Bußgeld und Platzverweis: Pokémon-Go-Konflikt im hessischen Steinau

(Bild: Niantic Labs)

Im hessischen Steinau an der Straße sorgt Pokémon Go zurzeit für einen kleinen Generationskonflikt. Weil sich am Marktplatz in der Innenstadt eine Pokémon-Go-Arena befindet, sind hier zahlreiche Spieler wohl auch nach 22 Uhr noch unterwegs. Die Anwohner beschweren sich über Lärmbelästigungen, der Bürgermeister droht mit Platzverweisen und Bußgeldern. Im nächsten Schritt will er Entwickler Niantic davon überzeugen, die Arena am Märchenbrunnen zu entfernen.

„Wir können die Ausbreitung von Pokémon Go nicht verhindern“, schreibt der parteilose Bürgermeister Malte Jörg Uffeln auf Facebook. „Es gilt aber auch hier der allgemeine Rechtsgrundsatz, dass sich im öffentlichen Raum jeder Mensch so zu verhalten hat, dass er andere Menschen nicht unvermeidbar durch Lärm beeinträchtigt und belästigt.“ Grundsätzlich benötige man für eine „Pokémon-Go-Party“ in der Innenstadt eine städtische Genehmigung. Ansonsten drohten Platzverweise, Geldbußen und Anzeigen wegen Körperverletzung aufgrund von Ruhestörung durch die Anwohner.

„Am Kumpen [Name des Marktplatzes in Steinau an der Straße, Anm. d. Red.] geht seit einigen Wochen nachts die Luzie ab. Es wird gelärmt, aber auch Müll produziert, der nicht sein muss“, schreibt der Bürgermeister weiter. „Ich erwarte, dass auf das Ruhebedürfnis der Menschen in der Stadt Rücksicht genommen wird, auch und gerade in der Ferienzeit.“

Auf Facebook reagieren die User und Anwohner von Steinau an der Straße ganz unterschiedlich. Manche finden den Vorstoß des Bürgermeisters lachhaft, andere unterstützen die Idee, ruhestörende Pokémon-Go-Spieler zur Verantwortung zu ziehen. Ein User fragte den Bürgermeister, wie er das Pokémon-Go-Spielen am Marktplatz in Zukunft überwachen möchte. „Das ist ja das Problem“, antwortete der Bürgermeister. „Wir suchen nach Lösungen.“

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