Egloo launcht Miniheizkörper ohne Strom

(Bild: Egloo)

Die kleinen Gefäße aus Keramik und Metall werden mit Teelichtern befüllt und sollen einen mittelgroßen Raum relativ schnell erwärmen. Nun launchte Egloo erste Versionen.

Vor lauter Solaranlagen, Gasheizungen und smarter Heimsteuerung vergisst man manchmal die einfachen Lösungen für jahrtausendealte Probleme. Mit den sogenannten Egloos hält ein wenig davon Einzug in den Alltag. Ganz ohne Strom oder App handelt es sich beim Egloo um eine mit Kerzen betriebene, vierteilige Terrakotta-Metall-Schale. Dadurch wird Hitze gespeichert und langsam abgegeben, auch wenn die Kerzen schon aus sind.

Wie lange genau? Mit drei Kerzen, so der Hersteller, erwärmt Egloo einen Raum von etwa 20 Quadratmeter Grundfläche über fünf Stunden. Ein bis drei Grad Erwärmung werden dadurch erreicht.

Um in jede Einrichtung zu passen, soll es die Egloos auch in verschiedenen Versionen geben: natürlich, koloriert oder glänzend. Ganz aktuell gibt es auch metallische oder texturierte Oberflächen. Je nach optischer Erscheinung kosten die Egloo 60 bis 90 Euro, aktuell aufgrund einer Rabattaktion sogar ab 45 Euro.

Umweltfreundliches Egloo – wirklich?

Aber ist ein Egloo wirklich die bessere Alternative zum Heizen einer Wohnung? Wer eine Wohnung mit mehreren Räumen besitzt – und so stelle ich mir die meisten Wohnungen vor – wird mit einem Egloo im Winter wohl nicht lange auskommen. Denkt man nun auch daran, dass die Kerzen regelmäßig gewechselt und neu angezündet werden, ist der tägliche Aufwand im Vergleich zu einer herkömmlichen Heizung natürlich höher – auch wenn man zuvor keine Rohre, Anschlüsse, Heizkessel und vieles mehr benötigt.

(Bild: Egloo)

(Bild: Egloo)

Hinzu kommt, dass sich Egloo als umweltfreundlichere Heizungsalternative darstellt. Das mag in manchen Fällen auch sein, den hohen Verbrauch von Teelichtern und somit Aluminium darf man in dieser Betrachtung aber nicht vergessen. Was haltet ihr von den Teelicht-Heizungen?

Tags :Quellen:eglooinfo.it
  1. die Kerzen sind in der benötigten Menge Feinstaubschleudern. Feinster Russ wird verteilt und da es sich längst nicht mehr um Bienenwachs handelt, gibt es auch Verbrennugsprodukte von Erdöl und anderer beteiligter Chemie. In diesem benötigten Ausmass wüßte ich keine Untersuchungen über Teelichter, die sonst unbedenklich sind. Hier kann nur Vorsicht angebracht sein. Es geht nicht allein um Aluminium, das ist am Ende noch das kleinste Übel.

    1. Good point! Paraffine, Palmöl und Lösungsmittel aus Billig-Teelichtern, die nicht zu 100% aus Bienenwachs bestehen, können zum Teil gesundheitsschädlich sein, zum Teil Umweltschädigungen wie die Abholzung von Regenwäldern, fördern. Wäre natürlich interessant, die vollständigen finanziellen und ökologischen sowie sozialen und gesundheitlichen Kosten verschiedener Heizungsvarianten mit dem Egloo zu vergleichen!

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