“Suicide Squad” im Shitstorm

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Schießt sich “Suicide Squad” durch eine schlechte Story und Machart selber ab - sprich, ist es ein eigenverantwortlicher Selbstmord? Oder grenzt es an grausamen Mord was derzeit mit “Suicide Squad” passiert? Lynchtod durch Shitstorm - das ist die neue Art mit Blockbustern umzugehen.

Suicide Squad

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SUICIDE SQUAD
(Copyright: Warner Bros.)

Die negativen Kritiken zu “Suicide Squad” häufen sich. Der Film soll ein konfuser Genremix mit unausgereiften Figuren sein.

Der Hollywood Reporter schreibt:
„Suicide Squad ist ein zusammengestückelter, konfuser Film, der nie so cool ist, wie er gerne wäre. David Ayer versammelt ein All Star-Team aus Superschurken, ohne überhaupt zu wissen, was er mit ihnen anfangen soll.“

Auch das Magazin Rolling Stone wettert gegen Suicide Squad:
“Suicide Squad zieht den Schwanz ein, wenn sich der Film als der Das Dreckige Dutzend der DC Comics etablieren hätte können. Batman v Superman wurde dafür kritisiert, zu düster und deprimierend zu sein. Regisseur und Autor David Ayer kontert dies mit auf witzig getrimmten Weicheiern.“

Zwar gibt es auch positive Kritik zum neuen Film aus dem DC-Universum, so auf USA Today, Empire und Hitfix zum Beispiel. Doch der Großteil der Kritiken sind verhalten bis vernichtend. Auf der Filmbewertungsseite Rotten Tomatoes steht “Suicide Squad” mit gerade mal 27 Prozent nicht gerade hoch im Kurs.

Mittlerweile fand sich eine Fangemeinde von “Suicide Squad” zusammen, die per Online-Petition sogar die Schließung von Rotten Tomatoes forderte. Auf der Seite change.org unterschrieben bereits 18.914 Unterstützer die Petition. Initiator dieser Gegenbewegung ist der 22-jährige ägyptischen Student Abdullah Saleh. Natürlich ist er sich bewusst, dass die Seite durch seine Petition nicht abgeschaltet wird. Aber mit Hilfe dieser Aktion wollte er zeigen, dass nicht jeder die Meinung der Filmkritiker vertritt. Bei uns startet der Anti-Helden-Film mit Batmans Gegenpart Joker am 18. August.

Schon bei Ghostbusters Shitstorm

Nicht nur “Suicide Squad” hatte es vor Filmstart mit einer erbosten Superhelden-Fanmeute zu tun. Am 4. August startete hierzulande der neue “Ghostbusters”-Film (hier geht’s zum Trailer). Fans des Originals schrien wütend durchs Internet. Das weibliche Cast empörte.

Der erboste Aufschrei wurde so laut, dass sich sogar Schauspieler und Ghostbusters-Urgestein Dan Aykroyd zu Wort meldete und über Twitter die neue Verfilmung in Schutz nahm: “Als Urheber des Originals: Habe eine Testvorführung des neuen Films gesehen. Abgesehen von den brillanten, aufrichtigen Darbietungen sowohl der weiblichen als auch männlichen Besetzung hat der Film mehr Lacher und Schreckmomente als die ersten zwei Filme. Außerdem ist Bill Murray mit dabei! Als einer von Millionen männlichen Fans und Ray Stantz [Figur im Original], werde ich dafür zahlen, um mir das anzusehen und all meine Freunde bringe ich auch mit!”

“Suicide Squad” hätte im Kampf gegen schlechte Stimmung im Netz sicherlich auch einen prominenten Schutzpatron gebrauchen können.

Meint ihr die Kritik an “Suicide Squad” ist gerechtfertigt? Darf man einen Film vorab derart fertigmachen?

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