Lieferando-Betreiber geht an die Börse

(Bild: Lieferando)

Der hierzulande unter dem Namen Lieferando auftretende Essenslieferdienst, der von Takeway.com betrieben wird, will in Amsterdam an die Börse gehen. Dort sollen 175 Millionen Euro erlöst werden. Das 2000 gegründete niederländische Unternehmen ist nicht nur in den Niederlanden und Deutschland sondern auch in Belgien, Frankreich, Luxemburg, Österreich, Polen, der Schweiz und Vietnam tätig.

Takeway.com musste seinen britischen Ableger schließen, um sich auf andere Märkte konzentrieren zu können. Zu den Wettbewerbern in Europa zählen etwa das britische Unternehmen Just Eat und Delivery Hero aus Deutschland.

Mit den Börsenerlösen soll weiteres Wachstum finanziert werden. Insbesondere will Takeaway.com stärker werben und sein Mobil-App weiterentwickeln. Stand Ende Juni konnte es über 30.000 teilnehmende Restaurants und sieben Millionen aktive Kunden vorweisen.

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Laut der Ankündigung (PDF) machte Takeaway.com in den ersten sechs Monaten 2016 11,5 Millionen Euro Verlust, bei einem Umsatz von 50,5 Millionen Euro. Das durchschnittliche Jahreswachstum lag seit 2013 über 50 Prozent.

„Über die Jahre haben wir eine skalierbare, sichere und weltweite IT-Plattform entwickelt, die uns eine größere Zahl teilnehmender Restaurants ermöglichte und eine größere Zahl Besteller unterstützte“, kommentiert in der Pressemeldung CEO Jitse Groen. „Wir sehen noch bedeutende Wachstumschance.“ Die nächste Stufe wolle man mit dem Börsengang erreichen.

In den USA wurden Lieferdienst-Start-ups in den letzten Jahren mit dreistelligen Millionen-Dollar-Summen gefördert. In Europa waren es hingegen niedrige zweistellige Millionensummen. Inzwischen geht der Trend in den Staaten hin zur Aggregation solcher Services: Insbesondere Google verlinkt dort konkurrierende Lieferdienste in seiner Suchmaschine, wenn der Endanwender nach einem Restaurant sucht.

Tags :Quellen:Mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de

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