Lenovo Yoga Book: 2-in-1-Tablet mit Touchscreen-Tastatur und Dual-Stylus

(Bild: Lenovo)

Lenovo zeigte uns im Vorfeld der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin sein neues "Highlight": Das Yoga Book, ein leistungsstarkes Convertible mit langer Akkulaufzeit und umfangreichen Features. In Kürze folgt hier auch ein Video-Kurztest.

Lenovo Yoga Book

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Fingerabdrücke sieht man offenbar gut. Leider

Auf das heute vorgestellte Yoga Book scheint Lenovo mächtig stolz zu sein. Dem Hersteller zufolge ist es das dünnste und leichteste 2-in-1-Tablet – trotzdem vollgepackt mit relativ leistungsstarker Hardware und produktiven Features.

Was heißt das konkret? Das Yoga Book ist ein verdammt schickes 10,1-Zoll-Tablet mit einem um 360 Grad schwenkbaren Keyboard. Das IPS-Display löst 1.920 mal 1.080 Bildpunkte auf, was Full-HD-Qualität entspricht. Schärfere Wiedergaben sind zwar technisch möglich, würden aber den Akku ungleich stärker beanspruchen. Das Yoga Book soll laut Lenovo somit bis zu 15 Stunden durchhalten – eine beeindruckende Marke.

(Bild: Lenovo)

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Wie dünn ist das Yoga Book nun eigentlich?

Lenovo gibt bezüglich der Dicke des Yoga Book 9,6 Millimeter an der dicksten Stelle sowie 4,05 Millimeter an der dünnsten Stelle an. Dabei wiegt das 2-in-1-Tablet auch nur 690 Gramm. Das heißt aber nicht, dass man bei der Ausstattung gänzlich gespart hätte. 64 GByte internen Speicher sind für ein Tablet schließlich ganz in Ordnung, lassen sich zum Glück aber auch via MicroSD erweitern.

Als Prozessor kommt ein Intel Atom x5-Z8550 Prozssor mit bis  zu 2,4 GHz Taktung zum Einsatz, gemeinsam mit der Intel HD-Grafikeinheit 400. Den LPDDR3-Arbeisspeicher gibt Lenovo mit 4 GByte an. Damit das Yoga Book so flach sein kann, hat man bei der Tastatur auf ein Touchscreen-Keyboard gesetzt. Das heißt: Anstelle mechanischer Tasten, deren Ritzen sich gerne mit Kekskrümel befüllen und die aufgrund ihrer Funktionsweise relativ viel Bauhöhe erfordern, befindet sich auch auf der zweiten Hälfte des Yoga Book ein Display.

(Bild: Lenovo)

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Das sogenannte Halo Keyboard simuliert also eine hintergrundbeleuchtete Tastatur. Damit das Tippen möglichst angenehm bleibt, verwendete man ein Glas, das sich matt anfühlt und überdies auch nicht glänzen soll. Mithilfe von Vorhersage- und Künstliches-Lernen-Software soll das individuelle Tippverhalten verfolgt und analysiert werden. So kann die Tastatur permanent optimiert werden, etwa damit Nutzer*innen sich seltener vertippen.

Lenovo zeigt Real Pen und Book UI

An der Front befindet sich eine 2-Megapixel-Kamera für Selfies. Für Video-Telefonie sollte das reichen. Rückseitig kommt eine 8-Megapixel-Knipse mit Autofokus zum Einsatz. Ins WLAN geht man mit dem Yoga Book nach Standard 802.11 a/b/g/n/ac, außerdem kann Bluetooth 4.0 für die Verbindung mit anderen Geräten genutzt werden.

Der Real Pen genannte Dual-Stylus ist zum Teil auch ein Resultat des Touchscreen-Keyboards. Es bietet sich schließlich an, auf dem zweiten Display eine Zeichen- oder Notizfläche enstehen zu lassen, auf die geschrieben werden kann. Alle so erstellten Inhalte werden automatisch in der dazugehörigen App gesichert. Warum nun eigentlich „Dual-Stylus“? Weil der Real Pen eben auch ein echter Stift sein kann. Mit Tinte befüllt, lässt sich damit auch auf Papier schreiben.

(Bild: Lenovo)

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Die Größe ist in etwa identisch mit der eines normalen Füllers. Darüber hinaus gibt Lenovo an, den Real Pen mit Technologie von Wacom feel ausgestattet zu haben. Mit 2.048 Druckstufen soll der Real Pen so präzise wie ein Bleistift sein und einen Eingabewinkelbereich von 100 Grad abdecken. Eine Batterie besitzt der Real Pen übrigens nicht, er wird automatisch geladen. Erfreulicherweise braucht man laut Lenovo auch keine spezielle Tinte für die konventionelle Schreibfunktion – Standard-Tintenformate sollen´s auch tun.

Ein Touchscreenkeyboard sowie ein Stylus ebenen natürlich den Weg für neue, produktive Funktionen. Dazu zählt beispielsweise das Book User Interface (UI). Book UI ist ein spezielles, Android 6.0-adaptiertes Betriebssystem, das die „besten User Interface-Features von Laptops und Tablets vereint“. Zum Book UI zählt die Funktion, dass mehrere Apps in Android in verschiedenen Fenstern angezeigt werden, welche gepinnt, maximiert oder minimiert werden können. Eine Taskbar erlaubt das Verfolgen der Apps sowie gewöhnlicher Windows-Keyboard-Shortcuts.

(Bild: Lenovo)

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Android- und Windows-Version des Yoga Book

Das Gehäuse des Yoga Book besteht darüber hinaus aus Magnesium und Aluminium. Wie für Lenovo-Geräte üblich werden die beiden Touchscreen-Teile über ein hübsches Gelenk verbunden. Dieses Mal sollte das Drei-Achsen-Gelenk kleiner sein und besteht aus 130 einzelnen Teilen aus fünf verschiedenen Materialien. Für den Sound sorgen Lautsprecher mit Dolby Atmos-Unterstützung.

(Bild: Lenovo)

(Bild: Lenovo)

Lenovo wird das Yoga Book in vier Varianten verkaufen. Entweder mit Android 6.0 oder Windows 10 Pro als Betriebssystem. Und dann jeweils mit oder ohne LTE. Die Android-Version wird in der Farbe Champagne Gold oder Gunmetal sowie für 499 Euro angeboten. Für das Yoga Book mit Windows 10 Pro in Carbon Black muss man hingegen 599 Euro bezahlen. Für eine Version mit LTE-Modul verlangt Lenovo jeweils 100 Euro Aufpreis. Nach Herstellerangaben wird das Yoga Book ab Anfang September verfügbar sein. Was haltet ihr von dem IFA-Highlight Lenovo´s?

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