday bringt Fixes für 37 Sicherheitslücken, die von Microsoft als kritisch eingestuft werden. Sogar in einem Drucker-Modul gibt es gravierende Probleme, die die Sicherheit von zahlreichen Windows-Systemen gefährden.

Microsoft schließt mit dem Juli-Patchday 2016 ganze 37 Schwachstellen. In den Druckerspoolern von Windows Vista, Server 2008, 7, Server 2008 R2, 8.1, Server 2012 und 2012 R2, RT und 10 gibt es ein böses Loch, bei dem ein Anwender mit Hilfe des Druckertreibers Schadcode im Netzwerk verteilen und ausführen kann.

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Weitere 27 Anfälligkeiten beseitigt Microsoft in seinen Browsern Internet Explorer 9, 10 und 11 sowie Edge. Ebenfalls als kritisch bewertet das Unternehmen eine Speicherbeschädigung in JScript und VBScript unter Windows Vista und Server 2008 und sieben Lücken in Excel und Word 2007, Office sowie Excel, Outlook, PowerPoint und Word 2010, 2013 und 2016, Office RT 2013 und Office für Mac 2011 und 2016. Letztere lassen sich mithilfe von speziell gestalteten Office-Dateien ausnutzen und erlauben eine Remotecodeausführung.

Von 11 Schwachstellen geht ein hohes Risiko aus. Das gilt für einen Fehler im sicheren Windows-Kernelmodus von Windows 10, der zur Offenlegung von Informationen führen kann. Fixes für sechs Bugs in den Kernelmodustreibern aller Windows-Versionen sollen verhindern, dass sich Angreifer unerlaubt höhere Nutzerrechte verschaffen. Es stehen aber auch Patches für alle Versionen von .NET Framework zur Verfügung.

Eine Kernellücke in Windows 8.1, Server 2012 und 2012 R2, RT 8.1 und 10 erlaubt indes die Umgehung von Sicherheitsfunktionen. Der Kernel ermittelt Microsoft zufolge derzeit nicht ordnungsgemäß, wie eine Anwendung mit niedriger Integrität bestimmte Objekt-Manager-Funktionen nutzen kann. Eine dem Kernel neu hinzugefügte Überprüfung soll diesen Fehler beheben.

Das Update MS16-094 soll schließlich verhindern, dass Angreifer eine Richtlinie auf einem Gerät installieren, die die Secure-Boot-Sicherheitsfunktionen aushebeln. Microsoft zufolge werden dafür jedoch Administratorrechte oder ein physischer Zugang zu einem Gerät benötigt.

Nutzer von Windows 10 und Windows 10 Mobile erhalten zudem das Build 10586.494, das die Sicherheitspatches enthält und darüber hinaus noch verschiedene Fehler beseitigt. Unter anderem wurden die Zuverlässigkeit von Windows Media Player, Internet Explorer 11, Windows Explorer und Miracast verbessert. Außerdem sollen verschiedene Probleme mit PDF-Dateien, Bluetooth und Netzwerk- und WLAN-Verbindungen der Vergangenheit angehören.

Tags :Quellen:Mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de

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