iPhone 7 – jetzt Umsteigen oder aufs iPhone 8 warten? Wir machen den Check

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Der Zeitpunkt für Apples iPhone 7 Präsentation war perfekt. Schließlich kämpfte Erzfeind Samsung gerade mit dem PR-GAU der explodierenden Galaxy Note 7 Akkus. Bei seiner Präsentation beeindruckte das neue iPhone – der Umstieg lohnt sich trotzdem nicht für jedermann.

iPhone 7 & iPhone 7 Plus

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iPhone 7 von unten

Am gestrigen Mittwoch stand Apples lang erwartetes iPhone-7-Event an. Der Konzern versprach spektakuläre Enthüllungen. Dabei stand die Frage im Raum, ob der Konzern aus Cupertino ein klares Kaufargument für sein neues Smartphone-Flaggschiff liefern würde.

Die Antwort auf diese Frage: ein klares Jein. Eine ziemlich unbefriedigende Antwort, I know. Aber im Falle von Apples jüngstem Wurf lohnt ein genauerer Blick. Immer der Reihe nach also. Was gab es überhaupt Neues?

Apples neue iPhone 7-Kamera ist tatsächlich der Hammer, aber …

Apple hat angekündigt, dass das iPhone 7 und 7 Plus mit einer deutlich verbesserten Kamera auszustatten. Und tatsächlich, dies ist seinen Ingenieuren auch gelungen. Die Bildqualität der 12- Megapixel-Kamera ist unübertroffen und sucht auf dem Smartphone-Markt ihresgleichen.

Die Kamera bietet sowohl beim iPhone 7 als auch beim 7 Plus eine optische Bildstabilisierung und eine größere ƒ/1.8 Blende. Besonders stolz zeigte sich Apple auf seinen Schärfentiefe-Effekt, der bei Porträt-Aufnahmen tatsächlich zu fantastischen Effekten führt.

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In den Genuss dieser Funktion werden allerdings nur Käufer des iPhone 7 Plus kommen, da nur dieses mit dem Dual-Lens-System ausgestattet ist, das den Schärfentiefe-Effekt im Zusammenspiel von Weitwinkelkamera und Teleobjektiv ermöglicht.

Aber dennoch, der verbesserte Bildsignalprozessor, der mehr als 100 Milliarden Prozesse auf einem einzigen Foto in gerade einmal 25 Millisekunden verarbeitet, soll auch auf dem iPhone 7 phantastische Aufnahmen möglich machen – vor allem bei schlechten Lichtverhältnissen.

Die Kamera ist also ein klares Plus und für passionierte Knipser sicher ein Grund, eine Anschaffung ins Auge zu fassen. Aber genügt eine verdammt gute Kamera als Kaufargument?

Das iPhone 7 kommt mit mehr Leistung und Batterielaufzeit daher

Apple legt gegenüber dem iPhone 6 und 6s auch bei der Leistung deutlich nach. Im Herz des iPhone 7 schlägt ein A10 Fusion. Die CPU besteht aus vier Kernen: zwei High-Performance-Kerne sowie zwei Hocheffizienz-Kerne, die mehr Energieeffizienz versprechen und dem iPhone 7 somit mehr Batterieleistung verleihen sollen.

Bis zu zwei Stunden länger als das 6s soll Apples neuestes Smartphone durchhalten. Ob Apple das Versprechen einlösen kann, wird aber erst Dauer-Test zeigen. An und für sich kommt man aber mit der Batterieleistung eines 6s im Alltag aber gut zurande – eine Offenbarung ist Apples Ankündigung daher nicht.

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Verheißungsvoller da schon das Versprechen die neuen Geräte (endlich, endlich, endlich!) mit mehr Speicher auszustatten. Die Einstiegs-Variante des iPhones wird es in Zukunft mit 32 statt 16 GB geben. Weitere Versionen des iPhone 7 und 7 Plus werden mit 128 und 256 GB ausgeliefert – angesichts steigender Datenaufkommen ein längst überfälliger Schritt, den Apple – so kündigte der Konzern es an – nun auch bei seiner iPad-Palette gehen wird.

Die Kopfhörerbuchse verschwindet – über kaum ein Thema wurde vor der Einführung des iPhone 7 mehr diskutiert

Bereits Anfang des Jahres sickerte aus informierten Quellen durch, dass Apple vor hat, beim iPhone die Kopfhörerbuchse verschwinden zu lassen und stattdessen ganz auf die Lightning-Schnittstelle setzen werde. Das Geschrei war groß.

Und ist es teilweise heute noch. Dabei sind langjährige Apple-Nutzer derartige Stunts des Konzerns gewöhnt. Und mal ganz ehrlich: vermisst heute noch jemand bei seinem MacBook das DVD-Laufwerk?

Wie dem auch sei, Apple reicht Analog-Jüngern sogar die Friedenspfeife, denn jedem iPhone 7 wird ein Adapter von Lightning auf 3,5“-Klinke beiliegen.

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Unangenehm wird es nur dann, wenn Apple versucht die Abschaffung der Kopfhörerbuchse als einen „mutigen Schritt“ zu verkaufen, denn natürlich geht es dem Konzern – wie auch in der Vergangenheit schon – schlicht darum, neue Standards zu schaffen.

Passend dazu stellte Apple am Mittwoch auch gleich seine neuen drahtlosen Kopfhörer „AirPods“ vor. Für einen Praxistest standen die noch nicht zur Verfügung, weder ihr Design noch ihre technische Ausstattung haben uns aber vorab den Atem verschlagen. Es bleibt also abzuwarten wohin der Kurs des Konzerns im Audio-Bereich führen wird.

Force-Touch statt mechanischem Home-Button – ein Wink Richtung Zukunft

Bleibt noch zu vermelden, dass sich Apple dazu entschlossen hat, den etwas aus der Zeit gefallenen Home-Button zwar nicht abzuschaffen, aber ein deutliches Upgrade erfahren zu lassen. Er wird in Zukunft nicht mehr mechanischer Art sein, sondern auf Force-Touch setzen. Der Druck wird hier rein per Sensor erfasst, der Klick durch ein haptisches Feedback simuliert. So ganz erschließt sich seine Funktion jedenfalls nicht.

Der Force-Touch-Home-Button ist wohl mehr als Signal an die Zukunft, denn als ernstgemeinte Innovation zu verstehen. Der Konzern aus Cupertino zeigt damit, dass er bereit ist, auch an altbewährten Konzepten zu rütteln.

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Der Force-Touch-Button wirkt schon heute nur noch wie eine ironische Retro-Variante seiner mechanischen Ausgabe. Dass der Knopf mit der nächsten iPhone-Generation beerdigt wird, ist so sicher wie das Amen in der Kirche.

Soll ich nun umsteigen oder warte ich auf das iPhone 8?

Was bleibt also unterm Strich? Das iPhone 7 ist technisch ein unwahrscheinlich ausgereiftes Gerät, das gegenüber seinen Vorgängern viele Vorteile mit sich bringt. Oft sind sie aber nur kleiner Natur, wie etwa die sachten Design-Updates oder das Versprechen Apples, die neuen Geräte seien Staub- und Spritzfest.

Wessen Handyvertrag gerade am Auslaufen ist oder wer im Besitz eines alten iPhones (5, 5s) ist, dem lässt sich sicherlich uneingeschränkt eine Neuanschaffung empfehlen. Besitzer eines iPhone 6 oder 6s können getrost auf die nächste Generation des iPhones warten.

Gut ausgerüstete Apple-Fans werden sicherlich auch das ein oder andere Gerät in ihrer Flotte haben, das dringender ein Update benötigt. Oh ja, ich rede von dir MacBook Pro!

Apple hat bereits für Oktober ein Event angekündigt, bei dem die heiß ersehnten MacBook-Updates verkündet werden sollen.

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  1. War können Smartphones aus den letzten 4 Jahren mehr, was man auch tatsächlich an Funktionalität braucht???
    Außer dass man neueres Model zeigen, und damit angeben kann…
    (Auch wenn es 24 Monat lang über Handyvertrag abgestottert wird…)
    Denkt nach !

  2. Da Apple im nächsten Jahr ein 10-Jähriges Jubiläum feiert (in Bezug auf das IPhone) geht man davon aus, dass es einen Schritt weiter, direkt zum IPhone 8 geben wird. Ist aber natürlich nur eine weit verbreitete Annahme und muss nicht stimmen.

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