Google-Autos: Mit Airbnb-Know-How soll nun Geld verdient werden

(Bild: Google)

Google forscht seit Jahren an autonomen Fahrfunktionen - doch wozu? Schließlich kostet dieses Unterfangen eine Menge Geld. Ein ehemaliger Airbnb-Manager soll das Know-How jetzt vermarkten.

Shaun Stewart war früher Manager bei Airbnb, soll jetzt aber bei Google für die Vermarktung der autonomen Fahrfunktionen zuständig sein. Google will keine eigenen Autos bauen, doch die Technik soll auch nicht in der Schublade verschwinden.

Stewart soll nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters an einer Plattform mitarbeiten, über die Google seine Fahrzeuge kommerziell anbietet – etwa ein Mitfahrservice oder ein Carsharing-Portal. Schließlich ist Airbnb als (umstrittenes) Angebot für Kurzzeitvermietung von Wohnraum bekannt geworden. Eine konkrete Beschreibung von Stewarts Aufgaben gibt es aber vorerst nicht.

Anfang des Monats war Chris Urmson zurückgetreten. Er hatte sieben Jahre bei Google und dann Alphabet für die selbstlenkende Technik verantwortlich gezeichnet. Einem Bericht zufolge war er mit der Strategie des neuen Google-Auto-CEOs John Krafcik nicht einverstanden. Urmson selbst schreibt nur, nach dem Äquivalent zu 150 Menschenjahren sei er bereit für eine neue Herausforderung.

Lies auch: Googles Auto-Technikchef Urmson schmeißt das Handtuch

Krafcik ist der frühere Chef von Hyundai Motor America. Ihn hatte Google im vergangenen Jahr als Leiter der Auto-Abteilung gewonnen, die seit Jahresanfang eine eigenständige Alphabet-Tochter ist.

Im Februar war dann bekannt geworden, dass die Google-Mutter Aphabet Dutzende Mitarbeiter für den Bau einer Flotte selbstlenkender Autos sucht. Das Unternehmen hat mehrfach angedeutet, dass es eine Art Taxi-Service durch selbstlenkende Autos anstrebt, zunächst etwa auf einem großen Firmengelände, um den Dauereinsatz zu erproben und weitere Verbesserungen vornehmen zu können, da – so President Sergey Brin – „die Fahrzeuge dann jeden Tag zu uns zurückkommen.“

Vor allem aber sieht sich Alphabet als Technikpartner für Automobilhersteller. Seine Selbstlenktechnik soll ungefähr 2020 Marktreife erreichen. Als möglicher Fertigungspartner wurde unter anderem Ford genannt. Derzeit verfügt die Alphabet-Tochter über eine rund 60 Testfahrzeuge starke Flotte.

Mit übers Internet buchbaren selbstlenkenden Fahrzeugpools experimentiert Fahrdienstvermittler Uber an seinem Forschungsstandort Pittsburgh. Es verwendet Autos von Ford und Volvo. In Singapur hat zudem vergangene Woche das Start-up nuTonomy probeweise kostenlose Fahrten in selbstlenkenden Taxis ermöglicht.

Tags :Quellen:ZDNet.comVia:Mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de
  1. Bei Autoherstellern die sich eigene teure Entwicklung von „vollautomatischen Autopiloten“ nicht leisten wollen oder können, bestehen gute Chancen für Google als Zulieferer.
    Auch der Verkauf von Nachrüstsätzen für ältere konventionelle Autos, hat ein riesiges Potential.
    Pro PKW dürfte es geschätzt zwischen 2000 und 10 000 € kosten. Für Busse / LKWs wahrscheinlich max. Doppelte.
    Nachrüstsätze passen aber den großen Autoherstellern nicht, den die wollen mit der neuen Funktionalität, eigene neue Autos verkaufen…

    Solche „vollautomatischen Autopiloten“ erfordern auch ständige Weiterentwicklung / Optimierung / Anpassung an nationale Gesetze, wofür Google eine jährliche Update- Pauschale berechnen könnte (z.B. 240 € pro PKW und Jahr).

    Wenn Googel die Daten der mit seinen System fahrenden Autos abgreift, und das wird es tun, dann können damit u.a. aktuelle präzise Navi / GoogleMaps Karten erstellt und aktuell gehalten werden. Die Bewegungsprofile der Werbekunden dürften sowieso verwertet werden. Damit könnten optional die Systeme Quersubventioniert werden.

    1. Die lukrative Nutzung als eigene Roboter- Taxis / Carsharing kann Googel zusätzlich auch nutzen.
      Entweder mit Autos von Partner, oder mit von Dritten dazugekauften Autos, oder mit selbst entwickelten Autos.

      1. Interessant wäre was der anonymer Negativbewerter, negativ an den Inhalten der 2 Kommentare findet, und es auch begründen kann?
        Vielleicht ist der dazu fähig, und hat auch den Mut es im Kommentar / Antwort zu erläutern?
        Ich lerne gern dazu!

        1. Vorneweg… ich war nicht der Negativ Bewerter… ich bin meistens der, welcher dir ne positiv Bewertung gibt :).

          Was dem ein oder anderem Missfallen könnte ist unter Umständen:

          1. Das die Wahrheit halt unschön ist und man sie nicht wirklich lesen möchte sowie

          2. Das es negativ rüber kommen kann (kann nicht muss) wenn du unter deinem Kommentar eine Ergänzung zu deiner Ergänzung einfügst.

          Diese Beispiele spiegeln nicht meine Meinung wieder, können aber von einer weniger informierten wie auch reflektierten Persönlichkeit so aufgefasst werden. In 99% der Fälle kann ich dir voll und ganz zustimmen und teile deine Ansichten wie auch die von dir bereitgestellten Fakten. Leider geht das aber nicht allen so.

        2. Zu 1: Ja, man hat die Wahl sich an Fakten und an das Wahrscheinliche zu halten (was oft unangenehm sein kann und was oft verdrängt wird),
          ODER diplomatisch rücksichtsvoll, Halbwahrheiten oder Teillügen oder Lügen (Notlügen) oder Weglassungen zu äußern.

          ZU 2: Die Nachträge zeigen das ich die Inhalte und Zugsamenhänge live und oft tief durchdenke, wobei neue Erkenntnisse / Ableitungen erst nach einiger Zeit entstehen.

          Die meisten Menschen haben ein sehr dünnes Ego / Selbstwertgefühl / Minderwertigkeitskomplexe, dass die neues oder ergänzendes Wissen bzw., Sichtweisen als angreifende Belehrung empfinden. Das dürfte der Hauptgrund sein, warum etliche meine Beiträge unangenehm empfinden, besonders von den, die nicht fähig sind mit Sachargumenten zu entgegnen, was ich begrüßen würde.

          Übrigens mein Kommentar (31. Aug 2016 um 21:51) hier sollte etwas Diskussionsaktivität provozieren, damit gewisser Austausch und Ergänzungen stattfinden, die Alle weiter bringen können. Ich lerne gern dazu, wenn Andere ihre abweichende Sicht logisch / sachlich begründen. Ggf. muss man dafür häufiger andere Plattformen nutzen…

  2. Nur mal so als Tipp:

    Für tiefer gehende Diskussionen könnte sich Golem für dich lohnen, falls du die Seite noch nicht kennst. Das Forum wird viel genutzt und da findest du auch Leute mit denen du Fachsimpeln und auch leidenschaftlich Diskutieren kannst. Das Niveau ist im großen und ganzen auch angenehm.

  3. Ja, Golem und Heise sind gut, serös und tiefgründiger.
    Auch die Anzahl und oft auch Qualität der Kommetare ist besser.
    Bin auch dort unter Nic Namen.

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