LG X-Cam im Test – ein Smartphone, drei Kameras

(Bild: Übergizmo)

Zwei Kameraaugen an der Rückseite machen das LG X-Cam auf jeden Fall zu einem Hingucker und interessant für alle, die gerne Fotos mit dem Smartphone schießen. Preislich startet es bei rund 280 Euro. Ob das LG X-Cam den Erwartungen gerecht wird, erfahrt ihr hier.

LG X-Cam

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Die Rückseite des LG X-Cam

LG startete seine neue X-Serie mit dem X-Screen sowie dem X-Cam. Satz mit X, das war wohl nix? Wahrscheinlich soll das X eher als Platzhalter für all das dienen, was man mit der Kamera des X-Cam kreieren kann. Ohne Fehl und Tadel wird aber auch dieses Exemplar nicht bleiben – so viel sei schon einmal verraten.

 PRO

 CON

 (Bild: Übergizmo)Gutes Display  (Bild: Übergizmo)Kein Fingerabdrucksensor
 (Bild: Übergizmo) Kamera über weite Strecken sehr leistungsfähig   (Bild: Übergizmo)Akku fest verbaut
 (Bild: Übergizmo)Hübsches Design (Bild: Übergizmo) Relativ lange Akkuladezeit

Das seit Frühjahr 2016 verfügbare Smartphone kommt mit einem 5,2 Zoll großem IPS-LCD-Touchscreen. Die Bildschirmauflösung liegt bei 1.920 mal 1.080 Bildpunkten (Full-HD), was für eine scharfe Bildwiedergabe sorgt. Ohne Lupe sind quasi keine Bildpunkte zu erkennen – außer man lädt ein entsprechend schlechtes Bild auf dem Display.

Die Blickwinkelstabilität des TFT-Displays ist sehr hoch, ebenso die Bildschirmhelligkeit, die sich aber natürlich auch manuell verändern oder automatisch in Abhängigkeit von der Umgebungshelligkeit regeln lässt. Folgendes Prüfbild verdeutlicht darüber hinaus auch den relativ guten Kontrast und Tonwertumfang.

(Bild: Übergizmo)

Prüfbild. (Bild: Übergizmo)

Wie beim LG G5 verfügt das Display des LG X-Cam über die In-Cell-Touch-Technik. Das spart Gewicht und macht das Smartphone letztlich schmaler, da die Sensoren für die Berührung des Displays nicht mehr in Form eines eigenen Layers über das eigentliche Panel gelegt, sondern direkt neben den Farb-Elementen, aus denen sich ein Pixel zusammensetzt, in jeden Bildpunkt integriert werden. Der Lesemodus des X-Cam macht auch langes Lesen auf dem Smartphone angenehmer.

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Für die Geschwindigkeit sorgt ein Mediatek MT6753-Prozessor. Dabei handelt es sich um eine Octa-Core-CPU mit 1,14 GHz Taktung. Eine dezidierte Mali-T720MP3-Grafikkarte ist ebenfalls verbaut. Den Arbeitsspeicher gibt LG mit 2 GByte RAM an.

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(Bild: Übergizmo)

Apps öffneten sich in unserem Test stets schnell und das Wechseln zwischen Screens ging flüssig vonstatten. Mikroruckler traten nahezu nie auf und auch Games, die die Hardware mittelmäßig beanspruchen, machten keine Probleme. Ebenso flott war das LG X-Cam im Umgang mit der Kamera-App.

Software im LG X-Cam

Natürlich ist beim LG X-Cam auch Android an Board. Bereits vorinstalliert ist die (noch) aktuelle Version 6.0 (Marshmallow) sowie die LG-Oberfläche UX. Bloatware findet man auf dem LG X-Cam zum Glück kaum, dafür aber natürlich die ganze Palette an Google-Apps. LG fügte dem X-Cam ansonsten einen Kalender sowie QuickMemo+ zum Aufschreiben von Notizen oder Zeichnen hinzu.

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QuickMemo+ (Bild: Übergizmo)

Außerdem vorinstalliert sind Extras wie eine Wetter- und Uhren-App, ein Taschenrechner, eine Aufgabenliste und ein Download- sowie Dateimanager. Desweiteren CB-Nachrichten, die FM-Radio-App, für die natürlich die mitgelieferten Ohrhörer angeschlossen werden müssen, sowie eine Sprachaufzeichnungs-App.

Noch was? Ach ja, mit LG Backup können die Daten von einem alten Smartphone aufs neue LG X-Cam ganz einfach via NFC übertragen werden. Über RemoteCall Service können Service-Mitarbeiter das Gerät aus der Ferne ansteuern. Dafür wird bei der ersten Benutzung eigens die Berechtigung angefordert.

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Ein wenig Software, die nicht dem Hause LG oder Google angehört, findet man dann aber doch auf dem LG X-Cam. Im Ordner „Empfohlen“ tummeln sich schließlich die Anwendungen Evernote, Facebook und Instagram.

Was fällt an der Benutzeroberfläche auf? Sie entspricht fast vollständig den Gewohnheiten, die man von einem Android-Gerät kennt. Praktisch ist, dass sich die Menüleiste um zwei weitere Shortcuts erweitern lässt – beispielsweise Qslide Apps für Shortcuts sowie Capture für das Erstellen einer selektiven Bildschirmfotografie mit Anmerkungen. In manchen Fällen erhöht dies ein wenig die Produktivität im Umgang mit dem LG X-Cam.

(Bild: Übergizmo)

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Capture-Funktion ausprobiert: Ein selektiver Screenshot. (Bild: Übergizmo)

360 Grad-Hintergrund im LG X-Cam

Ansonsten lässt sich als Hintergrund des Home Screens ein 360 Grad Foto einstellen. Zwei Bild-Varianten sind bereits ab Kauf vorhanden. Wie bei einer Virtual Reality Aufnahme verändert sich der Hintergrund in Abhängigkeit von der Bewegung des Smartphones. Um den 360 Grad-Eindruck nicht von den App-Icons beschneiden zu lassen, kann man mit einer Zoom Out-Wischgeste den Bildschirm frei machen. Per Zoom In-Geste holt man die Apps wieder zurück auf den Home Screen.

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Ein Ausschnitt des 360 Grad-Hintergrundes, während man zwischen den Home Screens wechselt. (Bild: Übergizmo)

Ein Fan des 360 Grad-Hintergrundes bin ich persönlich nicht geworden. Hält man das Smartphone beispielsweise still, so dreht sich der Hintergrund dennoch langsam weiter. Wer anfällig für Schwindelgefühle ist sollte hiervon lieber Abstand halten.

Angenehmer ist die praktische Bildschirmdeaktivierung bzw. -aktivierung per Klopfen. Zweimaliges Tappen auf das Display sorgt für den gleichen Effekt wie ein Druck auf den On/Off-Button. Hält man das Smartphone gerade nicht in der Hand, sondern hat es vor sich liegen, ist Tappen einfach noch ein wenig schneller.

Der interne Speicher ist mit 16 GByte knapp bemessen, was für Mittelklasse-Smartphones allerdings keine Seltenheit darstellt. Verfügbar sind im Übrigen nur knapp 10 GByte. Via MicroSD lässt sich der Speicher aber um bis zu 256 GByte erweitern.

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Drei Kameras: Die Hingucker zum Abgucken

Was fällt beim LG X-Cam am meisten auf? Natürlich die beiden Kameras auf der Rückseite. Wie bei einem Insekt blicken die nahe beieinander liegenden Kamerasensoren gen Fotoobjekt. Ein Sensor löst mit bis zu 13 Megapixel auf, der andere mit bis zu 5 Megapixel. Beide können gleichzeitig verwendet werden, um beispielsweise manuell die Schärfentiefe zu verändern.

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Weitwinkelaufnahmen über 120 Grad sind mit den Kameras der X-Cam ebenfalls möglich. In dem Fall erreichen die Bilder eine Auflösung von 2.560 x 1.920 Pixel. Im 75 Grad-Standardwinkel sind es 4.160 x 3.120 Pixel. Per Wischgesten lässt sich auch zwischen Front- und Rückkameras sowie Weit- oder Standardwinkel wechseln.

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Der Blendenwert liegt bei f/2.0 – ein guter Wert, wenngleich es auch Smartphones mit noch lichtstärkeren Objektiven gibt. Außerdem verfügt die Kamera über einen Autofokus sowie einen LED-Blitz. Objekte können mit einem achtfachen Digitalzoom auf dem Display vergrößert werden.

In unserem Test funktionierte der Fokus auch manuell sehr gut und erlaubte das Erzeugen von relativ klar abgegrenzten Schärfebereichen. Ansehnliche Bokehs, wie man sie mitunter von Spiegelreflexkameras kennt, traten dabei zwar nicht auf. Für ein Smartphone dieser Preiskategorie machte die Kamera aber echt jede Menge Spaß.

Beispielaufnahmen

(Bild: Übergizmo)

Auch in einem gothischen Gebäude sind gute Fotos möglich. (Bild: Übergizmo)

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Aufnahme ohne Zoom. (Bild: Übergizmo)

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Aufnahme bei maximalem, achtfachen Zoom. (Bild: Übergizmo)

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Mit dem LG X-Cam sind wunderbare Aufnahmen möglich, sowohl bezüglich den Farben und dem Kontrast, als auch der Schärfe und Lichter. Die Lichtverhältnisse müssen natürlich stimmen. (Bild: Übergizmo)

Bei guten Lichtverhältnissen ist die Kamera des X-Cam ein für Mittelklasse-Verhältnisse herausragendes Modell. Leider hat die rückseitige Kamera in Räumen mit wenig Licht aber trotzdem leichte Schwächen. In unserem Test konnte bei entsprechenden Lichtverhältnissen (abends, zwei Raumlampen an, LED-Blitz aktiviert) das anvisierte Objekt manchmal nicht scharf gestellt werden. Dunkle Stellen werden überdies in solchen Fällen leicht rauschend dargestellt. Im Vergleich zu den Kameras günstigerer Mobilgeräte ist das Rauschen aber noch wenig ausgeprägt.

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(Bild: Übergizmo)

Leider ging hier das Detail des Himmels verloren. (Bild: Übergizmo)

(Bild: Übergizmo)

Scharfe Nahaufnahmen sind mit dem X-Cam möglich. (Bild: Übergizmo)

(Bild: Übergizmo)

Diese Aufnahme wurde mit dem Weitwinkel aufgenommen, die folgende Aufnahme dagegen… (Bild: Übergizmo)

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…mit dem Standard-Winkel von 75 Grad. Man stellt außerdem eine unterschiedliche Tönung fest: Oben grünlicher als unten. (Bild: Übergizmo)

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Himmelaufnahme bei Gegenlicht. Eigentlich war es schönes Wetter. (Bild: Übergizmo)

Bei Panorama-Aufnahmen kann das LG X-Cam auch im Hochformat gehalten werden, um noch höhere Panoramas zu erstellen. Übliche Fotos und Videos lassen sich außerdem mit sechs Fotorahmen und vier Effekten verändern.

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Der Fokus reagiert auf Touch-Gesten relativ schnell. (Bild: Übergizmo)

Ein nettes Feature ist auch das Pop-out-Bild. Hierbei wird das Foto in zwei verschiedenen Ansichten aufgenommen und eine davon, auf der das Bild etwas ferner scheint, in einer virtuellen Linse angezeigt. Den Hintergrund kann man mit vier Effekten – Fischauge, Schwarz/Weiß, Unschärfe, Vignette – aufhübschen. Wer den Auslöser gedrückt hält, nimmt dadurch sogar ein animiertes Bild auf. Im Grunde handelt es sich dabei um eine kurze Videosequenz, die sich nur innerhalb der Linse abspielt, der Rest bleibt starr. Sie wird auf die Länge von sechs Sekunden durch Loops gestreckt – praktisch für Vine.

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Pop-out-Effekt. (Bild: Übergizmo)

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(Bild: Übergizmo)

Videos können mit Full-HD- oder HD-Auflösung bei 30 fps aufgenommen werden. Das ist mittlerweile gängiger Standard. Features wie Geo-Tagging, Panorama-Funktion, Gesichtserkennung oder Touch-Fokussierung lassen sich mit dem LG X-Cam ebenfalls nutzen. Wir konnten mit dem X-Cam insgesamt zufriedenstellende Videoaufnahmen tätigen.

Die Qualität der Aufnahmen hat uns bei guten Lichtverhältnissen überzeugt, die Stabilität der Bewegtbilder war in Ordnung und die Reaktion auf sich schnell ändernde Lichtverhältnisse oder neue Fokussierungen kamen binnen wenigen zehntel Sekunden und ohne Flackern zielgerichtet zustande.

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Neun verschiedene Filmfilter stehen zur Auswahl. (Bild: Übergizmo)

Für Selbstportraits findet man an der Vorderseite eine Kamera mit 8 Megapixel, also einer möglichen Bildauflösung von 3.264 x 2.448 Pixel. Für Selfies ist das eine gute Auflösung.

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Ein Selfie bei guten Lichtverhältnissen. LG bietet eine Funktion an, um das Gesicht, bzw. die Haut auf Basis von acht Abstufungen zu glätten. Hat wohl nicht geschadet, oder? (Bild: Übergizmo)

(Bild: Übergizmo)

Komische Verzerrung: Verkleinert man durch Wegdrehen des Smartphones den Winkel zwischen Kamera und eigenem Körper, verzerrt das LG X-Cam an der Unterseite das Objekt. In diesem Fall wird mein Kopf in die Länge gezogen. Not nice. (Bild: Übergizmo)

(Bild: Übergizmo)

Bei Gegenlicht ist leider Schluss. (Bild: Übergizmo)

Ein häufiges Problem bei Selfies: man erreicht den Auslöser nicht, ohne das Smartphone fast fallen zu lassen. Problemlösung á la LG: Man soll die Hand heben, bis sie vom Telefon erkannt wird, und anschließend eine Faust machen. Drei Sekunden später wird das Foto gemacht. Hat´s geklappt? Ja.

Allerdings muss die Hand zuerst vollständig zu sehen sein. Und zur Aktivierung des Auslösers reicht auch manchmal schon eine einfache Positionsveränderung der Hand – ohne eine Faust zu ballen. Alternativ ist auch ein Sprachbefehl möglich. Zur Auswahl stehen diesbezüglich „Cheese“, „Smile“, „Whiskey“, „Kimchi“ und „LG“.

LG X-Cam: Wie fühlt es sich an?

Bei einer Größe von 147,5 mal 73,6 Millimetern und einer Dicke von nur 6,9 Millimetern wiegt das LG X-Cam nur 118 Gramm. Es liegt leicht in der Hand und fühlt sich dank der metallischen Seitenstreifen und abgerundeten Ecken relativ hochwertig und angenehm an. Der On/Off-Button liegt für meine Verhältnisse genau an der richtigen Stelle, um ihn mit dem Daumen zu betätigen. Die Lauter/Leiser-Wippe erreiche ich erst bei einer weiteren, leichten Fingerbewegung.

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Das gebürstete Aluminium der Vorderseite befindet sich unter einer 3D Arc Glasfläche, die auch das Display schützt. Nur hier ist das LG X-Cam anfällig für Fettschlieren und Fingerabdrücke. Gerade die Vorderseite macht aufgrund des unter Glas- und Metall-Looks einen sehr hochwertigen Eindruck, vor allem bei günstigem Sonnenlicht. Rückseitig wird das Smartphone von einer leicht aufgerauten Plastikfläche geschützt, die leider extrem leicht verkratzt. Das LG X-Cam ist in den Farben Titan Silber, Weiß, Gold und Rosé-Gold verfügbar.

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So edel sieht das LG X-Cam bei guten Lichtverhältnissen aus. (Bild: Übergizmo)

Konnektivität des LG X-Cam

Daten können im Mobilfunk via LTE Cat.4 (down: bis zu 150 Mbps; up: bis zu 50 Mbps) übertragen werden. Dazu muss eine SIM-Karte im Nano-SIM-Format eingelegt sein. Weitere unterstützte Kommunikationsstandards sind Bluetooth 4.2 LE, GPS mit A-GPS und GLONASS, NFC sowie WLAN 802.11 b/g/n. Kabelgebundene Datenübertragung funktioniert über den MicroUSB- bzw. 3,5-Millimeter-Anschluss. Einen FM-Radio hat LG dem Smartphone ebenfalls spendiert.

Zur Sound-Wiedergabe befinden sich vier kleine rückseitige Öffnungen. Wie für Smartphones üblich fehlt es dem Sound schlichtweg an Bass. Dafür schafft das X-Cam eine halbwegs klare, wenig verzerrte Wiedergabe. Besser ist der Sound natürlich mit den beiliegenden In-Ears oder größeren, externen Lautsprechern.

(Bild: Übergizmo)

(Bild: Übergizmo)

Die Akkukapazität ist eher durchschnittlich bemessen und liegt bei 2.520 mAh. Leider lässt sich der Akku auch nicht entfernen. Und obwohl die Rückseite nicht abnehmbar ist, ist das X-Cam nicht wasserfest.

Um den Akku einmal vollständig zu laden benötigt man mit dem mitgelieferten Netzteil rund drei Stunden – außerordentlich lange für diese Kapazität. Einen Lichtblick in puncto Akku gibt es aber trotzdem. Im normalen Gebrauch – Telefonie, Surfen, Instant Messaging sowie automatisch geregelter Helligkeit – kamen wir mit einer Akkuladung problemlos über zwei Tage.

Telefonieren lässt sich mit dem X-Cam natürlich auch. LG gibt bezüglich des Strahlungs-Wertes 0,562 W/kg an. Das ist in etwa ein doppelt so hoher Wert wie bei den strahlungsärmsten Smartphones, allerdings noch deutlich unter der gesetzlichen Grenze von 2 Watt/kg – die übrigens von jedem Smartphone eingehalten wird. Der „Blaue Engel“ empfiehlt maximal 0,6 Watt pro Kilogramm, was beim X-Cam gerade noch eingehalten wird.

(Bild: Übergizmo)

(Bild: Übergizmo)

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Fazit

Basierend auf der Ausstattung und dem Preis von knapp unter 300 Euro lässt sich das LG X-Cam als Mittelklasse-Smartphone einstufen. Auch nach dem Test ändert sich dieser Eindruck nicht. Das X-Cam bietet alles, was man sich mindestens von einem Smartphone erhofft und funktioniert ohne Probleme. Herausragende Features oder beeindruckendes Design muss man vor allem bei anderen Geräten suchen.

Der einzige Hoffnungsschimmer einer wahrlichen Daseinsberechtigung des LG X-Cam ist die Doppelkamera an der Rückseite. Diese macht bei guten Lichtverhältnissen tatsächlich einen tollen Job! Bei schlechteren Lichtverhältnissen wie in halbdunklen Räumen, oder auch bei Gegenlicht zeigt die Kamera des X-Cam aber, dass sie von den Leistungen der Kamera eines LG G5 oder eines Samsung Galaxy S7 noch eine ganze Klasse entfernt ist.

Für ganze normale Smartphone-Nutzer, die gerne etwas bessere Fotos schießen wollen, ist das LG X-Cam also zu empfehlen. Wer sich jedoch ein Smartphone mit tatsächlich herausragender Kamera wünscht, sollte vielleicht überlegen noch ein paar hundert Euro mehr locker zu machen.

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