Google kauft für 625 Millionen US-Dollar Apigee

Google (Bild: ZDNet.de)

Google hat einmal mehr das Scheckbuch geöffnet und für 625 Millionen US-Dollar das Unternehmen Apigee übernommen, das sich auf Analysensoftware spezialisiert hat und ein API-Management anbietet.

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Google hat mitgeteilt, mit Apigee ein Unternehmen für API-Management-Plattformen und Predictive-Analytics-Software übernommen zu haben. Der Kaufpreis liegt bei rund 625 Millionen US-Dollar.

Programmierschnittstellen, auf Englisch Application Programming Interfaces oder kurz APIs, ermöglichen Entwickler einen Zugriff auf fremde Plattformen und Dienste mit eigenen Lösungen, darunter insbesondere Mobil- und Web-Apps. Sie helfen also auch, ein Partner-Ökosystem zu schaffen. Forrester Research erwartet daher, dass der Markt für API-Management-Lösungen bis 2020 auf 3 Milliarden Dollar ansteigen wird.

Gegenüber den zahlreichen anderen API-Management-Lösungen sieht Google als Apigees Vorteil umfangreiche Funktionen für Sicherheit, Tests und Analytics. „Wenn wir Apigees API-Lösungen der Google-Cloud hinzufügen, helfen wir damit unseren Kunden, ihr Geschäft schneller durch hochwertige digitale Interaktion zu unterstützen“, schreibt Google-Cloud-Chefin Diane Greene in einem Blogbeitrag. „Apigee macht es leichter, die erforderlichen APIs in hoher Qualität zu implementieren und zu veröffentlichen.“

Zu den Unternehmenskunden von Apigee zählt etwa schon die US-Apothekenkette Walgreens, die damit APIs für Foto- und Rezeptdienste für Drittentwickler verfügbar macht. Die Kundenliste umfasst zudem etwa Adobe, die BBC, Ebay, Orange, Swisscom und Vodafone.

Google will Apigees Technik in seine App Engine und sein Container-Angebot integrieren. Auch das quelloffene Container-Management-Werkzeug Kubernetes soll eine Anbindung erhalten, wie Greene schreibt: „In Zukunft wird Kubernetes integriert werden, damit Unternehmen bessere Kontrolle und Einsichten bekommen, wie ihre internen Systeme untereinander kommunizieren.“ Wie immer werde Google sicherstellen, dass diese Fähigkeiten sowohl in Public Clouds als auch in privaten Rechenzentren nutzbar seien.

Microsoft hatte sich bereits 2013 mit einer API-Management-Firma verstärkt. Damals kaufte es Apiphany für eine unbekannte Summe. Das Start-up war erst ein Jahr zuvor gegründet worden. Auch Public-Cloud-Marktführer Amazon hat einen API-Dienst, der API Gateway heißt. Das Monitoring erfolgt hier über Amazon CloudWatch.

Tags :Quellen:ZDNet.comVia:Mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de

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