Google darf Drohnen in den USA testen

Alphabet-Drohne Project Wing (Screenshot: ZDNet.de)

Die Google-Muttergesellschaft Alphabet darf nun doch Drohnentests in den USA durchführen, allerdings nur in speziellen Regionen. Vorher wurden solche Flüge nicht gestattet, was Google zu der Überlegung zwang, die Forschung in andere Länder zu verlegen.

Die Drohnentests von Google in den USA sollen von der US National Science Foundation mit 35 Millionen US-Dollar begleitet werden. „Die gesammelten Daten werden wir auch Regierungspartnern zur Verfügung stellen, um kritische Fragen zu Sicherheit und dem menschlichen Faktor zu beantworten, die rund um unbemannte Lastzustellung entstehen“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Vor nicht einmal zwei Monaten hatte die US-Bundesbehörde Federal Aviation Administration (FAA) ihre Regeln für den kommerziellen Einsatz von Drohnen vorgelegt. Sie sollen es einfacher machen, Drohnen etwa in der Landwirtschaft, bei Notfällen oder auch für Filmproduktionen zu nutzen. Zu Lieferdiensten gibt es aber bisher keinen gesetzlichen Rahmen.

Für Lieferdrohnen, wie sie Alphabet im Rahmen von Project Wing testet, haben sich in den letzten Jahren diverse Onlinehändler interessiert. Sie hoffen, durch schnelle Zustellung einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz zu bekommen und Kunden anzuziehen. Im Vergleich zu terrestrischer Zustellung versprechen Lieferdrohnen weniger Probleme durch Staus oder Baustellen.

Das Unternehmen mit Sitz im kalifornischen Mountain View hatte Project Wing 2014 angekündigt. Es zog damit gegenüber Amazon nach, das seit Dezember 2013 den Einsatz von Drohnen für einen Lieferdienst „Prime Air“ testet. Im November 2015 ließ Alphabet die Aussage folgen, es erwarte einen kommerziellen Start im Jahr 2017. Amazon kündigte vergangene Woche an, Zustellung per Drohne in Kürze auch in Großbritannien zu testen.

Im Mai sprach sich Amazon zudem für eine weltweit einheitliche Einteilung des Drohnenluftraums aus. Es regte auch an, neue Aufsichtsbehörden zur Regelung des Drohnenflugverkehrs einzurichten. Wie deren Zuständigkeitsbereiche aussehen sollen, ließ es offen. Laut Amazon sollten Drohnen auch autonom miteinander kommunizieren können, um Kollisionen zu vermeiden und Hindernisse zu melden.

Tags :Quellen:CNET.comVia:Mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de

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