Samsung: Bald gibt’s auch gebrauchte Hardware

(Bild: Ubergizmo.com)

Samsung will es Apple nachmachen und auch gebrauchte Hardware anbieten, die zuvor wiederaufgearbeitet wurde. Apple verkauft schon seit über 10 Jahren "refurbished"-Ware.

Es ist ein Schritt zu mehr Nachhaltigkeit, den Samsung angeblich plant. Einem Bericht von Reuters nach will Samsung nun auch generalüberholte Geräte verkaufen. Es soll sich dabei um Mobilgeräte handeln, die Kunden im Rahmen eines Abonnements erhalten und danach zurück gegeben haben. Für die Käufer gibt es eine Garantie und niedrigere Preise.

Reuters konnte weder Zielmärkte noch angestrebte Preispunkte oder auch Stückzahlen in Erfahrung bringen. Es schreibt aber, Samsung wolle seine Kosteneffizienz maximieren und den Betriebsgewinn auch angesichts gesättigter Smartphonemärkte bei über 10 Prozent halten.

Samsung bleibt Kommentar schuldig

Solche generalüberholten Smartphones werden typischerweise mit einem neuen Akku und neuem Gehäuse ausgestattet, sodass sie in vielen Fällen kaum von einem Neugerät zu unterscheiden sind. Ob Samsung dies auch so praktizieren wird, ist aber offen. Das Unternehmen wollte das „Gerücht“ nicht kommentieren.

Besonders hilfreich könnten solche Gebrauchtgeräte in Märkten wie Indien sein, wo Spitzenmodelle zu Preisen um 800 Dollar für wenige Anwender erschwinglich sind. Auch Apple beantragte daher im vergangenen Jahr eine Lizenz, Gebrauchtgeräte aus aller Welt nach Indien zu importieren. Es wollte dort niedrigere Preispunkte treffen und besser mit Anbietern etwa aus China konkurrieren, ohne dem Wert seiner Marke zu schaden. Die zuständige Behörde verweigerte diese Genehmigung aber. In Indien bereits aktive Anbieter, die gesetzeskonform vor Ort fertigen, hatten gegen eine Ausnahme für Apple protestiert. Samsung war einer davon.

Apple-Geräte wertvoller als Samsung-Modelle

Nach Zahlen von BNP Paribas, die Reuters zitiert, liegt der Wiederverkaufswert von Apple-Smartphones nach einem Jahr bei 69 Prozent des Neupreises. Für Samsungs Galaxy-Spitzenmodelle bekommt man zumindest in den USA nach einem Jahr etwa 51 Prozent des Neuwerts.

Apple verkauft „generalüberholte“ Hardware etwa in Deutschland und den USA. Hierzulande handelt es sich zumindest derzeit nur um Macs, iPads und iPods, nicht aber um iPhones. Die Preissenkungen liegen nach Herstellerangabe zwischen 40 und 60 Prozent unter dem Neupreis. Verkaufszahlen nennt Apple für dieses Programm nicht.

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Tags :Quellen:Mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de

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