Sex-Leitung gekappt: Russische Zensurbehörde sperrt Youporn & Co

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Laut einem Bericht der englischen BBC nimmt die russische Internet-Zensur neben anderen westlichen Websites nun auch Pornoseiten ins Visier. Betroffen sind die beiden größten Porno-Netzwerke Youporn und Pornhub.

Der originelle Vorwurf der Behören an die Betreiber der Websites: Verbreitung pornografischen Materials

Der russische Telekommunikations-Regulierer Roskomnadzor hat demnach angeordnet, den Zugang zu den Websites Pornhub und Youporn zu sperren. Die Sperrung veranlassten Gerichte in den Städten Woronesch und Wladiwostok. Der Vorwurf: „Die Verbreitung pornografischen Materials“.

Ein Vorwurf, der sich sicher nicht von der Hand weisen lässt. Die russischen Behörden werfen den Betreibern der Portale darüber hinaus auch vor, gegen Kinderschutzgesetze zu verstoßen. Konkretisiert wurden die Vorwürfe seitens der Regierungsbehörden nicht.

Ratschlag der russischen Behörde an Porno-Nutzer: „Probiert es im richtigen Leben“

In der Folge der beiden Gerichtsurteile entwickelte sich eine unterhaltsame Twitter-Posse, in der sich auch die russische Telekommunikations-Behörde überraschend offenherzig zeigte. Auf ihrem offiziellen Twitter-Account gab sie einem Nutzer, der sich über die Maßnahmen beschwert hatte, den Ratschlag, es doch einmal mit einem Treffen „im richtigen Leben“ zu versuchen.

Ein Ratschlag, der die geblockte Seite Pornhub zu einer Replik inspirierte: Auf ihrem Twitter-Account stellten die Betreiber der Pornoseite den russischen Regulierern einen Gratis-Premium-Account ihres Webservice in Aussicht.

Die russische Behörde lehnte das Angebot von Pornhub jedoch relativ humorlos ab. Wie zu so vielen Inhalten im Web sagen die russischen Zensoren nun: Njet. Russland hat die Zensur im Web in den vergangenen Jahren intensiviert. Nach Angaben von Reporter ohne Grenzen rangiert das von Vladimir Putin regierte Land mittlerweile auf Platz 148 der Rangliste der Pressefreiheit.

Tags :Quellen:BBC

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