Mindestens 215 gefälschte Pokémon Go Apps im Umlauf

(Screenshot: Übergizmo)

Pokémon Go ist in nur kurzer Zeit zu einem der erfolgreichsten Smartphone-Spiele geworden und wird von Millionen Menschen auf der Welt gezockt, obwohl das Spiel noch nicht überall offiziell erschienen ist. Der Erfolg lockt aber auch Cyberkriminelle an. Sicherheitsforscher haben schon 215 gefälschte Pokémon-Go-Apps gefunden, die euch mit Schädlingen infizieren.

Pokémon GO - So sehen ALLE Pokemon im Spiel aus

Bild 1 von 151

030 - Nidorina
(Bild: Niantic / Nintendo)

 

Die Sicherheitsexperten von RisKIQ haben in mehr als 21 App Stores rund 215 gefälschte Pokémon-Go-Apps aufgespürt – und es wurden stündlich mehr. Über einen Zeitraum von 23 Stunden verzeichneten die Forscher im Schnitt acht neue Pokémon-Go-Schädlinge pro Stunde.

Wer eine der bösartigen Apps installiert, gewährt dieser umfangreiche Zugriffsrechte und öffnet ihr die Tür zum Datenklau. Einige Schädlinge melden euch auch für Premium-SMS-Dienste an und nutzen eure Smartphones, um Klicks auf bestimmte Werbeanzeigen zu generieren. Meist bekommt ihr davon nichts mit, da die falsche App im Hintergrund ausgeführt wird.

Infizieren könnt ihr euch auch nicht nur in alternativen App Stores. Auch im Google Play Store sollen Schädlinge entdeckt worden sein. Laut einem Blogbeitrag von Eset wurde im  offiziellen Android-Marktplatz eine App namens Pokémon Go Ultimate gefunden, die das Display eures Android-Smartphones sperrt. Wird die Anwendung gestartet, überlagert sie alle anderen Apps und auch Systemmeldungen – es ist also nicht möglich, ein gesperrtes Gerät regulär neu zu starten.

Stattdessen müsst ihr den Akku entfernen oder – bei Geräten mit fest verbauter Batterie – einen Neustart über den Android-Geräte-Manager ausführen. In der Regel sollte aber auch ein Soft-Reset ausreichen. Bei den meisten Smartphones muss hierfür der Power-Button für mehrere Sekunden gedrückt werden, bis das Gerät neu bootet.

Nach dem Neustart könnt ihr euer Smartphone wieder nutzen, die App ist jedoch weiterhin im Hintergrund aktiv. Auch sie versucht, auf Werbung zu klicken, um Einnahmen für ihre Hintermänner zu generieren. Eine Löschung der App ist nur über den Anwendungsmanager über die Geräteeinstellungen möglich.

Lies auch: POKÉMON GO: HUNDERTE STÜRMEN WEGEN SELTENEM POKÉMON IN DEN CENTRAL PARK [VIDEO]

Eset zufolge ist Pokémon Go Ultimate die erste im Play Store gesichtete schädliche App, die eine Lockscreen-Funktion besitzt. „Es ist wichtig anzumerken, dass es von dort aus nur ein kleiner Schritt ist, um eine Lösegeldforderung hinzuzufügen und die erste Lockscreen-Ransomware in Google Play zu erschaffen.“

Weitere schädliche Apps im Play Store, die auf der Pokémon-Welle reiten, sind „Guide & Cheats for Pokemon Go“ und „Install Pokemongo“. Sie versprechen euch Hilfe und Tricks sowie zusätzliche Pokémünzen oder Pokébälle. Dafür wird jedoch eine Anmeldung benötigt, die euch dazu verleiten soll, kostenpflichtige und unnütze Zusatzdienste zu abonnieren. Zur Unterstützung werden auch gefälschte Systemmeldungen eingeblendet, beispielsweise über eine angebliche Infektion mit Schadsoftware.

Lies auch: POKÉMON GO: VORSICHT VOR INFIZIERTEN APK-DATEIEN UND ÜBERFÄLLEN

Google hat die fraglichen Apps laut Eset inzwischen aus seinem Marktplatz entfernt. Sie seien zwar nur kurze Zeit erhältlich gewesen, Install Pokemongo habe es trotzdem auf 10.000 bis 50.000 Downloads gebracht.

Man kann sich sicher sein, dass dies nicht die einzigen Schädlinge bleiben werden, die es in den Play Store schaffen. Deshalb solltet ihr eure Augen offen halten.  Für alle die Tipps und Hilfe zu Pokémon Go benötigen, nachfolgend ein Link zu unserem Guide für Einsteiger:

Lies auch: POKÉMON GO TIPPS: HILFE FÜR EINSTEIGER – TEIL 1

Tags :Quellen: RisKIQEsetVia:Mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising