Apple Watch verliert Marktanteile – und ist dennoch viel beliebter als Samsung-Smartwatches

(Bild: Apple)

Apple ist mit seiner Apple Watch weiterhin führend im Smartwatch-Segment und kontrolliert fast die Hälfte des Marktes. Allerdings sind die Absätze insgesamt rückläufig. Laut einer Studie von IDC warten wohl viele Interessanten neue Generationen ab, die allerdings erst gegen Ende des Jahres erwartet werden.

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Kurz vor der Apple Keynote
Die Apple-Schlange ist schon von weitem zu erkennen.

Mit 1,6 Millionen ausgelieferten Smartwatches kontrollierte Apple laut aktuellen Zahlen von IDC im zweiten Quartal 47 Prozent des Markts. Im Vorjahreszeitraum lag Apples Marktanteil jedoch noch bei 72 Prozent. Samsung steigerte seine Verkäufe um 51 Prozent auf 600.000 Einheiten und sicherte sich damit 16 Prozent des Markts (plus 9 Punkte). Lenovo erzielte mit 75 Prozent das größte Wachstum der Top-5-Anbieter und verwies damit LG auf den vierten Platz. Garmin verdoppelte indes seinen Anteil von 2 auf 4 Prozent.

Dennoch sei der Markt für Smartwatches erstmals geschrumpft. Im zweiten Quartal brachen die Verkäufe gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 32 Prozent auf 3,5 Millionen Einheiten ein. Apple ist weiterhin Marktführer, das Unternehmen musste jedoch als einziger Top-5-Anbieter einen Rückgang seiner Absatzzahlen hinnehmen – und zwar um 55 Prozent.

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Die Marktforscher weisen „aus Gründen der Fairness“ darauf hin, dass der Vergleichszeitraum das Quartal ist, in dem die Apple Watch in den Handel gekommen ist. Seitdem habe sich die Apple-Uhr, bis auf den Preis, nur wenig verändert.

„Verbraucher sind bei Smartwatch-Käufen seit Anfang 2016 zurückhaltend, weil sie neue Hardware erwarten“, sagte Jitesh Ubrani, Senior Research Analyst für IDCs Mobile Device Tracker. Verbesserungen, auch bei WatchOS, seien aber erst gegen Ende des Jahres zu erwarten, was die Apple-Watch-Verkäufe gewissermaßen abgewürgt habe. „Unglücklicherweise bedeutet ein Rückgang für Apple auch einen Rückgang für den gesamten Markt.“

Der Markt für Smartwatches soll sich auch in der zweiten Jahreshälfte nicht erholen. Ein Grund dafür ist laut IDC das Fehlen klassischer Uhrenmarken. Die Hersteller, die Smartwatches anböten, hätten zudem einen Rückstand gegenüber den Produkten der Technikfirmen. „Das scheint sich zu ändern, wenn auch nur langsam, nachdem wichtige Anbieter wie Casio, Fossil und Tag Heuer ihren eigenen Modelle herausgebracht haben“, ergänzte Ramon Llamas, Research Manager für Wearables bei IDC.

Die Vorteile der klassischen Uhrenhersteller sieht Llamas in den Bereichen Design und Funktionalität. „Kombiniert man das mit der der Bekanntheit der Marke und dem Vertriebsnetz, über das sie bereits verfügen, ist es nur vernünftig anzunehmen, dass der Smartwatch-Markt von hier aus wachsen wird.“

Mit einem Wachstum rechnet IDC erst wieder im kommenden Jahr. Dazu sollen dann Weiterentwicklungen wie Smartwatches mit eigener Mobilfunkverbindung und eine zunehmende Zahl von Anwendungen beitragen. Wann genau der Markt wieder auf die Füße komme, hänge in erster Linie davon ab, wann die Hersteller die Nutzbarkeit von Smartwatches verbesserten.

 

Tags :Quellen:IDCVia:Mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de

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