Schüler entwickelt Verfahren für Computerrecycling

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Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) vergab Sonderpreise im Rahmen der "Jugend forscht"-Auszeichnungen. Darunter fiel auch das Projekt "Rohstoffquelle Computer" eines Schülers aus Erlangen.

Der mit 1.000 Euro dotierte zweite  DBU-Sonderpreis ging an Alexander Gottschick des Ohm-Gymnasiums Erlangen. Im Zuge des Projekts „Rohstoffquelle Computer“ entwickelte der Schüler ein geeignetes Recyclingverfahren, um die wertvollen Metalle aus Computern zu lösen. Das ist nicht nur wirtschaftlich sinnvoll, sondern auch potentiell ökologisch, wenn dadurch weniger neue Rohstoffe der Erde entnommen und Kreislaufwirtschaften angekurbelt werden.

Gottschick entwickelte dazu ein mehrstufiges Verfahren. In einer siedenden Salpetersäurelösung wurden zunächst die Metalle Kupfer, Nickel, Eisen, Mangan und Gold gelöst, indem sie zu Metallnitraten reagierten. Unter einer Steigerung des pH-Wertes wurden sie als Metallhydroxide ausgefällt und zu den grundlegenden Metallen reduziert. Das Gold filterte er bereits zuvor heraus und schied es anschließend mittels Elektrolyse aus einer Säure.

Metalle wieder ein Reinform verfügbar

Sechs Prozessoren alter Computer durchliefen das genannte Verfahren. Am Ende lagen die fünf Metalle wieder in Reinform vor, was Gottschick mit einer analytischen Methode auch nachweisen konnte. „Bisher gibt es kaum geeignete Recyclingverfahren“, so die DBU. Das Potential des Projekts „Rohstoffquelle Computer“ scheint also enorm, zumal bislang noch viele Altgeräte unzureichend entsorgt werden und auf Müllhalden in Ländern wie Ghana landen.

Den ersten DBU-Sonderpreis über 1.500 Euro gewannen die Schülerinnen Annelie Elisabeth Dörheit, Melissa Sophie Kannewurf und Lia Antonia Söder vom Georg-Canter-Gymnasium in Halle (Saale) für ihr Gesellschaftsspiel „VITAQUA – Wasser ist Leben.“ Bei dem Brettspiel muss ein ausgetrockneter See wieder mit Wasser befüllt werden. Die dafür notwendigen Maßnahmen werden mit Spielgeld bezahlt, das man für richtige Antworten auf thematisch passende Fragen erhält.

Tags :Via:DBU

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