Microsoft kauft Computerspiel-Livestreamer Beam

Stellenabbau bei Microsoft betrifft 2016/2017 2.850 Mitarbeiter (Bild: Microsoft)

Livestreaming von Computerspielen ist total in - und Microsoft will auf der Welle mitreiten: nun wurde mit Beam ein Anbieter solcher Liveübertragungen gekauft.

Microsoft kauft mit Beam einen auf Livestreaming von Computerspielen spezialisierten Anbieter. Was Microsoft die Investition wert ist, bleibt unbekannt. Eventuell wird Beam direkt in Xbox Live und Minecraft eingebaut, damit der Spieler direkt auf Sendung gehen kann.

In einem Gespräch mit ZDNet.com schaffte Microsoft etwas mehr Klarheit: „Die interaktiven Funktionen von Beam lassen sich von Streamern leicht aktivieren und anpassen und sind darauf ausgelegt, mit jedem Spiel zu funktionieren. Minecraft ist eines von mehreren Xbox-Spielen auf Beam, wir haben aber keine Pläne angekündigt, Beam-Technik in Titel der Microsoft Studios zu integrieren.“

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Beam-CEO Matt Salsamondi ergänzt in einem eigenen Blogbeitrag, Beam werde Teil des Xbox-Teams. Er selbst bleibe innerhalb der Xbox Engineering Group fürs Beam-Team verantwortlich. Man plane für die Zukunft weitere interaktive-Spiele-Integrationen, schreibt er, aber schließlich sei Beam auch erst am 5. Januar in den Betabetrieb gestartet.

Microsoft soll im vergangenen Jahr auch für den Spiele-Streaming-Dienstleister Twitch geboten haben – ebenso wie Google, das inzwischen mit Youtube Gaming selbst eine Alternative entwickelt hat. Letztlich erhielt Amazon für 970 Millionen Dollar den Zuschlag.

Laut Microsofts jüngsten Quartalszahlen nehmen die Umsätze aus Konsolenverkäufen zwar ab, aber die Zahl der monatlich aktiven Nutzer auf Xbox Live steigt. Stückzahlen der verkauften Xbox-Konsolen nennt Microsoft inzwischen nicht mehr.

Trotz Verlusten im Konsolenbereich setzt Microsoft weiter auf Spiele, weil diese auch die wichtigste App-Kategorie auf Mobilgeräten sind. Im Rahmen seiner Cloud-Strategie ist Xbox Live ein wichtiger Hoffnungsträger mit Monetarisierungspotenzial.

Tags :Quellen:ZDNet.comVia:Mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de

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