Samsung: Börsensturz dank Rückruf des Galaxy Note 7

Samsung Galaxy Note 7-16

Samsungs Aktie befindet sich seit der Rückrufaktion für das explosionsgefährdete Galaxy Note 7 auf Talfahrt. Die Aktie ist zum Wochenanfang um 6,3 Prozent auf 1,476 Millionen Won eingebrochen.

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Samsung Galaxy Note 7

Verständlicherweise sorgt der Rückruf des Samsung Galaxy Note 7 auch beim Aktienkurs des Herstellers für Probleme. Er verzeichnete zum Wochenanfang den größten Tages-Rückgang seit mehr als vier Jahren, wie Fortune berichtet. Die US-Flugaufsicht untersagt die Benutzung und das Laden an Bord, die US-Verbraucherschutzbehörde, warnt davor, das Smartphone zu verwenden.

Der Kurseinbruch lässt Samsungs Marktkapitalisierung um 15,9 Billionen Won (14,3 Milliarden Dollar) schrumpfen. „Einige sagten Anfangs, das Galaxy Note 7 könnte das beste Smartphone aller Zeiten sein, jetzt wird es möglicherweise als das schlechteste in die Geschichte eingehen“, zitiert Fortune den Analysten Lee Seung-Woo von IBK Securities. Marktbeobachter gehen davon aus, dass der Rückruf des Galaxy Note 7 langfristig dem Wert der Marke Samsung schaden wird. Inzwischen hat der Kurs der Aktie die Verluste des Vortags allerdings fast wieder ausgeglichen.

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Zuletzt hatte Samsung einräumen müssen, dass der Akku nicht nur beim Laden, sondern auch beim normalen Betrieb des Smartphones überhitzen kann. „Alle Kunden, die ihr Galaxy Note 7 bereits erhalten haben, bitten wir jetzt, ihr Gerät abzuschalten und nicht mehr zu nutzen. Falls vorhanden, benutzen Sie bitte ihr bisheriges Smartphone“, schreibt Samsung inzwischen auf seiner Website. Der Austausch der Geräte soll nun ab dem 19. September erfolgen.

Ab dann sollten auch die ersten fehlerfreien Geräte im Handel verfügbar sein. Laut Samsung Australien können Verbraucher an einem blauen „S“ auf der Verpackung neben dem Barcodeaufkleber erkennen, dass es sich um ein Gerät mit einem neuen Akku handelt. Zudem soll es schon ab dieser Woche möglich sein, die eindeutige Seriennummer IMEI mit einer von Samsung bereitgestellten Online-Datenbank abzugleichen, um herauszufinden, ob das eigene Gerät von dem Defekt betroffen ist.

Unklar ist derzeit noch, welche Kosten Samsung durch den Rückruf entstehen. Die Schätzungen liegen derzeit zwischen einer und fünf Milliarden Dollar. Hinzu könnten noch Schadenersatzklagen von Verbrauchern kommen. Wie die New York Post berichtet, wurde am Wochenende ein sechsjähriger Junge im New Yorker Stadtteil Brooklyn von einem Galaxy Note 7 verletzt. Er erlitt Verbrennungen an beiden Händen. Das Gerät explodierte, während er sich ein Video anschaute.

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Samsung hat den Vorfall inzwischen bestätigt und nach eigenen Angaben Kontakt zu der betroffenen Familie aufgenommen. In der vergangenen Woche hatte das koreanische Unternehmen weltweit 35 Fälle gemeldet, bei denen sich ein Akku eines Note 7 überhitzte und entzündete.

Hier unser ausführliches Video zum Samsung Galaxy Note 7:

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Tags :Quellen:Mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de
  1. Ich finde es schade das ein Unternehmen so bestraft wird weil es von Anfang an das richtige macht und die Geräte zurückruft.

    Da gibt es ganz andere Hersteller die erst einmal dem Kunden die Schuld geben.

    Wäre im Vorfeld der Fehler geleugnet worden würde ich das ja verstehen… aber Samsung hat hier im wesentlichen Vorbildlich reagiert.

  2. Ich bin der Meinung, dass es daher kommt, weil heute alles immer schneller gehen muss und wenn ein Hersteller ein Jahr nicht alles neu gestaltet, dann wird schon gesagt es geht bergab.

    Und gerade Samsung haut in einer Taktung neue Geräte raus, wo ausführliche Tests im Vorfeld nicht möglich sind….keiner zwingt sie dazu, aber wenn so etwas passiert, dann haben sie gepfuscht und Unwissenheit schützt nicht vor Strafe.
    Ich finde es bis zu einem gewissen Strafmaß auf jeden Fall richtig.

  3. Wenn Samsung von Anfang an alles richtig gemacht hätte würden die Akkus nicht Reihenweise abfackeln. Mir wäre zumindest kein anderer Hersteller bekannt, der Akkus einbaut die grundlos abfackeln…

      1. H.o.v.e.r.boards und Teslas um mal nur zwei Beispiele zu nennen. Den Akkubrand gibt es schon so lange wie es die Akkus selbst sind.

    1. Mit heißen Akkus hatten schon mehrere Weltfirmen Probleme, u.A.:
      Sony (Japan) 2014 bei Vaio-Laptops,
      Fujitsu (Japan) 2015 in Laptops,
      Dell (USA) 2006 in Laptops,
      Boeing (USA) in modernsten Flieger Dreamliner,
      oder Tesla (USA) in Model S bei Unfällen,
      oder…
      Dazu hunderte Produkte kleinerer Firmen in z.B. Pedelecs und Ho.ver- Boards, usw.

    2. Apple iPhone verursachte auch bereits Wohnungs- Brände und schwere Verletzungen mit Verbrennungen DRITTEN Grades.
      http://winfuture.de/news,87118.html

      Fairnesshalber muss man hinzufügen, das dabei kein Original Ladegeräte verwendet wurden.
      Dennoch sollte die Ladeelektronik im Handy bzw. im Akku, solche abweichende Nutzungsart, zuverlässig durch Spannung- + Strom- + Ladedauer- + Temperatur- Begrenzung verhindern!!!

      In den Fällen bei Samsung, sollen laut „Chip“ auch keine Original Ladegeräte verwendet worden sein.

      Auch Laden im Bett, ggf. unter Kopfkissen, ist sehr schlecht, den die Hitze unter Kopfkissen nicht entweichen kann, was zum Hitzestau und Übertemperaturen führt.

      Wenn die Preise für Original Ladegeräte als Ersatzteil nicht so hohe WUCHER- Preise hätten, ließen sich viele solche Fälle vermeiden…

    1. Kann verifizieren: Das Wort „Ho.ver-board“ (ohne Zwischenzeichen) in Kommentaren mag der Autofilter nicht. Warum auch immer?
      Die „Zensur“ durch den automatischen übergizmo Autofilter schlägt immer häufiger zu, was die Motivation Mitzuwirken sabotiert…

      1. Sehe ich genauso.

        Es macht immer weniger Spaß ein Teil der Gizmodo Community zu sein wenn ständig Kommentare im Nirvana verschwinden.

        Mal ganz davon abgesehen erhöhen Kommentare die Klickzahlen, da es bestimmt nicht wenige gibt die auch gerne selbige lesen (wie ich z.B.).

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