Facebook attackiert AdBlock Plus

(Bild: AdblockPlus)

Es ist ein Katz-und-Maus-Spiel, was sich AdBlock Plus und Facebook liefern. Der eine versucht, Werbung zu blockieren, der andere, die Blockade zu umgehen. Ob es in diesem Wettstreit einen Gewinner geben kann, bleibt abzuwarten.

Zwischen Facebook und Eyeo, dem Entwickler des Werbeblockers AdBlock Plus, ist ein Konflikt ausgebrochen. Es geht um Werbeeinblendungen auf Facebook. Die AdBlock-Plus-Community hat nun einen Workaround entwickelt, der Anzeigen ausblendet, die Facebook trotz aktiven Adblocker zeigte. Facebook hat wieder reagiert und will die Umgehung der Umgehung aushebeln, wie TechCrunch berichtet.

Einer Quelle des Blogs zufolge hat Facebook bereits mit der Auslieferung eines Updates begonnen, dass den neuen Code weltweit verfügbar macht. Darüber hinaus soll der Workaround von Eyeo dazu geführt haben, dass AdBlock Plus auch legitime Beiträge von Facebook-Mitgliedern unterdrückte.

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„Wir sind enttäuscht, dass Adblocking-Firmen Nutzer auf Facebook bestrafen, da diese neuen Versuche nicht nur Anzeigen blockieren, sondern auch Beiträge von Freunden und Seiten. Das ist kein gutes Nutzererlebnis und wir werden das Problem angehen. Adblocker sind ein stumpfes Instrument, weshalb wir uns stattdessen auf die Entwicklung von Tools wie Werbepräferenzen konzentriert haben, um die Kontrolle in die Hände der Nutzer zu legen“, zitiert TechCrunch aus einer Stellungnahme des Social Network.

Eyeo wiederum rechtfertigte gestern sein Vorgehen in einem Blogeintrag. „Vor zwei Tagen haben wir mitgeteilt, das Facebook sich ‚der dunklen Seite‘ angeschlossen und begonnen hat, Nutzern von Werbeblockern Anzeigen auf seiner Desktop-Seite aufzuzwingen. Wir haben versprochen, dass die Open-Source-Community sehr schnell eine Lösung haben wird, und offen gestanden, sie hat unsere Erwartungen übertroffen.“

Der Workaround in Form einer neuen Filterregel wird seit gestern an Nutzer von AdBlock Plus verteilt. Eyeo hat nach eigenen Angaben aber damit gerechnet, dass Facebook Gegenmaßnahmen ergreift. „Diese Art des hin und her zwischen der Open-Source-Adblocking-Community und den Umgehern gibt es schon, seit Adblocking erfunden wurde. Es ist also sehr wahrscheinlich, dass Facebook Code schreiben wird, der diesen Filter unbrauchbar macht. Wenn das passiert, wird die Adblocking-Community wahrscheinlich einen neuen Workaround finden, den Facebook vielleicht wieder umgeht, und so weiter.“

Facebook argumentiert, wie Herausgeber anderer Websites auch, dass die Online-Werbung die kostenlos zur Verfügung gestellten Dienste und Inhalte finanziert. Darüber hinaus kritisiert das Social Network Anbieter von Werbeblockern, die „Geld für das Einblenden von Werbung annehmen, die sie zuvor geblockt haben“. Dieses Verfahren sei „bestenfalls verwirrend“ für Nutzer und gehe zu Lasten der Geldmittel, die für die Finanzierung von Journalismus und anderen kostenlosen Diensten im Internet benötigt würden.

Tags :Quellen:Mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de
  1. Facebook hat recht Geld für ein Whitelisting zu nehmen ist Erpressung.

    Deshalb nutze ich uBlock Origin. Da wird einfach jede Werbung geblockt.Da dürfte Facebook ja nichts gegen haben…

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