Samsung Gear 360 Test – Ein beinahe rundes Produkt

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Virtual Reality ist in aller Munde! Kein Wunder, nie zuvor waren virtuelle Realitäten derart überwältigend. Wer jedoch eigene VR-Inhalte erstellen will, braucht die richtige Kamera - wie die Samsung Gear 360. Diese 360-Grad-Kamera erstellt sehr einfach beeindruckende Bilder und Videos, kann aber nicht in allen Punkten überzeugen.

Samsung Gear 360 - Alle Bilder

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Samsung Gear 360

Äußerlich beeindruckt die Samsung Gear 360 sofort. Sie ist kugelrund, wirkt massig und wertig verarbeitet. Wer die Samsung Gear 360 in der Straße zum Filmen hochhält, kann sich der Blicke der Passanten sicher sein.

Die Linsen der Samsung Gear 360 sehen alles!

Die Linsen der Samsung Gear 360 sehen alles!

Auf gegenüberliegenden Seiten befinden sich insgesamt zwei Fischaugenlinsen, die jeweils einen Blickfeld von über 180 Grad abdecken. Das kleine, im Lieferumfang enthaltene, Stativ ist nicht nur nett anzusehen, sondern auch sehr praktisch. Auf Wunsch kann es jedoch dank den ¼-Zoll-Standard-Gewinde gegen ein beliebiges Stativ getauscht werden.

Das winzige Display auf der Oberseite zeigt unter anderem an, in welchem Modus (Foto / Video / Zeitraffer / Video-Looping) sich die Samsung Gear 360 befindet, wie viel Akkukapazität noch übrig ist (unter Volllast hält er etwa eine Stunde) und wie viele Bilder noch geschossen werden können. Alle wichtigen Funktionen der Samsung Gear 360 können mit den drei am Gerät befindlichen Knöpfen erreicht werden. Dadurch kann sie auch komplett ohne Smartphone genutzt werden.

Supereinfach 360 Grad Inhalte Teilen

Richtig Sinn macht die Gear 360 allerdings vor allem mit einem Samsung Galaxy S7 / S6 und ihren Edge-Varianten – andere Smartphones werden derzeit nicht unterstützt. Das Pairing funktioniert problemlos und auch die Gear 360 App macht richtig Spaß. Sie verbindet die Aufnahmen der beiden Linsen zu einem 360 Grad Bild / Video. Das klappt nicht immer perfekt, allerdings ganz gut.

Danach kann sowohl Video, als auch Foto in sozialen Medien geteilt werden. Auf Facebook und Youtube geht das besonders gut, hier kann sofort im fertigen Video / Bild navigiert werden. Wird das Video / Bild über ein Smartphone angeschaut, nutzt Facebook / Youtube automatisch die Bewegungssensoren des Gerätes, um sich umschauen zu können. Das wirkt erst etwas befremdlich, mach aber nach kurzer Zeit viel Spaß.

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Noch witziger und vor allem immersiver wird die Erfahrung, sobald man sich ein VR-Headset wie das Gear VR auf den Kopf bindet. Unglaublich, was für ein Mittendrin-Gefühl entsteht!

Videoschnitt mit Tücken

Etwas komplizierter wird es, wenn ihr zum Beispiel eure Videoaufnahmen vom Urlaub zusammenschneiden wollt. Ihr holt euch dafür die Rohdaten von der Gear 360 (das geht auch ohne kompatibles Samsung-Smartphone) auf euren Windows-PC. Dort installiert ihr die Software Gear 360 Action Director. Den Product Key findet ihr auf einem kleinen Zettel in der Verpackung der Gear 360, den ihr nicht verlieren solltet.

Der Gear 360 Action Director klappt das Kugelpanorama auf und verteilt es perspektivisch verzerrt auf ein Video mit 3.840 x 1.920 Pixel. So kann es anschließend mit einem beliebigen Schnittprogramm bearbeitet werden. Sind dabei die Metadaten verloren gegangen, muss das fertige Video nochmal durch das Programm Spartial Media Metadata Injector gejagt werden.

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Klingt etwas umständlich, ist es momentan auch noch. Wir gehen jedoch davon aus, dass dieses Verfahren in den nächsten Monaten nochmal vereinfacht wird.

Unseren ersten, zugegeben nicht besonders gelungenen Schnittversuch kannst du dir hier anschauen. Außerdem bekommst du im Video einen Eindruck von der Video-Qualität der Samsung Gear 360.

Samsung Gear 360 Test-Aufnahmen:


In unseren Augen ist die Gear 360 den Konkurrenten vergleichbarer Preiskategorien bezüglich der Bildqualität überlegen. Trotzdem könnte sie noch besser sein. Detail wirken verwaschen und in dunklen Lichtverhältnissen baut sie schnell ab. Natürlich darf man in dem Zusammenhang nicht vergessen, dass es sich hier um ein Produkt der ersten Generation handelt.

Die Gear 360 kostet derzeit 379 Euro. Wer das volle Programm mit Samsung Galaxy S6 (ab 390 Euro) und Gear VR (ab 70 Euro) will, legt insgesamt mindestens 840 Euro auf den Tisch. Das ist viel Geld. Trotzdem war 360 Grad Ausrüstung bisher deutlich teurer.

(Bild: Übergizmo)

Fazit

Die Samsung Gear 360 macht vor allem in Kombination mit einem Samsung Galaxy S6 (Edge) / S7 (Edge) richtig Spaß! Zwischen 360-Grad-Selfie-aufnehmen und auf Facebook hochladen vergeht weniger als eine Minute. Noch nie war es so einfach und praktikabel VR-Content zu erstellen und hochzuladen. Kommt noch die hervorragende Verarbeitung der Hardware hinzu.

Richtig schade finden wir, dass die Samsung Gear 360 derzeit nur mit den aktuellen Samsung-Flaggschiffen zusammen arbeitet. Auch hätten wir uns eine längere Akkulaufzeit sowie eine noch bessere Bildqualität gewünscht.

Trotzdem erhält die Gear 360 unsere Kaufempfehlung. Sie ist die derzeit besten 360 Grad Kamera in ihrer Preiskategorie.

Pro / Con

(Bild: Übergizmo)Sehr gute Verarbeitung

(Bild: Übergizmo)Spritzwassergeschützt

(Bild: Übergizmo)In Verbindung mit kompatiblem Samsung Gerät sehr einfach 360 Grad Inhalte zu teilen

(Bild: Übergizmo)Ohne kompatiblem Samsung Gerät recht kompliziert 360 Grad Inhalte zu teilen

(Bild: Übergizmo)Beste Bildqualität in dem Preissegment…

(Bild: Übergizmo)… die dennoch noch besser sein dürfte

(Bild: Übergizmo)Akkulaufzeit mit einer Stunde zu kurz

 

 

 

 

 

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