So will Spotify seinen Umsatz erhöhen

(Bild: Spotify)

Der schwedischer Musikstreaming-Dienst Spotify möchte seinen Umsatz erhöhen, um 2017 an die Börse gehen zu können. Allerdings zahlen 70 Millionen Nutzer*innen nicht für den Dienst. Nun werden die Daten der Spotify Free-Kunden verkauft.

Die personalisierbaren Daten der Nutzer*innen des Dienstes Spotify Free werden an Werbekunden verkauft. Mitte Juli hatte Spotify dazu das Programm „Programmatic Buying“ eingeführt. Die Werbekunden von Spotify, die ihre Anzeigen in den Stream der nicht-zahlenden Nutzer*innen eingebettet bekommen, können nun auf zahlreiche Informationen zu den Nutzer*innen zugreifen.

Was weiß Spotify?

Neben dem Alter, der Sprache, dem Geschlecht, dem Heimatland sowie dem Standort weiß Spotify welche Musik man hört – welch Wunder. Das Unternehmen erstellt individuelle Musik-Profile, in denen nicht nur das Genre der favorisierten Musik gespeichert ist. Gewohnheiten, Einstellungen und Geschmäcker werden ebenso an Werbekunden übertragen wie eigene Musiklisten sowie  zu welcher Stimmung oder Aktivität man welche Musik hört.

So können Werbekunden beispielsweise maßgeschneiderte Anzeigen erstellen, die speziell Klassik-Fans ansprechen, oder genau dann für Fitness-Produkte werben, wenn sie den Spotify-Daten entnehmen können, dass eine Person joggend Musik hört.

Zu den Daten, die Spotify in „Programmatic Buying“  zur Verfügung stellt, zählen außerdem das Betriebssystem des Abspielgeräts sowie die Tageszeiten, zu denen viel oder wenig Musik über Spotify gehört wird. Um eine umfassende Verhaltensanalyse der Nutzer*innen zu erstellen, werden die Daten auch mit Informationen von externen Datenanbietern abgeglichen. Dadurch erfahren die Werbekunden etwas über die allgemeinen Interessen einer Person, deren Lebensstil und – darauf läuft das Programm ja hinaus – das Einkaufsverhalten.

Tags :Quellen:(Bild: Spotify)Via:t-online.de

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