Plantronics BackBeats Sense – Der Retro-Bluetooth-Kopfhörer im Test

BackBeats Sense (Bild: Übergizmo)

Der Plantronics Kopfhörer BackBeats Sense kommt im stylischen Retrodesign daher, ist schnurlos, leicht und lässt sich am Kopfhörer selbst oder per App steuern. Was es sonst noch so über das rund 120 Euro teure Headset zu wissen gibt, erfahrt ihr hier im ausführlichen Test.

Plantronics BackBeats Sense

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Plantronics BackBeats Sense
Stylischer Oldschool-Retro-Look. (Bild: Übergizmo)

Rund zwei Wochen lang habe ich den BackBeats Sense jeden Tag getestet, ob unterwegs zum Musikhören oder Zuhause am Rechner beim Videoschneiden. Die Ansprüche an Kopfhörer steigen immer mehr, neben gutem Klang sollen sie leicht, transportabel, robust und gutaussehend sein. Ich habe für euch zusammengefasst, wo der Kopfhörer mich begeistern konnte und welche Punkte noch verbessert werden können.

 PRO

 CON

(Bild: Übergizmo)Oldschool-Design  (Bild: Übergizmo)Maximale Lautstärke
Super  (Bild: Übergizmo)Akkulaufzeit, dank Smart-Standby   (Bild: Übergizmo)Nicht wasserfest
 (Bild: Übergizmo)Zuverlässige Verbindung mit iOS und Android  Recht teuer mit 120 Euro(Bild: Übergizmo)
(Bild: Übergizmo)Leicht und transportabel   (Bild: Übergizmo)Kein Surround-Sound
(Bild: Übergizmo)Ortungsfunktion

Plantronics BackBeats Sense (Bild: Übergizmo)

Design und Verarbeitung

Black/Espresso nennt sich die Farbe unseres Testgerätes und das sieht ziemlich schick aus. Die Kombination von dunkelbraunen Polsterungen, schwarzem Kunststoff und dem metallischen Bügel versetzt den Kopfhörer optisch zurück in die Zeit der Retrowelle. Jetzt gehen wir das Design von oben nach unten durch: Oben befindet sich der Metallbügel auf dem das Plantronics-Logo untergebracht ist. Der Bügel lässt sich auf einer Skala von 1 bis 10 weiten. Also auch große Wasserköpfe sollten ihn problemlos tragen können.

 

Plantronics BackBeats Sense (Bild: Übergizmo)

Direkt unter dem Bügel setzt Plantronics auf ein in Kunstlederoptik gehaltenes Polster, dass zwar die Haare platt drückt aber unauffällig und angenehm aufsitzt. Die Plastikbügel hin zu Ohrmuscheln verfügen über nicht sichtbare Sensoren. Diese sollen feststellen, ob der Kopfhörer gerade getragen wird oder nicht. Beim Abnehmen schaltet sich dank der Sensoren die Wiedergabe automatisch aus.

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Die Ohrmuscheln des BackBeats Sense lassen sich drehen und sind so leichter abzulegen und zu verstauen. Die Innenseiten wurden von Plantronics mit Kunstleder bezogen und im durchlöcherten Netz sind die Buchstaben L (links) und R (rechts) untergebracht. Auf den Ohren liegen die Polster fluffig und angenehm auf, allerdings sind gerade bei den aktuell sehr heißen Sommertagen schwitzige Ohren vorprogrammiert. Wasserabweisend ist das Headset übrigens nicht, also im strömenden Regen sollte das Headset besser in der Tasche bleiben.

Plantronics BackBeats Sense (Bild: Übergizmo)

Die Außenseiten der Ohrmuscheln sind beide wieder mit dem Plantonics Branding versehen. Und die rechte Ohrmuschel verfügt an der Außenseite über den Bluetooth-Regler. Schaltet ihr den Kopfhörer dort ein informiert euch eine nette Frauenstimme über den aktuellen Akkustand und die Verbindung mit einem Gerät. An der Unterseite der rechten Ohrmuschel befindet sich der 3,5-Millimeter-Klinkenanschluss und ein microUSB-Eingang zum Aufladen des Headsets.

Plantronics BackBeats Sense (Bild: Übergizmo)

Jetzt zur linken Ohrmuschel, hier kann die Musikwiedergabe auf der Außenseite manuell gesteuert werden. Wir finden einen Play- und Pause-Button, sowie Vor- und Zurück-Spul-Knöpfe. Diese drei Knöpfe finde ich mehr als praktisch. Bei einer Verbindung ohne lästiges Kabel, kann nun das Smartphone getrost in der Tasche verstaut bleiben und die Wiedergabe trotzdem ohne nerviges Rumkramen in der Handtasche gesteuert werden. An der Unterseite der linken Muschel ist ein metallisch roter Knopf der zur Openmic-Funktion führt. Wird dieser gedrückt gehalten, lassen sich Umgebungsgeräusche und wichtige Hinweise wahrnehmen. Zum Beispiel am Bahnsteig eine Durchsage darüber, dass die Bahn wie üblich mal wieder fünf Minuten zu spät ankommt.

Screenshot aus der App (Bild: Übergizmo)

Screenshot aus der App (Bild: Übergizmo)

Überraschend leichte 140 Gramm bringt der BackBeats Sense auf die Waage und ist somit nicht nur angenehm zu tragen, sondern super transportabel. Insgesamt überzeugt mich das Design und die Verarbeitung der Plantronics Neuheit, denn der Kopfhörer ist nahtlos verarbeitet, wirkt nicht zerbrechlich und der Oldschoollook überzeugt mich. Übrigens gibt es eine weitere Farbvariante namens White/Tan, die wie der Name schon sagt, Weiß anstatt Schwarz ist.

Eine Tragetasche als Zubehör

In der ziemlich schicken Box, in der der BackBeats Sense geliefert wird, findet sich neben dem 3,5-Millimeter-Audiokabel und dem microUSB-Ladekabel eine Transporttasche. Die im Zubehör enthaltene Tasche ist für mich immer ein Pluspunkt, denn so erspart man sich auf Reisen lästigen Kabelsalat im Koffer und kann die passenden Stecker direkt zusammenpacken. Die graue Tasche verfügt über zwei Fächer, welche per Reißverschluss geöffnet werden. Da Plantronics die Reißverschlüsse eher verstecken wollte, entsteht durch den überlappenden Stoffbezug allerdings ein ziemliches Gefummel.

Plantronics BackBeats Sense (Bild: Übergizmo)

Die Tasche ist aus einem leinenartigen, griffigen, hellgrauen Stoff und oben rechts bringt Plantronics noch eine Schlaufe zum Befestigen unter. Obwohl die Tasche ein nettes Zubehör ist, stört mich der helle Grauton, denn Verunreinigungen sind (vielleicht liegt es auch nur an mir) vorprogrammiert. Eine schwarze Variante, wäre für mich besser geeignet gewesen. Dennoch überzeugt mich das Zubehör und die Tasche ist mit ihren Maßen auch nicht größer als notwendig.

Sound des Plantronics BackBeats Sense

Was ist das wichtigste an einem Audiogerät? Natürlich der Sound! Und da kann der Plantronics Kopfhörer überzeugen, denn er verursacht kein Rauschen, Dröhnen oder dumpfe Geräusche , sondern volle und satte Klänge. Die Höhen sind nicht schrill und unangenehm, sondern klar und ausgewogen. Der Hersteller benutzt schließlich das Wort Beats im Namen, also ist die Erwartungshaltung vorweg natürlich hoch. Doch da muss das Headset sich wirklich nicht verstecken.

Plantronics BackBeats Sense (Bild: Übergizmo)

Mein einziger Kritikpunkt hierbei ist die maximale Lautstärke, denn bei einem großen OverEar-Kopfhörer erwarte ich volle Kanne Beschallung, doch so laut ist er gar nicht. Natürlich ist die Lautstärke ausreichend und für unterwegs ideal, um die Umgebung noch wahrzunehmen. Doch Zuhause zum Abschalten könnte er schon etwas lauter sein. Plantronics gleicht die maximale Lautstärke etwas durch die passive Geräuschunterdrückung aus. Doch wer ab und an seine Ohren mit zu lauter Musik schädigen will, ist beim BackBeats an der falschen Adresse.

Plantronics BackBeats Sense (Bild: Übergizmo)

Dem Frosch ist der Kopfhörer auch zu leise, allerdings hat er auch keine Ohren, sondern hört mit dem Mund. (Bild: Übergizmo)

Natürlich geht es beim Sound nicht nur um die Musikwiedergabe, sondern gerade bei einem Bluetooth-Headset auch ums Telefonieren. Und hier überzeugt mich der BackBeats Sense wieder auf ganzer Linie. Zwei integrierte Mikrofone sorgen dafür, dass mein Gesprächspartner meine Stimme gut und klar wahrnimmt, selbst wenn ich gerade an der Straße entlang laufe. Einmal ist es mir jedoch passiert, dass beim angenommenen Anruf die Musik im Hintergrund einfach weitergelaufen ist. Das war natürlich eher ungünstig und konnte nur durch die manuelle Betätigung des Pause-Knopfes auf der Ohrmuschel behoben werden. Scheinbar funktioniert der Gesprächsknopf an der rechten äußeren Ohrmuschel nicht immer reibungslos.

Plantronics BackBeats Sense (Bild: Übergizmo)

Insgesamt kann sich der BackBeats Sense in Sachen Klang sehen lassen, Telefonieren ist angenehm über den Kopfhörer und die Stimme der Sprachansagen ist netter als so manche Navigationsgerätansage. In Sachen maximale Lautstärke besteht jedoch noch Luft nach oben. Ein Surround-Sound-Feeling kommt leider nicht auf.

Akku

Bei einem drahtlosen Bluetooth Headset möchte ich keine permanente Nutzung mit angeschlossenem Audio-Kabel sondern Aufsetzen und Loslegen. Und das bietet der BackBeats Sense genauso an. Ein fest verbauter Lithium-Ionen Akku hält laut dem Hersteller bis zu 18 Stunden. Ich kann die Angabe insofern bestätigen, dass ich ihn auf Reisen 12 Stunden lang im Dauereinsatz hatte und er nicht plötzlich den Geist aufgegeben hat.

Plantronics BackBeats Sense (Bild: Übergizmo)

Bei 18 Stunden Akkulaufzeit kann der Kopfhörer ruhig ein bisschen rumhängen. (Bild: Übergizmo)

Die Akkulaufzeit lässt sich am Gerät selbst nicht erkennen, dafür informiert die schon beschriebene nette Frauenstimme uns bei jedem Einschalten über den aktuellen Akkustand. Das ist natürlich etwas ungünstig beim Aufsetzen, wenn es heißt: Akku leer. Aber der BackBeats Sense ist ein zuverlässiger Begleiter unterwegs, denn wenn er nicht genutzt wird, schaltet er sich automatisch in den Standby-Modus. Mir passiert es nämlich öfters, dass ich vergesse den Regler wieder auf OFF zu schieben und somit das Gerät dauerhaft eingeschaltet bleibt. So wird der Akku geschont und zum vollen Aufladen braucht der Kopfhörer rund 2,5 Stunden.

App und Konnektivität

Passend zum Headset bietet der Hersteller die Plantronics Hub App an, die sowohl für Android-wie auch für iOS-Geräte verfügbar ist. Ich habe die App daher auf meinem Android-Smartphone und dem Apple MacBook installiert, um zu überprüfen, ob bei beiden Betriebssystemen eine einwandfreie Nutzung möglich ist. Die Installation und Einrichtung ist leicht und schnell und das Multi-Device-Feature mit zwei verbundenen Geräten sorgt für leichtes Switchen. Ob am Laptop oder dem Smartphone in beiden Fällen läuft die App flüssig und die Verbindung entsteht sobald Bluetooth am Endgerät aktiviert wird.

Die App zum BackBeats Sense (Bild: Übergizmo)

Die App zum BackBeats Sense (Bild: Übergizmo)

Einstellungen und Updates lassen sich über die App vornehmen, so dass der Kopfhörer immer mit den aktuellen Software-Features versorgt wird. Zudem ist die App nicht ausschließlich für diesen einen Kopfhörer programmiert, sondern zeigt bei mehreren genutzten Plantronics Geräte alle diese an. Für Konnektivität sorgt Bluetooth 4.0 und die Reichweite von bis zu 100 Metern vereinfacht die Nutzung zusätzlich. Unterwegs kann das Smartphone in der Tasche bleiben und Zuhause kann man sich beim Musikhören bedenkenlos vom Rechner entfernen, ohne dass direkt die Verbindung abbricht.

Die App zum BackBeats Sense (Bild: Übergizmo)

Die App zum BackBeats Sense (Bild: Übergizmo)

Highlight – Wo ist eigentlich mein Kopfhörer schon wieder???

Bevor ich aus der Haustür gehe, mache ich immer den klassischen Check: Handy, Portemonnaie, Schlüssel und Kopfhörer. Wie oft passiert es, dass einer der wichtigen Alltagsbegleiter mal wieder nicht an seinem Platz liegt und erst einmal geortet werden muss. Doch meistens ist man mit dem halben Fuß schon aus der Tür, muss die Bahn erwischen oder unbedingt los, weil man vorher rumgetrödelt hat. Dann wird die Suche oftmals stressig und jeder Raum der Wohnung hektisch optisch gescannt. Plantronics bietet hier bei seinem Headset eine schöne Lösung an.

Plantronics BackBeats Sense (Bild: Übergizmo)

Wenn man mal nicht alles schön zusammengepackt hat, kann man das Headset einfach orten. (Bild: Übergizmo)

Vorausgesetzt ich habe meine Smartphone schon gefunden, kann ich per App meinen Kopfhörer orten, der mir dann mit einem akustischen Signal verrät, in welchem Raum er sich versteckt hält. Außerdem lässt sich auf einer Karte nachschauen, an welchem Ort der Kopfhörer zuletzt benutzt wurde. Vergisst man das Headset also im Lieblingsrestaurant um die Ecke, kann man dort schnell vorbeilaufen und ihn sich wiederholen. Mein absolutes Highlight und ein klasse Feature für alle ab und an unorganisierten und vergesslichen Nutzer.

Ortung des BackBeats Sense (Bild: Übergizmo)

Gerade kurz den Lautsprecher in der App geortet und auf Google Maps nachgesehen. (Bild: Übergizmo)

Preis und Verfügbarkeit

Der Plantronics BackBeats Sense ist ab sofort erhältlich. Neben der Webseite des Herstellers, ist er unter anderem bei zum Beispiel bei  Amazon zu finden. Optisch besteht die Auswahl zwischen der schwarzen Black/Espresso oder der weißen White/Tan Variante. Beide Modelle kommen im schicken Oldschool-Look daher. Preislich liegt der BackBeats Sense bei rund 120 Euro und kommt standardmäßig mit Audio- und microUSB-Kabel, sowie der passenden Transporttasche zu euch nach Hause.

Plantronics BackBeats Sense (Bild: Übergizmo)

Fazit

Insgesamt ist der Plantronics BackBeats Sense ein empfehlenswerter Kopfhörer. Mit seinem leichten Gewicht von 140 Gramm, der passenden Tragetasche und der Akkulaufzeit ist er gut als Begleiter im Alltag geeignet. Das Retro-Design macht ihn zum Hingucker und die gute Polsterung sorgt für einen angenehmen Tragekomfort, auch bei Brillenträgern und mit Ohrringen. Nur wasserfest ist der Kopfhörer leider nicht. Die Soundwiedergabe ist sehr gut, allerdings ist die maximale Lautstärke nicht für Hörschadenfans geeignet.

(Bild: Übergizmo)

In Sachen Konnektivität kommen Apple- wie auch Android-Nutzer auf ihre Kosten. Die Ortungsfunktion kann ein Rettungsanker beim Verlust sein oder das Suchen nach dem Kopfhörer, der sich unter dem Bett versteckt, verkürzen. Erhältlich ist der Kopfhörer ab sofort und preislich seit ihr mit rund 120 Euro dabei. Einen Stern Abzug gibt es für die von mir oben aufgelisteten Minuspunkte.

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