BQ Aquaris X5 Plus im Test: Das vielleicht beste Smartphone unter 300 Euro

(Bild: Übergizmo(

Dieses Smartphone wirkt nicht nur von Außen sehr hochwertig, es kommt für seine Preisklasse auch mit einer richtig guten Ausstattung. Selbst ein europäisches Smartphone-Novum findet sich im BQ Aquaris X5 Plus. Ob wir nach einem Dauertest noch immer so begeistert sind?

BQ Aquaris X5 Plus

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Der SIM-Kartenschacht

 PRO

 CON

 (Bild: Übergizmo)Edles Gehäuse  (Bild: Übergizmo)Akku fest verbaut und ohne Quick Charge-Funktion
 (Bild: Übergizmo)Tolle Kamera   Kleiner Software-Bug im Kameramodus(Bild: Übergizmo)
 (Bild: Übergizmo)Zuverlässiger Fingerabdrucksensor
 (Bild: Übergizmo)Besonders strahlungsarm
 (Bild: Übergizmo)Dual-SIM, LTE, MicroSD und Galileo

Optik und Haptik des X5 Plus

Das BQ Aquaris X5 Plus ist eher ein schlichtes Smartphone, das bei genauem Hinsehen aber wirklich schick und hochwertig wirkt. Das liegt vor allem an dem metallischen Rahmen, der sanft abgerundet wurde und in matter Optik das X5 Plus veredelt. Die Kanten des Rahmens sind fein säuberlich abgeschrägt und glänzend – ein schöner Kontrast. Oben wie unten hat BQ den Rahmen etwas breiter gelassen und setzt damit nochmals einen edlen Akzent.

Wirklich gut gefällt uns auch die Rückseite. Hier hat BQ ein haptisch angenehmes, mattes Design aus Spritzguss-Aluminium verwendet, das seitlich abgerundet ist und in den metallischen Rahmen verläuft. Oben mittig befindet sich ein glänzender, metallischer Ring in dessen Mitte der Fingerabdrucksensor verbaut. Der Sensor lässt sich mit dem Zeigefinger hervorragend erreichen und reagierte stets schnell und zuverlässig. Größtes, spürbares Manko der Rückseite: sie zieht Staub an. Glücklicherweise lässt sich dieser aber ebenso leicht wieder abwischen.

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Staubiges Aquaris X5 Plus. (Bild: Übergizmo)

Und die Rückseite hat noch ein wenig mehr zu bieten. Optisch fällt natürlich das bq-Symbol auf, das im Vergleich zum Rest etwas herabgesetzt und dunkler sowie glänzender ist. Oben links hat man, ebenfalls in eine dunklere, glänzende und etwas herabgesetzte ovale Fläche die Kamera verbaut und darunter einen Dual-LED-Blitz platziert. Das 7,7 Millimeter dicke Smartphone liegt mit 145 Gramm eigentlich gar nicht so schwer in der Hand. Es gibt zwar auch leichtere Modelle, die haben dann aber einen kleineren Akku und fühlen sich weniger hochwertig an.

Haptisch ist das Aquaris X5 Plus ein echtes Erlebnis: klare Kanten, sanfte Flächen und weiche Kurven – BQ scheint es zu verstehen, wie man die Sinne affiziert. Meistens zumindest. Die Front hat BQ nämlich hinter einem Dinorex-Glas versteckt, das ziemlich anfällig für Fingerabdrücke ist. Positiv ist hingegen, dass die Navigationsbuttons nicht das Display beschneiden, sondern sich darunter befinden.

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Bildschirm des Aquaris X5 Plus

Damit wären wir auch schon beim Display des X5 Plus. BQ verbaute ein LTPS IPS LCD-Panel mit fünf Zoll Diagonale und Full-HD-Auflösung (1.920 x 1.080 Pixel) – Standard in dieser Kategorie, reicht aber auch. Bildpunkte lassen sich auf dem Display bei 440 ppi mit bloßem Auge nicht erkennen und Farben werden vom Display mit Quantum Color +-Technologie satt wiedergegeben.

Die maximale Bildschirmhelligkeit wirkt mit 620 Nits sehr kräftig und lässt sich natürlich auch auf Sparflamme setzen. Bei kleineren Blickwinkeln bleiben die Farben stabil und das Schwarz ist verhältnismäßig tief. Insgesamt gefiel uns das Display gut.

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Snapdragon-CPU im BQ

Im Inneren taktet ein Qualcomm Snapdragon-652-Octa-Core-Prozessor auf vier Cortex-A72-Kernen mit bis zu 1,8 GHz sowie vier Cortex-A53-Kernen mit bis zu 1,4 GHz. Der Prozessor arbeitet mit der big.LITTLE-Technologie, um die Akkulaufleistung zu verbessern. Außerdem ist ein dezidierter Qualcomm Adreno-510-Grafikprozessor mit bis zu 550 MHz integriert, der Arbeitsspeicher beträgt 2 GByte.

So viel zu den leistungsbezogenen Daten. Im Gebrauch funktioniert das Aquaris X5 Plus dann aber tatsächlich zufriedenstellend und flott. Apps öffnen binnen weniger Zehntelsekunden und auch aufwendige Spiele laufen flüssig. Erst nach einer Stunde Dauerbetrieb eines Games, als das X5 Plus schon spürbar warm wurde, gab es leistungsbezogene Defizite – allerdings nur den Ton betreffend und nicht permanent. Kleine Verzögerungen beim Wechseln zwischen den Kamera-Modi in der Kamera-App traten leider auch gelegentlich auf, allerdings nicht in einem störenden Ausmaß.

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Android, natürlich

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Wie zu erwarten ist dem BQ Aquaris X5 Plus Android 6.0.1 (Marshmallow) vorinstalliert. Ob ein Update auf das in Kürze startende Android 7 seitens BQ vorgesehen ist, ist noch unklar. Da das Aquaris X5 Plus aber erst seit kurzem auf dem Markt ist, kann man durchaus davon ausgehen.

Und noch etwas fällt beim Aquaris X5 Plus auf: Bloatware gibt es hier nicht. Wirklich nicht. Abgesehen von der ganzen Palette Google-Apps, die auf jedem Android-Gerät zu finden sind, existiert genau eine von BQ hinzufügte Anwendung auf dem Smartphone. Diese heißt BQ Plus und ist eine Garantie bei Raub oder anderen Schäden. Nutzen kann man die App erst, wenn man die Garantie für rund 20 Euro im Jahr abschließt. Der Startbildschirm des Aquaris X5 Plus ist vor der Installation weiterer Apps also ziemlich… aufgeräumt.

Galileo on Board

Als erstes Smartphone in Europa ist das X5 Plus mit Galileo kompatibel. Das terrestrische ProSieben-Signal kann man damit  natürlich nicht empfangen, vielmehr lässt sich neben GPS und GLONASS auch mit dem Satellitennavigationssystem Galileo kommunizieren, das Ende des Jahres verfügbar sein wird. Auf das chinesische Satellitennavigationssystem Beidou lässt sich im Übrigen ebenfalls zugreifen.

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Relativ guter Kamerasensor

An der Rückseite lassen sich Bilder mit einer 16-Megapixel-Kamera aufzeichnen. BQ verbaute dazu einen Sony IMX298-Sensor mit 1/2.8 Zoll Größe und einer Blende von f/2.0 sowie  sechs Largan-Linsen. Ein Dual-Tone-Blitz samt Nachtmodus soll für ausreichend Helligkeit an dunklen Orten sorgen.

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Schöne Bokehs außerhalb des Schärfebereichs. (Bild: Übergizmo)

Der Autofokus mit Phasenerkennung (PDAF) funktionierte relativ zufriedenstellend. In schlechter belichteten Umgebungen pulsierte er zwar hin und wieder und tat sich schwer, ein Objekt scharf zu stellen – sobald man aber manuell einen Schärfebereich festlegte, reagierte der Fokus binnen einer halben Sekunde. Bei guten Lichtverhältnissen machte die Kamera dafür auffallend schöne Bilder mit ansehnlichen Bokehs.

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Farben wurden oft, aber nicht immer satt wiedergegeben und auch gegen die Sonne fotografiert gab der Sensor noch Farben wieder, ohne in das Zeichnen rein schwarzer Silhouetten zu verfallen. Der Kontrast hätte manchmal ein wenig stärker sein können, doch das lässt sich auch in der Nachbearbeitung regeln.

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Gesichtserkennung, Panorama-Funktion und HDR-Aufnahmen sind neben Touch Focus und Geo-Tagging nur wenige der interessanten Features der Kamera. Bei gewählter manueller Aufnahme lässt sich beispielsweise auch die Verschlusszeit wählen (10 Sekunden bis 1/6400 Sekunden) oder die Belichtung einstellen.

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Gute Belichtung – verdammt gutes Bild. Sättigung, Kontrast und Schärfe hat das X5 Plus hier nahezu perfekt eingestellt. In manchen Augen sind höchstens die hellsten Stellen leicht überbelichtet. (Bild: Übergizmo)

Auch der Weißabgleich (2500 bis 7500K) sowie der ISO-Wert (100 bis 1600) kann variiert werden, um eine gewisse Farbstimmung zu erzeugen bzw. bei Dunkelheit die Lichtempfindlichkeit zu erhöhen.

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Im Original war die Szene deutlich dunkler, dafür lässt sich auf der Aufnahme ein leichtes Rauschen der dunklen Stellen erkennen (Bild: Übergizmo)

Die 8-Megapixel-Frontkamera verfügt im Besonderen über einen Sony IMX219-Sensor, den Face Beauty-Modus sowie ein Selfie-Vorschaufenster. Der Blendenwert liegt bei f/2.0, die Sensorgröße bei 1/4 Zoll. Videos lassen sich in HD- und Full-HD-Qualität aufzeichnen. Für Selfie- und Videotelefonie-Zwecke gefiel uns die Frontkamera gut.

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4K-Videos mit dem BQ Aquaris X5 Plus

Videos lassen sich mit einer Breite von 2.160 Bildpunkten bei 30 Bildern pro Sekunde aufzeichnen. Das entspricht der 4K-Auflösung, also vier mal so viel Bildpunkten wie das gestochen scharfe Display des Aquaris X5 Plus selbst überhaupt anzeigen kann. Manche TV-Endgeräte oder Monitore unterstützen die 4K-Auflösung allerdings bereits.

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Alternativ dazu lassen sich auch Bewegtbilder in Full-HD und HD-Auflösung aufzeichnen. Die Bildwiederholfrequenz liegt leider auch hier bei 30 fps. Zum Vergleich Beim iPhone 6 lassen sich auch Aufnahmen mit bis zu 120 fps aufnehmen, um spannende Zeitlupenwiedergabe zu ermöglichen. Doch dafür besitzt das BQ Aquaris X5 Plus ja über das Kameramenü Motions.

Lies auch: Lithium-Metall soll Akkulaufzeit verdoppeln

Hierüber können Zeitraffer- und Zeitlupenaufnahmen gemacht werden – theoretisch. Wählt man nämlich die Zeitlupenfunktion, beendet sich die Kamera-App automatisch – gar nicht schön. Wir können BQ nur raten, das Problem schnellstmöglich mit einem Software-Update zu beheben.

Zurück zur Videofunktion: Der Autofokus passte sich bei den Videoaufnahmen binnen zwei bis drei Zehntel Sekunden an, hatte manchmal aber Probleme, sich auf einen Schärfebereich festzulegen und pulsierte infolgedessen. Mit manueller Einstellung fuhren wir in diesem Fall gut. Eine bessere Stabilisierung des Bewegtbildes hätte dem BQ Aquaris X5 Plus außerdem ebenfalls gut getan.

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Großer Akku, lange Leistung

Mit 3.200 mAh ist der Lithium-Polymer-Akku des BQ Aquaris X5 Plus verhältnismäßig großzügig bemessen. Im normalen Gebrauch (viel WLAN, Bildschirmhelligkeit bei etwa 40 Prozent) reichte es tatsächlich, um ohne Steckdose über zwei Tage zu kommen – ein zufriedenstellendes Ergebnis. Wer das Smartphone besonders intensiv nutzt und zum Beispiel regelmäßig damit grafisch aufwendige Spiele zockt, wird aber dennoch täglich eine Steckdose aufsuchen müssen.

Bis der Akku vollständig geladen ist vergehen circa zwei Stunden und 55 Minuten mit einem 1,5A-Adapter. Nach einer Stunde erreichte der Akku einen Ladestand von etwa 35 Prozent. Klar, lieber hängt das Smartphone eine Stunde länger an der Steckdose, als jeden Tag ohne „Saft“ dazustehen. Wer eine Quick Charging-Funktion anderer Smartphones gewöhnt ist, wird diese an manchen Tagen aber vermissen.

Leichten Tadel gibt es aber letztlich nur für den fest verbauten Akku. Dem Wunsch nach besserer Reparierbarkeit wird an dieser Stelle leider nicht Folge geleistet. Häufig wird so etwas damit gerechtfertigt, dass das Smartphone wasserfest ist. Das trifft auf das Aquaris X5 Plus aber nicht zu.

Lies auch: LG X-Cam im Test – Ein Smartphone mit drei Kameras für 280 Euro

(Bild: Übergizmo)

LG X-Cam (Bild: Übergizmo)

Dual-SIM- und MicroSD-Slot

Mobil lassen sich Daten im 4G-Netz übertragen. Außerdem können zwei Nano-SIM-Karten in den entsprechenden Slot gelegt werden. Sehr angenehm war im Übrigen der stabile SIM-Karten-Schlitten aus Metall. Andere Verbindungsmethoden sind etwa NFC, Bluetooth 4.1 und WLAN 802.11 b/g/n/ac.

Den internen Speicher gibt BQ mit 16 GByte an, tatsächlich verwenden lassen sich etwa 10 GByte. Für mehr Speicher kann man allerdings eine MicroSD-Karte (bis zu 256 GByte) einlegen. Die integrierten Sensoren sind ein Gyroskop, ein Beschleunigungsmesser, ein Näherungssensor, ein Kompass sowie der Fingerabdruckscanner an der Rückseite. Einen USB- sowie 3,5-Millimeter-Klinkensteckeranschluss besitzt das Aquaris X5 Plus ebenso wie die FM-Radio-Funktion. Dafür ist allerdings ein Headset vonnöten.

Strahlungsarm und puristischer Lieferumfang

Bezüglich der Strahlung des X5 Plus gibt Aquaris 0,253 W/Kg beim Telefonieren sowie 1,48 W/Kg beim Transport am Körper an. Damit läge das X5 Plus in diesem Ranking sogar noch in den Top Ten der strahlungsärmsten Handys. Der „Blaue Engel“ empfiehlt maximal 0,6 Watt pro Kilogramm, die gesetzliche Grenze liegt bei 2 Watt pro Kilogramm – good job BQ!

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Das BQ Aquaris X5 Plus kommt in einer ansprechenden, haptisch angenehmen Kartonverpackung. Neben einem USB-Kabel zum Datentransfer bzw. Laden des Akkus liegt dem Mobilgerät auch ein Metallstab zum Öffnen des SIM-Karten- sowie MicroSD-Kartenschachts bei. Ein Netzteil fehlt dem X5 Plus zwar, allerdings ist dies nur für jene ein Problem, die das X5 Plus als erstes Smartphone kauften.

Und selbst dann findet man in der Familie, dem Bekanntenkreis oder der Nachbarschaft sicher eine Person, die noch ein Netzteil mit USB-Anschluss übrig hat. Letztlich ist es zu begrüßen, wenn Elektronikhersteller darauf verzichten, die Kunden mit jedem Gerät erneut mit Zubehör zu fluten. Dieser Verzicht gilt im Falle des X5 Plus übrigens auch für Ohrhörer.

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Lieferumfang des X5 Plus (Bild: Übergizmo)

Laute Töne aus dem Aquaris

Oder will man durch diesen Verzicht vielleicht darauf hinweisen, dass das X5 Plus selbst für guten Sound sorgt? Tatsächlich gibt der Hersteller an, das Smartphone würde über „Hi-Fi-Qualität“ verfügen und Dekodierungstechnik von Dolby verwenden. Ein intelligenter Verstärker (Smart PA) soll außerdem hohe Lautstärke ermöglichen, ohne Verzerrungen entstehen zu lassen.

Laut werden kann das Aquaris X5 Plus tatsächlich. Die mittlere Einstellung reicht dabei  vollkommen für die Beschallung eines Raumes ohne Nebengeräusche. Und nicht nur das: es klingt sogar gut! Der Dolby Atmos-Sound tönt ausgewogen und klar aus dem Lautsprecher, selbst seichte Bässe sind zu vernehmen. Für ein Smartphone ist die Audioqualität tatsächlich außerordentlich gut.

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Die Lautsprecheröffnung an der Unterseite des BQ Aquaris X5 Plus. (Bild: Übergizmo)

Dreht man allerdings stärker auf, kommt es tatsächlich zu leichten Verzerrungen im Ton. Die langfristige unmittelbare Nähe zum Smartphone sollte man bei voller Lautstärke nicht nur deshalb besser vermeiden – zumindest wenn einem das eigene Gehör lieb ist. Das BQ Aquaris X5 Plus kann nämlich wirklich verdammt laut sein.

Preis und Farben des X5 Plus

Das BQ Aquaris X5 Plus ist seit 11. August 2016 verfügbar und kostet knapp 300 Euro in der hier genannten Ausstattung. Der spanische Hersteller vertreibt damit zum ersten Mal ein eigenes Smartphone mit Fingerabdruckscanner und bietet für rund 340 Euro auch eine Variante mit 32 GByte internem Speicher sowie 3 GByte RAM an. BQ verkauft die Modelle in den Farben Schwarz/Anthrazit-Grau sowie Weiß/Rosé-Gold.

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Fazit

Das BQ Aquaris X5 Plus zählt unserer Ansicht definitiv zu den besten Smartphones seiner Kategorie. Wer für ein Mobilgerät nicht mehr als 300 Euro bezahlen möchte und sich für ein Android entscheidet, macht mit diesem Smartphone wohl keinen Fehler. In den Wochen, die wir es testeten, hatten wir stets unsere Freude an dem Gerät und all seinen Features. Wie langlebig das Produkt ist können wir zwar leider nicht vorhersagen – das gilt aber für nahezu jedes Smartphone.

Der Software-Bug im Kameramenü betraf letztlich nur ein kleines Feature und wird (hoffentlich) mit einem Update durch BQ bald behoben. Da das Aquaris X5 Plus erst seit wenigen Tagen verfügbar ist, kann man aber tatsächlich davon ausgehen, dass man sich um die Behebung solcher Probleme zeitnah bemüht. Letzte Empfehlung unsererseits: 40 Euro Aufpreis für 1 GByte mehr RAM sowie letztlich rund 20 GByte mehr internen Speicher erscheinen durchaus sinnvoll – vor allem, wenn man gerne mehrere anspruchsvolle Apps wie ein Spiel und die Kamera parallel geöffnet lassen möchte.

Selbst für 340 Euro wäre das BQ Aquaris X5 Plus nach unserer Einschätzung noch ein herausragend gutes Smartphone. Das Ergebnis: Fünf von fünf Sterne im Überrank!

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  1. Die Rückseite des X5 Plus soll aus Spritzguss-Aluminium bestehen, also kein Plastik. Der GPS-Empfänger kann zusätzlich wohl auch noch BeiDou empfangen, jedenfalls werden mir mit AndroiTS 3 BeiDou-Satelliten angezeigt.

    1. Danke für den ausführlichen Test. Jetzt fänd ich eine Vergleich der Performance zwischen 2GB und 3GB und anderen Geräten noch interessant. Und da ihr von der Fingerabdrücken bei Dinorex schreibt: sind die nachweislich schlimmer als etwa bei Gorilla Glas?

    2. Seit gestern habe ich das X5+ und war mir unsicher ob die Rückseite wirklich aus Alu sein soll.
      Eine Anfrage beim Support gab die Antwort:
      „Die Rückseite besteht aus Kunststoff und der Rahmen besteht aus Aluminium. „

  2. 1. Ich hätte mir einen genauen Test des Akkus gewünscht (z.B. GeekbenchBattery Benchmark).

    2. Ich hätte mir auch einen Test des GPS-Moduls erwartet. Galileo ist sicher nett (wenn es da ist), aber bringt auch nichts, wenn die Positionsbestimmung sonst auch nicht genau ist. Da gibt es leider große Unterschiede bei den Smartphones.

    3. Das Smartphone mag beim telefonieren recht strahlungsarm sein, dafür sind die 1,48 W/Kg beim Transport am Körper konkurrenzlos hoch. Von strahlungsarm würde ich nur reden, wenn beide Werte niedrig sind.

    1. Laut angaben von Testpersonen aus einigen Foren (darunter vor allem spanische Foren) soll Galileo GPS bis auf 1-3 Meter genau sein.

    2. Laut BQ auf Facebook zu den hohen SAR Werten:

      Hallo XXX,
      Seit dem 25.April, hat sich die Messung der Werte laut der UE verändert. Vorher war es mit einer Entfernung von 15mm und jetzt ist die Enfernung von 5mm. Wir hoffen, dass dir diese Info weiterhilft! LG

      1. Die Info über die SAR-Werte klingt zumindest sehr beruhigend. Dann ist es nicht mehr ganz so schlimm. Danke dafür.

        Galileo ist doch noch gar nicht verfügbar bzw. einsatzbereit. Eine Teilnutzung soll doch erst Ende des Jahres möglich sein.

        1. Zum testen scheint Galileo wohl schon ein paar mal verfügbar gewesen zu sein. Frag mich aber nicht wie die Leute an diesen Test ran gekommen sind. Scheinen wohl eh nur Spanier zugriff gehabt zu haben.

  3. Hallo!
    Wie ist denn die Audio Qualität über Kopfhörer? BQ selbst wirbt „Mit High Definition Audio mit bis zu 24 Bits und 96 KHz kannst du deine Musik mit maximaler Tonreinheit und einer Auflösung wie bei der Originalaufnahme genießen.“
    Bringt das etwas?

    1. Kommt immer auf die Quelle an und welche Kopfhörer man verwendet. Nutze sehr teure In Ear Kopfhörer von Bose und als Quelle Spotify auf der höchsten Qualität Einstellung (offline). Musik hat sich für mich nie besser angehört. Allerdings bin ich kein Spezialist.

  4. Hallo !

    Aufgrund der positiven Teste habe ich mir das BQ X5 Plus bestellt. Schon lange suchte ich ein aktuelles Handy, welches neben Dual Sim auch eine hohe GPS Genauigkeit hat. Nach dem Flop des Samsungs S5 mini (GPS Genauigkeit +/- 6 Meter)…habe ich mir aus „Not“ das S4 mini DUOS zugelegt. Hier war die GPS Genauigkeit 4 Meter..aber der Kompass streikte oft…auch brach das GPS Signal ohne Grund oft ab. Danach habe ich mich mit unzähligen Modellen beschäftigt…Geocacher Foren durchsucht…aber alles suboptimal.

    Gestern kam das GQ X5 Plus an…sofort ausgepackt…GPS Status aufgespielt und auf den Balkon gegangen. Ich kann nur sagen : WOW !!!!! Sofortiger Fix…und auf dem Balkon schon nur 3 Meter Ungenauigkeit. Ein Spitzenwert !!! Und selbst in der Wohnung liegt das GPS Signal mit +/- bei 10-12 Meter.

    Wer also ein Smartphone mit stabilem Kompass und hoher Genauigkeit sucht…ist mit X5 Plus auf den richtigen Weg !!!! Kaufempfehlung …auch für alle Geocacher, welche neben Ihrem Garmin noch ein genaues Smartphone zum Spontancachen suchen. Wasserdicht mache ich es mit Sleevehülle und Displayschutz !

  5. Wie siehts denn mit der Wärmeentwicklung allgemein aus? Also nach 1h spürbare erwärmung is jetzt recht subjektiv..
    Hab das problem nämlich mit meinem derzeitigen und das nervt weil 1. Has mir damit schon eine speicherkarte ruiniert 2. Geht der akku dann um welten schneller aus und 3. Is es in der tasche unangenehm…

  6. Vielen Dank für den klasse Testbericht! Bin an sich auch ziemlich begeistert. Habe aber bzgl. des Sounds zwei Sachen festgestellt, die mich ziemlich nerven: Ihr habt recht, der Lautsprecher an sich ist ziemlich laut und klingt auch überdurchschnittlich gut. Allerdings ist bei der Wiedergabe über den Lautsprecher oft – vor allem bei reinen Sprachpassagen wie in Podcasts – ein ziemlich lautes Rauschen zu hören. Dann klingt das X5 Plus, als ob man Radio höre würde.

    Was mich allerdings noch mehr nervt: Pausiert man z. B. einen Song bei Spotify und hört über Kopfhörer, so ist 1-2 nach dem Pausieren ein leichtes Rauschen und ein einmaliges Knacksen zu hören. Dieses Rauschen und Knacksen kann ich über den Kopfhörer nach jedem einzelnen Systemsound hören. Bei android-hilfe.de gibt es schon einige Leute, die das Problem ebenfalls haben: http://www.android-hilfe.de/thema/dolby-audio-bei-wiedergabe-ueber-3-5-mm-klinke-qualitaet-der-lautsprecher-bq-aquaris-x5-plus.789755/#post-9975266 Werde das Gerät deswegen höchstwahrscheinlich umtauschen bzw. zurückgeben.

    Könntet Ihr das bei Eurem Testgerät vielleicht noch einmal prüfen? Dankeschön und viele Grüße, Sebastian

    1. Das beschriebene Problem hatte ich mal bei meinem bq E4.5 als ich auf eine unstable Android 6 gewechselt habe. Nachdem ich die Originalrom zurückgeflasht habe, war das Problem weg. Vermutlich also ein Software-Problem?!?

  7. Hallo!

    Hat das Telefon denn einen dedizierten SD-Card-Slot, wie auch das M5? Oder ist es einer dieser traurigen Hybrid-Slots? Ich finde das sehr wichtig.

    1. Das X5 Plus kann drei Karten aufnehmen. Auf dem Bild http://de.ubergizmo.com/wp-content/uploads/2016/08/14012906_1060186537350499_1798298085_o-1080×608.jpg ist auf der linken Seite der Einschubschlitte n für die Nano-SIM Karten der bis zu zwei verschiedenen Nano-SIM zu sehen, damit erhalten die zwei IMEI im Dual-SIM-Smartphone bis zu zwei MSIDSN über die Telefonnummern und die bis zu zwei verschiedene Telefonanbieter abgerechnet werden können.

      Für die microSD-Speicherkarte gibt es auf der rechten Seite einen zweiten Einschubschlitten !

      1. Das X5 Plus kann drei Karten aufnehmen. Auf dem Bild http://de.ubergizmo.com/wp-content/uploads/2016/08/14012906_1060186537350499_1798298085_o-1080×608.jpg ist auf der linken Seite der Einschubschlitte n für die Nano-SIM Karten der bis zu zwei v
        erschiedenen Nano-SIM (Formfaktor 4FF) zu sehen, damit erhalten die zwei IMEIs im Dual-SIM-Smartphone bis zu zwei IMSI-Nummern mit den unterschiedlichen Mobilfunknummer (MSISDN = Mobile Subscriber Integrated Services Digital Network Number) und so kann auch ûber bis zu zwei verschiedene Telefonanbieter abgerechnet werden. Die MS ISDN-Nummer kann nicht über WLAN ausgelesen werden, nur vom Telefon/Smartphone selbst, diese wir z.B. beim gefährlichen WAP-Billing genutzt, an dem die Mobilfunkanbieter bis zu 60% :(.

        Für die microSD-Speicherkarte gibt es auf der rechten Seite einen zweiten Einschubschlitten! :)

  8. Das mit dem fest verbauten Akku ist wirklich schade, die Handyindustrie zwingt uns diese „Errungenschaft“ praktisch auf. Für mich persönlich ist dies ein absolutes No-Go.
    Bin gerade auf der Suche nach einem neuen Handy .Schade das BQ wäre es fast geworden ;-((

  9. Wirst aber kaum noch ein Handy finden mit wechselbaren Akku ,was mit der Hardware aktuel ist.Habe mich auch lange gewehrt ,aber das Bq ist mein erstes mit festverbauten Akku.Sollte er hin sein ,Bq wechselt ihn für 25 Euro aus.Dafür ist das Aquaris X5 Plus echt top ,gut verarbeitet und keine Bugs und hatte schon Display on zeit von über 8 stunden erreicht.mein voriges Handy war von Wiko ,etliche Bugs und niemand kümmerte sich drum ,hatte 180 euro gekostet und war eingeschränkt in der Bedienung wegen den Bugs.Da lobe ich mir Bq schon ein update bekommen und es läuft fehlerfrei

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