LG V20 im Test – das Smartphone mit der Mörderauflösung

(Bild: Ubergizmo)

LG hat mit dem V20 ein Smartphone mit 5,7 Zoll großem Display mit einer Auflösung von sage und schreibe 2560×1440 Pixeln vorgestellt. Ein zweiter Bildschirm mit 160×1040 ist ebenfalls an Bord. Wir haben es ausprobiert.

Um es vornweg zu sagen: Das LG V20 ist ein außergewöhnliches Smartphone. Es besitzt gleich zwei Displays. Der Hauptbildschirm mit 5,7 Zoll ist ein IPS LCD Quantum Dot Display (2560×1440, 513 PPI) und das zweite Display kommt auf 160×1040 Pixel. Im Inneren werkelt ein Snapdragon 820 (2x 2,15 GHz + 2x 1,6 GHz) und natürlich läuft darauf Android Nougat.

Noch kurz etwas zur Kameraausstattung: Die Hauptkamera mit 16 Megapixeln und Bildstabilisator ist mit f/1,8 extrem lichtstark, die 8 Megapixel-Kamera mit f/2,4 hinkt etwas hinterher. Die Frontkamera (ja, es hat insgesamt drei Kameras) kommt auf 5 Megapixel (f/1,9). Dazu kommen noch 64 GByte Flashspeicher, ein SD-Kartenschacht, 4 GByte RAM und ein fetter Akku mit 3200 mAh. Das Smartphone beherrscht WLAN nach a/b/g/n/ac, Bluetooth 4.2 und hat leider nur einen USB 2.0 Anschluss
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Wesentliche Bestandteile des Smartphones sind die Kameras, das Design und der austauschbare Akku – hier hat LG wirklich auf die Anwenderwünsche gehört. Erst einmal zum Design. Beim V20 wurde auf Eleganz gesetzt, was durch das Metallgehäuse und die klaren Linien auch durchaus akzeptabel ist. Dennoch wurde nicht auf Robustheit verzichtet.
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Das LG V20 ist vergleichsweise leicht, weil es auf 6013er Aluminum ist, was vornehmlich in der Luftfahrt eingesetzt wird. Es ist praktisch immun gegen Korrosion. Das LG V20 ist 7,6 mm dick und damit etwas flacher als das Galaxy Note 7. Doch das Note ist insgesamt etwas kleiner. Gegen Sturzschäden ist das LG V20 gerüstet und soll den MIL-STD 810G Test überstehen, der ursprünglich vom Militär stammt und sicherstellen soll, dass das Smartphone nicht beim Herunterfallen sofort kaputt geht – aus 1,2 Metern Höhe muss es einen Sturz auf Sperrholz überstehen.
Die Displayqualität ist sehr hoch – kein Wunder, denn LG stellt es selbst her und das Gerät ist quasi das Aushängeschild der eigenen Qualität. Das Zweitdisplay soll den Benutzer über die Uhrzeit, den Akkustand und Benachrichtigungen informieren, ohne dass er das Smartphone angeben muss.

Das spart Zeit und Akkulaufzeit, weil das Hauptdisplay aus bleiben kann. Auch der Prozessor wird weniger belastet. Die Helligkeit des Zweitdisplays ist nun ausreichend, beim V10 war sie bescheiden.
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Kommen wir zur Kamera. Die V20 beherrscht ebenfalls die manuelle Videoaufnahmefunktionen wie das V10. Die Hauptkamera besteht aus zwei Kameras mit zwei Sensoren und zwei Objektiven. Die 16-Megapixel-Kamera besitzt ein Objektiv mit Normalbrennweite während bei der 8 Megapixelkamera ein Weitwinkel verbaut wurde. Das ist besonders bei beengten Raumverhältnissen sinnvoll einzusetzen.

Die Kameras des LG V20 sind der Samsung 7-Serie (S7/S7 Edge/Note 7) ebenbürtig. Unserer Meinung nach sind die Bilder etwas überbelichtet und zu farbenfroh. Der Autofokus arbeitet nach einem Hybridverfahren nicht nur nach mit einem Laser sondern auch mit AF-Sensoren auf dem Bildsensor. Das sorgt für eine schnelle und unserer Meinung nach auch präzisen Scharfstellung.
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Das LG V20 arbeitet mit dem Snapdragon 820 und kann so auch Qualcomms digitale Bildstabilisierung nutzen, die sogar beim Laufen akzeptable Ergebnisse erzielt. Dabei werden auch die Gyroskope des Smartphones genutzt und die Frames der Aufnahme miteinander verglichen, um Kamerawackeln zu erkennen. Das funktioniert gut.

Beim Filmen kann mit den drei Mikros ein hochwertiger Ton aufgenommen werden, auch wenn die Umgebung beispielsweise auf Konzerten sehr laut ist. Auch Windgeräusche werden ordentlich reduziert.

Dann gibt es noch die Frontkamera für Selfies. Es handelt sich um ein 5-Megapixel-Modell mit einer Weitwinkeloptik. Mit Software-Tricks lassen sich auch Aufnahmen mit einem normalen Bildausschnitt machen, doch dadurch geht natürlich Auflösung verloren, weil schlicht ein Bildschnitt erfolgt.

Das LG V20 besitzt einen ziemlich guten DAC (Digital to Analog Converter) zum Erzeugen analoger Musiksignale aus den Musikdateien. Der ESS SABRE ES9218 kümmert sich nur um den Output über die Kopfhörerbuchse. Bluetooth und die internen Lautsprecher werden von ihm nicht behandelt. Es lohnt sich also, Geld in einen guten Kopfhörer zu investieren. Nur die Lautstärkeregelung sollte sich LG noch einmal zu Herzen nehmen: Man kann das Gerät viel zu laut einstellen. #

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Mit 3200 mAh ist der Akku des LG V20 deutlich größer als der des V10 doch Hallo – das Galaxy Note 7 hat 3500 mAh. Gut, es kann brennen. Dafür hat das LG V20 eine unschlagbaren Vorteil: Der Akku kann gewechselt werden. Vom Nutzer. Einfach so! Übrigens ist er schnell-ladefähig.

Das LG V20 läuft mit Android 7.0 (Nougat). Der größte Vorteil ist der energiesparende Betrieb des Betriebssystems. Auch der Nachtmodus und Splitscreen-Apps sind hervorhebenwert. LG und Samsung hatten letzteres Feature zwar schon vorher, doch nun ist es eben im Betriebssystem integriert. Auch die Sicherheit ist bei Android Nougat erheblich verbessert worden.
lg-v20-battery-capacity
Die Performance des LG V20 konnten wir zwar messen, doch es handelt sich nicht um die finale Version des Geräts. Dennoch: Mit dem Snapdragon 820 erreicht es eine gute Leistung.

LG besetzt mit dem V20 wieder eine recht breite Nische. Es ist robust, durchhaltend und mit dem Zweitdisplay auch ein recht Aufsehen erregendes Gerät. Auch für Musikliebhaber hat das Smartphone etwas zu bieten – einen zweiten hochwertigen Musikspieler kann man sich damit sparen. Und nicht zuletzt der Wechselakku: Der dürfte doch einige Anwender interessieren.

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Tags :Quellen:Ubergizmo.com
  1. Schon wieder hat der automatischer Filter mein Kommentar wegzensiert.
    Das häuft sich letzte Zeit!
    Und es senkt die Motivation auf Übergizmo zu mitwirken…

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