Cyanogen OS Ist am Ende: Cyanogen will Mitarbeiter entlassen

(Bild: Cyanogen)

Die Strategie von Cyanogen, mit Cyanogen OS Geld zu verdienen, ist offenbar nicht aufgegangen. Das Unternehmen will sich nun von zahlreichen Mitarbeitern trennen.

Nach Informationen von Android Police und Recode will Cyanogen Personal abbauen. Bisher bis zu 30 Mitarbeiter verlieren ihren Job – das sind etwa 22 Prozent der Belegschaft. Ob es noch weitere Kündigungen geben wird, ist noch unklar.

Den Quellen von Android Police zufolge wurden vor allem Mitarbeiter der Abteilungen Systeme und Qualitätssicherung in Palo Alto (Kalifornien) und Seattle (Washington) entlassen. Zudem sollen die Niederlassungen in Indien und der portugiesischen Hauptstadt Lissabon kurz vor der Schließeng stehen.

Außerdem soll das Unternehmen an einer neuer Strategie arbeiten, für die der neue Chief Operating Officer Lior Tal verantwortlich sein soll, der im vergangenen Monat von Facebook zu Cyanogen wechselte. In deren Mittelpunkt stehen angeblich Apps. Android Police spekuliert, dass Cyanogen auch die als CyanogenMod bekannten freien Android-ROMs für Geräte verschiedener Hersteller in seine neue Strategie einbezieht.

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Bisher sah das Geschäftsmodell von Cyanogen vor, Geräteherstellern eine Alternative zu Googles Android-Distribution anzubieten. Das als Cyanogen OS bezeichnete Betriebssystem ist die kommerzielle Variante von CyanogenMod, die gegenüber Standard-Android mehr Anpassungsmöglichkeiten und Sicherheitsoptionen bietet.

Trotz einer Zusammenarbeit mit Foxconn und Microsoft und finanzieller Unterstützung von Twitter und Telefónica waren nur wenige, meist unbekannte Smartphonehersteller bereit, Cyanogen OS auf ihren Geräten vorzuinstallieren. Dazu gehören Wileyfox, Yu, BQ, Zuk und Smartfren. Cyanogen OS fand sich zudem auf dem OnePlus One. Das Unternehmen Cyanogen beendete die Zusammenarbeit mit OnePlus jedoch im April 2015, um Partnerschaften mit größeren chinesischen Herstellern einzugehen – ein Ziel, das offensichtlich nicht erreicht wurde.

Tags :Quellen:Mit Material von Stephan Beiersmann, ZDNet.de
  1. Sehr bedauerlich.
    CyanogenMod war ein kleiner Vorstoß um die Menschheit der Erde wenigstens etwas vor Schnüffler wie Android und die Daten- Hehler im Hintergrund, wie NSA & Co zu beschützen!
    Wenn CyanogenMod nicht weiter oder nur schwächer entwickelt wird, leiden alle Freiheit liebende Menschen dadurch.

    Man liest immer häufiger das große Handy Hersteller sich Unabhängigkeit von Daten-Krake Googles Android wünschen.
    CyanogenMod wäre eine gute und sehr weit entwickelte Basis dafür.
    Es sei den die große Handy Hersteller wollen auch schnüffeln, nur eben auf eigene Rechnung und Profit…

    Zum Schutz der Privatsphäre in Smartphones bleiben nur wenige Alternativen.
    Z.B. SRT AppGuard, aber nur für dazu installierte Apps.
    https://www.backes-srt.com/solutions/srt-appguard/

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