Nun können euch Firmen auf WhatsApp schreiben

WhatsApp

Die erste Veränderung der Datenschutzrichtlinie von WhatsApp seit vier Jahren wird große Veränderungen mit sich bringen. Nicht nur, dass künftig der Datenaustausch mit Facebook wahr wird, Firmen dürfen WhatsApp auch zur Kommunikation mit (potentiellen) Kundinnen und Kunden verwenden.

Erst im November letzten Jahres hatte WhatsApp den Account des öffentlich-rechtlichen Radiosenders Bayern3 gesperrt, da der Dienst nicht für kommerzielle Zwecke zur Verfügung stand. Nun scheint man genau dies forcieren zu wollen.

In den letzten Monaten hatte WhatsApp mehrfach betont, es wolle seine Plattform monetarisieren, ohne Displaywerbung einzuführen, also klassische Bannerwerbung oder dergleichen. Stattdessen werde es Unternehmen mit seinen Nutzern in Kontakt bringen. „Spam“ komme aber ebenfalls nicht in Frage. Die Nachrichten müssten schon einen gewissen Nutzwert bringen – etwa Warnungen von Banken zu Betrugsversuchen oder Hinweise auf Flugverschiebungen durch Luftfahrtgesellschaften.

In der neuen Richtlinie unterscheidet WhatsApp nun aber zwischen gezielten Marketing-Nachrichten und Werbung: „Nachrichten, die du erhältst, die Marketing enthalten, könnten Angebote zu etwas enthalten, das dich interessiert. Wir möchten nicht, dass du das Gefühl hast Spam zu erhalten. Wie mit allen deinen Nachrichten kannst du auch diese Kommunikation verwalten und wir werden uns nach deiner Auswahl richten.“ (Der letzte Satz endet im englischen Original mit „wir werden deine Auswahl respektieren.“)

Andere künftig mögliche Nachrichtentypen sind Transaktionsdetails, Termininformationen, Liefer- und Versandhinweise sowie Informationen zu neuen Produkten und Diensten.

Datenaustausch zwischen WhatsApp und Facebook

Darüber hinaus arbeitet WhatsApp ab sofort enger mit Facebook zusammen und gleicht insbesondere die Nutzerdatenbanken beider über die Telefonnummer ab. Facebook könne mit den Informationen aus WhatsApp gezieltere Werbung zeigen, lautet die offizielle Begründung.

Nutzer, die der neuen Datenschutzrichtlinie zustimmen, können der Facebook-Integration allerdings widersprechen. Sie haben 30 Tage Zeit, sie im Bereich Einstellungen unter Konto zu deaktivieren.

Schon gewusst? WhatsApp bekommt Siri-Unterstützung für Sprachbefehle

WhatsApp liegt für Android, iOS, OS X und Windows als eigenständige App vor. Die Browser-Version ist nur ergänzend gedacht. Sein größter Konkurrent ist – neben dem auf China beschränkten WeChat – der unter dem gleichen Dach entwickelte Facebook Messenger, der Internet-Telefonie seit 2013 unterstützt.

Facebook kaufte die Kommunikations-App im Jahr 2014 für 19 Milliarden Dollar. 2013 war es mit dem Versuch gescheitert, den Messaging-Dienst Snapchat für 3 Milliarden Dollar zu übernehmen.

Tags :Via:Mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de

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